#1 Ein Tag in "Der-Stadt-die-ihre-Bahnhöfe-unter-der-Erde-versteckt"... von Marcel Hilgers 12.11.2007 17:43

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Hallo zusammen!

Am vergangenden Samstag waren wir mit einer 4-Mann-Abordnung des Modelleisenbahnclubs Mönchengladbach e.V. in Brüssel unterwegs. Hierzu folgt jetzt der Bericht...

Gestartet wurde für mich um 8:00 Uhr in den Cecilienstraße in Mönchengladbach. Mit dem ICE International "Willie Krüppel" ging es in einem Fahrzeug der Baureihe Astra zum "Gare du Welkenraedt", nah der deutsch-belgischen Grenze. Unser Anschlusszug war ein "ganz normaler belgischer IC", der aus einer Lok der Reihe 13 und 12 I11-Wagen bestand. Mit diesem fuhren wir dann über Liege und die Neubaustrecke nach Brussel-Noord, also Brüssel-Nord.
In der belgischen Metropole wurde dann erstmal das örtliche Museum im Bahnhof besucht. Der Eintritt war frei, Anlass war die Ausstellung "TEE - 50 jaar geleden" (auf deutsch: "TEE - 50 Jahre vorbei").
Es wurden unter anderem einige Lokomotiv- und Wagenmodelle gezeigt, die von den Azubis der SNCB/NMBS-Werke gebaut wurden. Und die konnten sich sehen lassen...


Unter anderem waren ein paar Dampfer dabei...


Auch ein etwas modernerer Triebwagen der Reihe AM 80 wurde gezeigt...


zur Ausstellung gehörten auch ein paar Gleisstücke, an denen den normalen belgischen Bürgern Begriffe wie das Herzstück oder Weichenzungen erklärt wurden, eigentlich keine schlechte Idee...


Nun zur Sonderausstellung, die Lok der Reihe 16 hatte öfters mal den TEE am Haken...


Auch diese drei Kandidaten hatten den TEE (wenn auch nur Aushilfsweise) am Haken...


Ok, die gehörte nicht zur Sonderausstellung. Allerdings haben wir das Vorbild schon in Brüssel getroffen...(siehe diesen Beitrag)


Auch wurden einige Großserienmodelle eines bekannten Göppinger Modellbahnherstellers gezeigt...


Die kleine gezeigte Modellbahn war ebenfalls durch den Göppinger Sponsoren finanziert und zeigte ein paar Zuggarnituren. Eine Dampflok rangierte immer hin und her und 2 Züge drehten fleißig Runden...


Ein kurzer VT 11.5 (meines Erachtens der schönste TEE-Vertreter) und ein kurzer Gützerzug begegnen der belgischen TEE-Variante...


Dieser Regionalzug drehte auch seine Runden...

Danach ging's auch schon wieder raus...


Die Empfangshalle ist zwar riesig, der Durchgang zu den Bahnsteigen allerdings nicht für Menschen geeignet, die mehr als 1,90 m Körpergröße haben...


In der U-Bahn konnte ich dann noch Wagen 176 ablichten, der als 1A unterwegs war.

Mit der 56 ging es dann zur Bourse, der Börse. Danach fuhren wir mit der 1A nach Heyzel, wobei im Moment sogar in Beekkant Kopf gemacht wird. Im Moment werden auch alle paar Monate die Linienpläne umgeschmissen, da das Brüsseler Netz quasi eine große Baustelle ist...

In Heyzel (oder auch Heisel) wurde dann erstmal geknipst...was an Heyzel so besnderes war? Die Bilder zeigen es...


PTT-Triebwagen 7754 auf der Linie 81 wartet vor dem Atomium die Abfahrt Richtung Montgomery ab. Das Atomium ist übrigens zur Weltausstellung 1958 erbaut wurden, wiegt 2400 Tonnen und ist 102 Meter hoch. Dargestellt wird damit eine "kubisch-raumzentrierte Elementarzelle einer Eisen-Kristallstruktur" in 165-milliardenfacher Vergrößerung...


Die neuesten Fahrzeuge der STIB. Einer von 68 Bombardier Flexity Outlook Zweirichtung-Triebwagen. Das besondere an den Fahrzeugen ist, dass ganz normale Hochflurfahrwerke problemlos in die eigentlichen Niederflurfahrzeuge intergriert wurden. Die Wagen haben Ledersitze, teilweise Echtholz-Verkleidungen und eine dezente Beleuchtung, die indirekt über Alu-Blenden erfolgt...

Die Anzeigen waren auch sehr interessant, erst die Liniennummer, dann der Name der Endstelle auf flämisch und wallonisch oder wechselweise die Abfahrtszeit in beiden Sprachen und dann rechts die Kursnummer...

BILD ENTFERNT*
Hier mal das komplette Atomium mit seinen 9 Kugeln, die übrigens bis 2006 noch eine Aluminium-haut aufwiesen. Heute sind die Häute (Wortspiel...*gg*) aus Edelstahl...

BILD ENTFERNT*
Die Kugel im Zentrum...

BILD ENTFERNT*
Nochmal der Blick von unten...


Auf dem Rückweg zur Bahnstation fiel mir dieser Parkplatz in's Auge...ob der Mülleimer was zur Qualität der Fahrzeuge zu sagen hat?

Wir fuhren dann im PTT-Triebwagen (Linie 81) quer durch die Stadt, stiegen an der "Zuidstation" (oder auch "Gare du Midi") in die 56 um und fuhren bis zur Börse zurück.


Eine Wandmalerei, die Tram-Herzen höher schlagen lässt...

Wir machten dann zusammen einen kleinen Stadtbummel, wobei auch der belgische Pralinenhersteller "Leonidas" ein paar Packete abdrücken musste...*gg*

Ein paar Bilder vom "Grote Markt":






Auf der Suche nach dem berühmtesten Jungen, der pinkelt, fuhr uns dann noch dieser ältere Citroen über den Weg...


Das ist das berühmte Manneken Pis? Naja...etwas mickrig ist das ja schon...

Egal, wir suchten dann den Zentral-Bahnhof, der gar nicht so leicht zu finden war...


Zwischendurch fuhr uns noch dieser Citaro über den Weg...auf der 95 nach Wiener (Würstchen??)

Nachdem wir dann die "Centraal Station" zwischen Apotheke und Pommesbude gefunden hatten (der Bahnhof liegt unterirdisch) fuhren wir mit der U-Bahn (1A) wieder etwas aus der Stadt raus (um genau zu sein bis zur Endstelle "Herrmann-Debroux"), um auch mal in den Genuss der anderen Triebwagen zu kommen, die bei der STIB fahren...


Mit diesem Triebwagen der Linie 94 ging's dann auch bis zum Ende, die Station "Louise" bzw "Louiza" war das Ziel...


Der gleiche Triebwagen nach dem Wenden an der Endstelle...


Die paar PTT-Triebwagen kamen auch noch um die Ekce, einmal 7823 auf der 94 nach Legrand und einmal 774X auf der 92 nach "Fort-Jaco"...

Wir fuhren dann mit der Linie 2 zum Gare du Midi (Zuid-Station), um kurzentschlossen auch das Fahrverhalten der Bombardier-Züge unter die Lupe zu nehmen.
Zu diesem Zweck fuhren wir mit der 23 bis zur Station "Berkendaal" aus dem Tunnel raus und mit der 4 wieder zurück...


Willie und Bernd genossen die Fahrt in den modernen Triebwagen...


Ein Bild des Deckeninterieurs der Flexity-Outlook-Wagen. Klotzen statt kleckern, nachdem man jahrelang nur Notlösungen fahren lies...


An der Station Berkendaal hab ich dann noch ein bisschen fotografiert...hier Wagen 4019 auf der 23 Richtung Heysel...


Und tschüss....


Hier mal Wagen 3013 auf der 4 Richtung Stalle [P] im Nachschuss...


Da es in Belgien ja nicht wirklich einen TÜV gibt, fährt auch sowas noch da rum...*gg*

Zum Schluss fuhren wir dann mit der 4 wieder zurück zum Gare du Midi und nahmen da noch 'ne Pommes mit Frikandel ein...dann ab in den IC nach Welkenraedt und den ICE "Willie Krüppel" nach Hause...

Ich hoffe mal, dass die Bilder gefallen finden, auch wenn das Wetter nicht so besonders war...




*= http://www.bruessel-gui.de/bruessel/bericht-1.html
#2 RE: Ein Tag in "Der-Stadt-die-ihre-Bahnhöfe-unter-der-Erde-versteckt"... von Andreas Beeck 12.11.2007 17:49

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Achja, da is ja deine größere Bildauswahl im Gegensatz zu meiner...

Sehr schön alles. Muss gleich mal im Rathaus anrufen, was die Bestellung der Flexity Outlook für MG macht..

#3 RE: Ein Tag in "Der-Stadt-die-ihre-Bahnhöfe-unter-der-Erde-versteckt"... von Alexander Schmitz 12.11.2007 18:55

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*Sabber* Brüssel ist wirklich eine sehr schöne Stadt, der Scheinenverkehr ist dort das i-Tüpfelchen. Einfach toll!

#4 RE: Ein Tag in "Der-Stadt-die-ihre-Bahnhöfe-unter-der-Erde-versteckt"... von Ehemaliger User 12.11.2007 19:55

Vor allem diese Menschen da kommen für 9 Euro dahin

#5 RE: Ein Tag in "Der-Stadt-die-ihre-Bahnhöfe-unter-der-Erde-versteckt"... von Tobias Krom 12.11.2007 20:37

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AAHHHH Jetzt fängt der auch schon mit Technischer Chemie an...

Kubisch Raumzentriertes Metallatom... wenn ich das schon hör könnt ich
Wenn dann noch ein Flächenzentriertes dabei wäre

Naja aber mal schnell zur erklärung für die dis nicht wissen sollten.

Beim erwärmen von Stahl über 725°C wandert "die Kugel" von der Mitte des Atoms hinaus in die Fläche womit sich die Gefügestrucktur des Stahls verändert (es wird weich (wär hätte es gedacht))
wenn man den Stahlklumpen (oder was auch immer man erwärmt hat) ins klate Wasser (oder warme Öl) wirft (besser ist rasches eintauchen sonst spritzt es zu stark) zieht sich "die Kugel" wieder in die Würfelmitte womit der Stahl Gehärtet wäre. Ok manches fragt sich jetzt: Die Kugel war doch vorhin auch in der mitte warum war der Stahl da nicht hart?
Das hat mit der Stofflichen zusammensetzung und Umwandlung von Fe und C zu Fe3C (Cementit) zu tum welches beim Erwärmen und anschließendem Abschrecken entsteht.
Naja genug erklärt aber ihr versteht wrum mir bei dem Begriff das Kotzen kommt. Sowas mußte ich auswendig können...

Was die Bilder angeht so kann ich nur mein Größtes Lob aussprechen und mich doch wundern was in den Deutschen Nachbarländern für doch hochinteressante Fahrzeuge und Bahnbauten vorhanden sind.

Gruß Tobi

#6 RE: Ein Tag in "Der-Stadt-die-ihre-Bahnhöfe-unter-der-Erde-versteckt"... von Ehemaliger User 13.11.2007 14:34

Wirklich ausgesprochen schöne Bilder, Marcel.
Ausnahmsweise muss ich dem Alexander mal recht geben. Die Stadt Brüssel ist wirklich spitze und auch der Verkehrsunternehmen sieht top aus.
Also als außenstehender könnten sich da einige deutsche Unternehmen echt eine Scheibe von abschneiden.
Der Besuch dort würde sich bestimmt lohnen.

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