#1 Leichlingen (Rhld.) - Kompromisslose Bahn von Dennis M. 22.12.2010 19:49

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VON STEFAN SCHNEIDER - zuletzt aktualisiert: 22.12.2010

Leichlingen (RP) Stadt und Politik in Leichlingen tun sich schwer, gegenüber der Deutschen Bahn ihre Vorstellungen zur Umgestaltung des Bahnhofes durchzusetzen. Forderungen werden laut Bürgermeister Ernst Müller rigoros abgewiesen.

Die Wahrscheinlichkeit, dass das alte Bahnsteigdach am Leichlinger Bahnhof als Unterstellmöglichkeit erhalten bleibt, sinkt. Die Bahn macht laut Bürgermeister Ernst Müller keine Anstalten, der Stadt entgegen zu kommen.

Im Februar waren sie noch zuversichtlich gewesen, die Leichlinger Vertreter aus Politik und Verwaltung. Zuversichtlich, dass sie gehörigen Einfluss würden nehmen können auf die Pläne der Deutschen Bahn bei der Umgestaltung des Leichlinger Bahnhofs.

Seinerzeit war ein Arbeitskreis eingerichtet worden, der das Projekt begleiten und die Vorstellungen der Stadt einbringen sollte. Zehn Monate später ist Ernüchterung eingekehrt. "Die Bahn ist absolut kompromisslos", berichtete Bürgermeister Ernst Müller gestern beim Jahresabschlussgespräch vor der Presse. Und diese Botschaft wird er Anfang 2011 wohl auch den Mitgliedern des Arbeitskreises überbringen müssen – sofern bis dahin nicht noch ein Wunder geschieht.

Fürsprecher fehlt

Müller und verschiedene Amtsleiter aus der Stadtverwaltung haben sich unlängst mit einer größeren Abordnung aus den Bahnkonzernteilen getroffen – und das Ergebnis war enttäuschend. Beispiel Bahnsteigüberdachung: Die Stadt will das vorhandene Dach als Unterstellmöglichkeit erhalten, "aber die Bahn zieht sich auf Verordnungen zurück", kritisierte Müller. Demnach soll das Dach abgerissen und durch relativ kleine Schutzhäuschen ersetzt werden.


Was Müller besonders ärgert: In Bad Reichenhall war der Abriss eines ganz ähnlichen Daches verhindert worden – weil sich Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer eingeschaltet hatte. Doch solange ein solcher Fürsprecher in Leichlingen fehle, mache die Bahn wohl keine Anstalten, von ihrem Vorhaben abzurücken, glaubt Müller.

Auf Granit biss er auch mit dem Anliegen, die Bahn möge einen Westzugang zum Bahnhof (vom Erzeugermarkt her) schaffen. Standpunkt der Bahn: "Wenn das gewünscht ist, soll die Stadt das selbst bezahlen." Und auch beim diskutierten Verkauf von Kleingartenflächen an der Landwehrstraße, die in Parkplätze umgewandelt werden sollen, zeichnet sich ab, dass die Bahn hohe Forderungen stellen wird, die für die Stadt nicht akzeptabel sind.

Nach Müllers Einschätzung werden die Arbeiten am Bahnhof erst im Herbst beginnen. Ob die Stadt bis dahin doch noch Gehör findet, steht in den Sternen.

#2 RE: Leichlingen (Rhld.) - Kompromisslose Bahn von Dennis M. 22.12.2010 19:51

Mein persönlicher Kommentar dazu: "Tja, warum soll es den Leichlingern" anders gehen wie den meisten anderen Städten. Wobei in Remscheid-Güldenwerth hat man es auch irgendwie hinbekommen das dass Bahnsteigdach erhalten bleibt"

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