#1 Weser-Elbe-Netz vergeben - EVB gewinnt von Dennis M. 15.02.2011 20:09

http://www.lnvg.de/uploads/media/2011-02-15_2.pdf

EVB gewinnt Ausschreibung im Weser-Elbe-Netz

Der Gewinner der europaweiten Ausschreibung um das
Weser-Elbe-Netz steht fest: Die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH (EVB)
übernimmt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011 den Betrieb zwischen Cuxhaven und
Bremerhaven sowie zwischen Buxtehude und Bremerhaven. Das in Zeven beheimatete Bahnund
Busunternehmen wird einen zehnjährigen Verkehrsvertrag erhalten, teilten die für den
Nahverkehr auf der Schiene verantwortlichen Aufgabenträger Landesnahverkehrsgesellschaft
Niedersachsen mbH (LNVG) sowie der Bremer Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa
am Dienstag in Hannover und Bremen mit.
„Die EVB hat für den jährlich rund 1,32 Millionen Zugkilometer umfassenden Fahrplan das
wirtschaftlichste Angebot unterbreitet“, erläutert Hans-Joachim Menn, Geschäftsführer der
für das Wettbewerbsverfahren federführenden LNVG, die Vergabentscheidung. Während die
1981 gegründete EVB für den Zugverkehr zwischen Buxtehude und Bremerhaven heute schon
verantwortlich ist, übernimmt sie nun auch zwischen Cuxhaven und Bremerhaven die Verantwortung
und löst damit den Betreiber DB Regio AG ab, für den sie bislang als Subunternehmer
tätig war.
Trotz der geografischen Randlage des Weser-Elbe-Netzes sei die Auslastung der Züge mit
täglich zwischen 800 und 1300 Fahrgästen noch leicht steigerungsfähig, sind die für die
Bestellung und Finanzierung des Schienennahverkehrs verantwortlichen Aufgabenträger in
Hannover und Bremen überzeugt. Deshalb werden die bisher zwischen Buxtehude und
Bremerhaven fahrenden, fast 20 Jahre alten VT 628 bereits in den nächsten Wochen von der
Strecke genommen und durch komfortable, spurtstarke Wagen vom Typ Lint 41 aus dem Fahrzeugpool
der LNVG ersetzt. „Und zwischen Bremerhaven und Cuxhaven dürfen sich Reisende
ab Dezember an den Wochenenden auf einen Ein-Stunden-Takt freuen“, nennt LNVG-Chef Menn
einen weiteren Pluspunkt. Derzeit sind die Züge dort noch im Zwei-Stunden-Takt unterwegs.
Vor einer endgültigen Zuschlagerteilung an die EVB müssen die beiden Aufgabenträger noch
eine gesetzliche Frist von zehn Tagen abwarten. Während dieser Frist können die unterlegenen
Bieter ein Nachprüfungsverfahren vor der Vergabekammer in Lüneburg einleiten.

Xobor Xobor Community Software
Datenschutz