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#1 Bei der NordWestBahn wird das Bahnfahren zum Lotterie-Spiel/Ärger über schlechten Service von Simon D. 16.11.2011 20:23

DORSTEN Verspätungen, Zugausfälle, fehlende Durchsagen - Bahnfahrgäste, die auf die Nordwestbahn angewiesen sind, fühlen sich regelrecht veräppelt und sind zunehmend genervt bis total verärgert. Wer Alternativen hat, steigt schweren Herzens wieder aufs Auto um.

Am Montag war nach Leser-Angaben der „Borkener“ betroffen, am Dienstag morgen fiel der „Coesfelder“ aus, der unter anderem Schüler zum Gymnasium nach Maria Veen bringen sollte.

Als im Sommer die ersten Zugausfälle mit vorübergehenden personellen Engpässen durch Urlaub und Krankheit begründet wurden, akzeptierten die Kunden das noch zähneknirschend. Dass die Pannenkette jedoch nicht abreißt und die Nordwestbahn jetzt eingestehen musste, dass es noch „einige Zeit“ dauern wird, bis genügend Zugführer ausgebildet sind, empfinden viele als Offenbarungseid.

"Ernsthaftes Gespräch"

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr will in der nächsten Woche ein „ernsthaftes Gespräch“ mit seinem Vertragspartner führen, der Planungsausschuss der Stadt Dorsten wird sich am Dienstagnachmittag mit der Problematik befassen.


>>> http://www.dorstenerzeitung.de/lokales/d...;art914,1468830




Ärger über schlechten Service der NWB


Geldern (RP). Eine kleine Odyssee hat Jürgen Jahnke hinter sich. Eigentlich wollte er nur eine Bearbeitungsgebühr an die Nordwest-Bahn überweisen, doch zwischen dem Vorhaben und dem Geldtransfer standen diverse Schriftwechsel und langwierige Telefonate.

Nordwestbahn: Zu wenig Züge
Erneut ist es zu Fahrgastbeschwerden über Enge in den Waggons des Niers-Express' gekommen. Die ... mehr
Wieder Störungen bei der Nordwestbahn

Begonnen hatte der Ärger damit, dass die Tochter von Jahnke ihr Schokoticket nicht eingesteckt hatte und auf dem Weg nach Krefeld prompt kontrolliert wurde. Sie müsse ihr Ticket nur nachreichen und eine Bearbeitungsgebühr zahlen, wurde ihr gesagt, dann sei die Sache erledigt.

Also ging Jahnke mit seiner Tochter und dem Ticket zum Bahnschalter, wurde aber abgewiesen. Denn das Ticket wurde nicht von der Bahn, sondern vom Verkehrsverund Rhein-Ruhr (VRR) ausgestellt. Eine Kopie an die Nordwest-Bahn konnte ebenfalls nicht helfen, "da können wir nicht den Chip auslesen", wie NW-Bahn-sprecherin Katrin Hofmann erklärt. In Krefeld schließlich erhielt Anna Katharina, die 16-jährige Tochter Jahnkes, die Bescheinigung über ihr gültiges Ticket.

Bearbeitungsgebühr

Blieb noch das Problem mit der Bearbeitungsgebühr. Zwar bekam Jahnke als Erziehungsberechtiger einen Brief von der NW-Bahn, aber in dem stand nicht, wie viel er überweisen sollte. Er rief die Servicehotline an. "Entweder war besetzt, oder ich bin in endlosen Warteschleifen gelandet", sagt Jahnke. "Zwischendurch wurde sogar einfach aufgelegt." Als er schließlich jemanden an der Strippe hatte, gab es erst die Information, dass sieben Euro fällig werden, dann waren es plötzlich nur 2,50 Euro.

"Das liegt daran, dass der VRR sehr kulant ist und nur 2,50 Euro erhebt, sonst sind es sieben Euro", sagt Katrin Hofmann. "Das ganze Hin und Her ist für den Kunden natürlich sehr ärgerlicht", sagt die Unternehmenssprecherin, "und auch Hotlines sind eigentlich dazu da, dass man dort jemanden erreicht, und nicht in der Warteschleife landet."

>>> http://www.rp-online.de/niederrhein-nord...-bahn-1.2600112


Persönliche Erfahrung allein innerhalb Dieser und letzter Woche (7-16.11.11):
- mehrfach Ausfälle RE14 / RB31
- mehrfach verpasste RB44 den HP Bottrop Boy (hielt nicht an), danach weder durchsage noch sonstige Informationen. Der Gegenzug in Gladbeck west (der 2min früher dort abfährt) hat nicht gewartet
- RE14 in neuster zeit nahe zu nur Solo Umläufe (zumindest mit "meinem" Zug und dessen Gegenzüge)
- Nicht Funktionierende Heizungen in den Lint Zügen (Klimaanlage bei -2 Grad aussentemperatur statt Heizung)
- Übliche "Standartverspätungen" RE14, RB44 ..

#2 Gelbe Karte für die NordWestBahn von Simon D. 17.11.2011 18:14

Wer im Arbeitsleben eine Abmahnung kriegt, für den heißt es: „Aufgepasst“. Der darf sich nicht mehr allzu viel erlauben, will er nicht die Kündigung kriegen. Eine Abmahnung hat jetzt auch die NordWestBahn (NWB), die etliche Strecken in der Region bedient, vom Auftraggeber Zweckverband SPNV Münsterland (ZVM) bekommen. Grund sind Verspätungen und Zugausfälle im Emscher-Münsterland-Netz, die in den vergangenen Monaten für viel öffentliche Kritik an der NWB gesorgt hatten.

Wie es zu den Ausfällen und Verspätungen kam und wie man sie möglichst abstellen will, das erläuterte dem Kreisverkehrsausschuss am Mittwoch Wigand Maethner, Bereichsleiter Marketing/Vertrieb. Man nehme die Kritik sehr ernst, versicherte Maethner. Er machte aber auch deutlich, dass man völlig fehlerfreies Fahren nicht versprechen könne, weil man es mit Menschen und Maschinen zu tun habe. So habe es Verspätungen gegeben, weil Zugführer während der Fahrt oder kurz davor krank geworden seien. Ohnehin sei es schwer, zusätzliches Fachpersonal zu bekommen: So habe die Bahn früher mal Zugführer entlassen, längst aber hunderte neu eingestellt.


NWB-Pressesprecherin Katrin Hoffmann teilte mit, dass die NWB „intensiv an der Verstärkung ihrer Personaldecke“ arbeite. Schon seit Längerem laufe ein umfangreiches Personalbeschaffungs- und Ausbildungsprogramm.

Was die Technik angehe, so sei man immer noch von einem Unglück aus dem August 2010 gebeutelt, sagte Maethner dem Ausschuss. Damals war im Bahnhof Geldern ein Arbeitszug auf einen Zugverband der NWB aufgefahren und hatte zehn NWB-Züge beschädigt, davon drei fast komplett zerstört. „Ein kaputtes Auto hat man nach einer Woche wieder. Bei Zügen dauert das sehr viel länger“ verwies Maethner auf die langfristigen Folgen des Unglücks. Man habe sich zwar von anderen Anbietern Züge geliehen, aber ganz zu kompensieren sei so ein massenhafter Ausfall von Wagen nicht. Man sei aber dabei, eine Zug-Reserve für die Region aufzubauen, um für künftige kurzfristige Ausfälle gewappnet zu sein, versprach der Bereichsleiter, der bereits für den Fahrplanwechsel am 11. Dezember neue Fahrzeuge ankündigte.

Falls doch mal ein Zug ausfällt und die Kunden auf Busse und Taxen umsteigen müssen, soll eine eingerichtete 24-Stunden-Bereitschaft von zwei Gelenkbussen für ausreichend Platz sorgen, sagte Maethner weiter.

Das sei auch nötig, merkte Johann Vering (Heiden) an, der als sachkundiger Bürger für die UWG im Verkehrsausschuss sitzt: Als er in den Herbstferien im Dorstener Bahnhof von den Zug auf den Bus wechseln musste, habe es nur einen Bus für zwei Züge gegeben. Vering regte an, dass die NWB ihre Kunden besser und schneller über Umsteigemöglichkeiten, Ausfälle und anderes informieren solle.

Dr. Hermann Paßlick, fürs Thema zuständiger Vorstand beim Kreis, sagte abschließend, man wünsche sich, dass die Fahrgäste bei ZVM und Kreis Missstände beim Zugverkehr melden würden. Gleichwohl zitiert ihn die NWB in einer im Anschluss an die Sitzung verteilten Pressemitteilung, dass die NWB „bisher ganz überwiegend ein verlässlicher Partner“ gewesen sei und das in Zukunft auch sein werde.

>>> http://www.ivz-online.de/lokales/kreis_b...rdWestBahn.html


#3 Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Simon D. 17.11.2011 18:15

Rheinberg (RP). Für viele Schüler und Berufstätige, die gestern am Rheinberger Bahnhof auf den 7.48 Uhr-Zug der Nordwestbahn Richtung Duisburg warteten, war es kein guter Start in den Tag. Kurz vor der geplanten Abfahrtszeit wurden sie per Lautsprecherdurchsage informiert, dass der Zug "wegen Personalmangels" ausfalle. Ein Schienenersatzverkehr stand um kurz nach 8 Uhr bereit; weil aber niemand den Fahrplan dieses Busses kannte, warteten viele lieber auf den nächsten Zug.

Dass in diesem Fall tatsächlich "Personalmangel" zum Zugausfall führte, konnte Katrin Hofmann, Pressesprecherin der Nordwestbahn, gestern auf Nachfrage nicht bestätigen. Natürlich könne auch mal äußerst kurzfristig ein Lokführer ausfallen, so Hofmann, aber diese Information der Reisenden sei nicht als Zeichen eines Dauerzustandes zu werten. Sie bezeichnete die Kundeninformation als "unübliche Kommunikation".

#4 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Marcel Hilgers 17.11.2011 18:34

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Soll ich mal aufzählen, wie oft aufgrund der Unfähigkeit der DB die Linien RE8 und RB27 in letzter Zeit zu spät kamen bzw. kommen und auch ausfielen/ausfallen? Wenn es mal eine Information gibt, dann sind es lapidar "Bauarbeiten" Schuld...
Mit dem Personalmangel haben im Moment (und das haben wir bereits an anderer Stelle im Forum festgestellt) alle EVUs zu kämpfen...

#5 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Lars N. 17.11.2011 18:35

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Hm sorry Simon, aber irgendwie will wohl keiner auf Dein Anti-NWB Zug aufspringen.
Weis zwar nicht was Du für´n Problem mit der NWB hast, aber ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht.

Probleme mit Personalmangel haben andere EVU´s wie unter anderem die heilige DB auch.

#6 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Andreas Beeck 17.11.2011 18:47

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Ich kann mich Lars und Marcel nur anschließen; es kochen alle nur mit Wasser und das ist auch bei der DB keineswegs immer klar und genießbar...

#7 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Heiko F. 17.11.2011 21:56

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Stimmt, unübliche Kommunikation.

Bei der DB AG firmiert Personalmangel als Triebfahrzeugstörung. Wie oft gibt es Ausfall wegen Triebfahrzeugstörung und wie oft werden Ersatzzüge gefahren? Ich weiß, es steht nicht immer ein Ersatz bereit.

Anders ist es bei Unwetter. Wenn der Ablöser nicht da ist, ist man durchaus bereit, dies offen zu kommunizieren. Liegt ja an Petrus, die Bahn kann natürlich nichts für Schnee oder Wind ...

Aber eigentlich habe ich mich ja auf die Ein-Eurobahn eingeschossen. Wie oft fällt eigentlich Kaldenkirchen-Venlo aus? Ich glaube, die haben schon einen festen Vertrag mit einem Buskutscher. Grund sind natürlich nicht Bauarbeiten, sondern oft nichtstrecken- bzw. sprchkundige Triebfahrzeugführer. Es ist gewaltig, wie viele Busse die Eurobahn plötzlich auftreiben kann. Das muss sehr lukrativ sein für den Buskutscher.
Nur leider nicht für den Fahrgast. Entweder hat man Glück, und die RB nach Duisburg (ein ET 425) ist in Viersen noch nicht weg, oder es heißt eine Stunde auf den nächsten RE 11 warten. Aber vielleicht geht es ja auch dann über D´dorf weiter mit dem RE1 (mein Lieblings-Anti-Zug, weil übervoll und chronisch verspätet) mit Umstieg in Essen Hbf. Mit Glück dann nur 30 min später daheim.

greetings H.

#8 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Sascha K. 17.11.2011 22:31

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Und vorrausgesetzt man hat Anschluss mit dem RE11 aus dem Ruhrgebiet wenn man nach Venlo will. Der hat in letzter Zeit auch eine "Regelverspätung" von mindestens 5 Min.

#9 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Sebastian B. 18.11.2011 01:43

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Wie war das noch bei der PEG? Triebfahrzeugstörung hieß es offiziell, inoffiziell fuhren die nicht mehr bis in die Niederlande weil die PEG nicht die Berechtigungen der Tfs dafür nachgewiesen hat.
Wenn wir gegenseitig die EVU schlecht machen wollen finden wir überall genug. Das es im Moment auf gut Deutsch Scheiße läuft ist kein Geheimnis.
Das das kein Dauerzustand sein kann ist allen bei der NWB klar. Wenn allerdings Zeitungen, weil sie nichts anderes zu berichten haben, anfangen die EVU zu bashen (ein schönes Wort ;-)) tuts mir Leid, aber das ist das keine objektive Presse.
Heute muss die NWB dran glauben, morgen dann wieder die DB weil sie dem Winter wieder nichts entgegen zu setzen hat.

Das häufiger einzeln auf dem RE14 gefahren werden muss (übrigens Simon: es gibt sogar planmäßige Einfachtraktionen. Ist sogar vom VRR so bestellt) liegt teils an den Fahrzeugen. Die Talentversion ab dem Baujahr 2006 ist eigentlich nicht zu gebrauchen.
Deswegen gibts da auch immernoch (!!!) Rechtsstreiterein mit Bombardier. So kurios das auch klingt, es betrifft nur die Talent Version 5 die solche Probleme machen.
Da sind wir aber bemüht die Probleme in den Griff zu kriegen, damit die Fahrzeuge soweit möglich im vollem Umfang zur Verfügung stehen.
Es mag für den Fahrgast nicht immer zu sehen sein, aber alle hier bei mir im Netz (also im EM-Netz) versuchen wirklich Alles damit wir wieder dahin zurückkehren können was wir seit 2006 geboten haben: vernünftigen, pünktlichen und Fahrgastfreundlichen Betrieb.
Übrigens: So häufig wie manche Zeitungen es darstellen fallen die Züge nicht aus. Das kann ich mit Sicherheit sagen.

Wer jetzt Fragen zu den Talenten hat kann sich gerne an mich wenden, dann erklär ich das (solange es nicht zu intern ist) per PN.

#10 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Andreas Beeck 18.11.2011 05:31

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Ist doch leider auch normal, dass die Medien Einzelfälle immer direkt zum Dauerzustand erheben - das liest sich beim gemeinen Pöble halt einfach besser und spielt der Autolobby schön in die Karten.

Zur Eurobahn und Venlo: das hat sich massiv gebessert dort, weil man nun mehr Tfs für die Niederlande hat (LFTV sei Dank?!?). Somit dürfte Rath Reisen (die fahren zu 99% den SEV dort) derzeit deutlich weniger außer der Reihe zu tun haben...

#11 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Michael H. 18.11.2011 07:03

Das Ganze in den Medien zu lancieren hat doch nur den Grund, Druck auf die NWB auszuüben. Sicherlich gelten die genannten Gründe. Der Grund für das Gespräch war ja nicht nur ein ausgefallener Zug. Allein schon um sich rechtlich nicht angreifbar zu machen, interveniert der Auftraggeber. Dazu kommt, dass es einen Vertrag gibt. Und diesen möchte der Auftraggeber auch umgesetzt wissen.

#12 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Marcel Hilgers 18.11.2011 07:31

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Zitat von Andreas Beeck
Zur Eurobahn und Venlo: das hat sich massiv gebessert dort, weil man nun mehr Tfs für die Niederlande hat (LFTV sei Dank?!?). Somit dürfte Rath Reisen (die fahren zu 99% den SEV dort) derzeit deutlich weniger außer der Reihe zu tun haben...


Man muss aber dazu sagen, dass man im Gegensatz zu anderen Unternehmen durch Rath sehr schnell Busse vor Ort hatte! Wenn ich überlege, wie lange es dauert, bis mal ein Bus eines DB-Partners in Grevenbroich war um einen SEV nach Rheydt zu fahren...dabei hat die DB über DB Rheinlandbus sogar einen eigenen Hof vor Ort.
Mir wurde schon von einigen Leuten (ohne direkten Bahnbezug) gesagt, dass sie froh sind, nicht mehr mit den alten n-Wagen fahren zu müssen. Da wären selbst die paar Ausfälle die es gab kein großes Problem...

#13 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von 18.11.2011 17:03

Das Problem ist, er ist bekennender PEG Fan. Ich finde garnichtmal das die NWB so schlecht ist, wie er sie machen will. Da find, ich persönlich, die PEG schlimmer. Aber ich will hier keine Pro DB, Anti Privat aufmachen, das habe ich getan und es ist schwachsinnig.
Wir können froh sein, dass die Züge fahren, denn momentan herscht hier akute Lokführermangel und das auch bei der PEG, bei der DB etc. Ich finde es schade, dass eine gute Firma hier versucht wird nieder geredet zu werden.

#14 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Sebastian B. 18.11.2011 20:11

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Ich könnte auch mal auspacken was bei der RBH schiefläuft, so mal als Vergleich für Simon das nicht nur die NWB so schlecht ist wie er sie machen will.
Natürlich findet jeder "sein" EVU am Besten, aber muss man deswegen im Forum die Unternehmen die man nicht mag gleich schlecht machen?
Jeder kocht nur mit Wasser und überall gibt es mal Probleme. Davon kann sich kein EVU freisprechen.

Lg Sebi

#15 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Simon D. 23.11.2011 17:22

Ich enthalte mich zu jeglichen Kommentare anderer Benutzer. Erst gestern wieder auf der RB36: Ausfall der Züge zwischen 14.02 bis 16.02 ab Ruhrort. Durch einen Tf der NWB (der zufälligerweise gerade vor Ort war [da er dort nunmal wohnt]) haben die Fahrgäste (also ich auch) erfahren, dass ein Ersatzbus kommen soll (der Tf hat die Dispostelle (?) oder wie man das bei der NWB nennt in Osnabrück angerufen).

Nach 60 Minuten war kein Ersatzbus da, die meisten Fahrgäste sind mittlerweile auf Straßenbahn und Bus umgestiegen. Der NWB Tf (der ebenfalls vergeblich wartete) rief des öfteren die Dispos an. Nach dem 3ten Anruf ging dann scheinbar ein völlig anderer Dispo ans Telefon (Schichtwechsel) der von gar kein Ersatzbus wusste. Glücklicherweise fuhr der Zug ab Oberhausen um 15.47 uhr wieder, sonst hätte ich einen Umweg von 40 Minuten in kauf nehmen müssen.

Ganz frisch von heute http://www.zughalt.de/2011/11/nordwestba...atisieren-sich/

#16 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Jan S. 23.11.2011 19:18

Es haben doch alle EVU´s dieselben Probleme. Der Markt was Lokführer und Fahrzeuge angeht ist bis auf letzte leer gefegt. Und qualifiziertes Personal fällt eben nicht vom Himmel. Nur das verstehen diese holen Spinner bei den EVU´s einfach nicht. Anstatt aus Fehlern zu lernen, schlittert man von einer Scheiße in die nächste. Und das die Kunden der NWB angekotzt sind, kann man verstehen. Da würde es mich auch nicht interessieren, ob die DB besser oder schlechter ist.

Man Sollte sich dringend mal ein Beispiel an anderen Ländern nehmen. In Belgien sind die Züge zwar oft sehr alt, aber sie fahren. Außerdem ist es in Belgien viel günstiger, Bahn zu fahren. Auch in den Niederlanden läuft es wesentlich besser. Kaum Ausfälle, gute Takte und einigermaßen faire Preise. Soviel ich weiß gibt es in Belgien keine Privatbahn. Und trotzdem kriegt es der dortige Bahnbetreiber hin, gut und günstig zu fahren. Die Bahn in Deutschland ist dabei, sich selber zu zerstören, wenn sie nicht dringend bemerkt, dass man für guten Service Fahrzeuge und Personal braucht. Ich finde bis jetzt haben alle Anbieter, die im VRR privat Züge betreiben keine Verbesserung herbeigeführt. Das soll nicht heißen, dass die DB besser ist. Aber alles, was privat besser machen, machen sie an anderer Stelle schlechter.

#17 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Sebastian B. 23.11.2011 19:27

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Was die Privaten aber anbieten liegt allein am Besteller (hier der VRR und ZVM). Wenn die nur so wenig Fahrzeuge wie möglich bestellen, wird auch nur das geboten. Wenn dann ein Fahrzeug ausfällt ist das Geschrei widerum groß.
Man kriegt was man bestellt...
Das ist ein nie endendes Thema. Besteller vs. EVU vs. Fahrgast. Wenn bedenkt das der VRR 2006 den RE14 von 218+n-Wagen auf 1(!!!) Talent umstellen wollte merkt man wie die Besteller denken. Daher schiebt bitte nicht Alles auf die Unternehmen. Lediglich beim Thema Tf-Mangel müssen sich die meisten EVU (dazu gehört auch die DB) eingestehen gepennt zu haben. Das hätte so nicht kommen müssen und man hätte vorher ausbilden können.

Lg Sebi

#18 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Justus P. 23.11.2011 19:50

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Wobei die Verkehrsverbünde auch sehr sparen müssen.

#19 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Jan S. 23.11.2011 20:53

Aber auch wenn die Verkehrsverbünde sparen müssen: Was bei manchen EVU´s und Verkehrsbetrieben passiert in den letzten Jahren kann auch nicht sein. Es gibt absolut keine Verbesserungen mehr. Die Preise sind für das, was man geboten bekommt einfach zu hoch. Man lobt immer den Wettbewerb und fordert ihn auf der Schiene. Aber was ist das resultat: Erstmal wird die Kapazität zurück geschraubt, sofern denn überhaupz Züge vorhanden sind. Das kann ja wohl keiner leugnen. Ich bin mal gespannt, wie das in den nächsten Jahren weiter geht. Auch wenn der RE1 ausgeschrieben wird oder der RE 4. Beim RE 4 würde es mich nicht wundern, wenn auch nur ein 5 teiliger Flirt zum Einsatz kommt. Oder ein Talent 2. Ich fahre doch lieber mit alten Zügen der DB wo ich Platz habe, als mit neuen "Sardinen Büchsen" Oder wie seht Ihr das?

Zudem halte ich den Personalmangel bei der DB nicht für so schlimm wie bei privaten. Besonders der RE 8 ist bis zum Sommer immer sehr zuverlässig gewesen. Und auch über den RE 4 kann ich mich nicht an ständige ausfälle oder Kapazitätsprobleme erinnern (außer, als er mit n- Wagen gefahren wurde).

#20 RE: Pendler warten vergebens auf die Nordwestbahn von Moritz L. 23.11.2011 21:50

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Zitat von Jan S.
Es gibt absolut keine Verbesserungen mehr.


Kann man pauschal nicht sagen. Es gibt Bahnstrecken, die Ende der 90er Jahre erst durch Ausschreibungen wiederbelebt werden konnten oder vor der Einstellung gerettet wurden. Was wäre wohl passiert wenn die Prignitzer Eisenbahn damals nicht damals die Ausschreibung gewonnen hätte? Gut - dort musste man mit Einbußen rechnen. Diese sind aber denke ich mal letztendlich zurecht gewesen - wo nichts ist und wo keiner mitfährt, da kann nichts mehr helfen.

Weiteres Beispiel:
Die Vogtlandbahn fang mit zwei kleinen Strecken im Vogtland an. Wo ist sie heutet gelandet? Der ALEX erfreut sich sehr großer Beliebtheit, der Trilex ist ebenfalls gut besucht (vom Gefühl her besser als die alten Betreiber). Und um das Kernnetz nicht zu vernachlässigen: Es wurden immer mehr Strecken - die angebotene Qualität ist viel preiswerter als bei uns. Wo früher nichts war sind heute Bahnlinien von denen man sich das nicht erwartet hätte. Durch die Kooperation mit der Tscheschichen Staatsbahn und der Viamont gibt es grenzüberschreidenen Taktverkehr - tagtäglich. Auch wenn das nicht zur Ausschreibung gehört - es zeigt was dadurch alles möglich ist. Die DB Erzgebirgsbahn macht das auch - auch hier fahren die Züge auf Nebenbahnen erfolgreich durch Ausschreibung und, wie bei der Vogtlandbahn, auch ins Ausland. Wenn die Ausschreibung gut ist, was sie sein sollte, kann sie viel bewirken. Man kann sich aber auch kaputt sparen ; => RE10 ; und sich die Kunden durch sowas vergraulen. So Schlimm wie im VRR ist das glaube ich nirgendwo.

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