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#21 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von Andreas Beeck 24.12.2011 09:49

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Die 002 muss weiter nach Güdderath fahren und auch mit großen Bussen.
Mal gesehen, was da zum Schichtwechsel in Güdderath in den diversen Betrieben in den Bussen los ist?!?
Das wird mit dem Regiopark noch zunehmen...

Die Beobachtung, die Leute würden nur die 001 und 002 zwischen MG und RY kennen, kann ich ebenfalls nicht unterstützen.
Dafür sind die anderen Linien auch zu gut besucht... ;-)

Die damaligen BUsse hatten zwar mehr Sitzplätze, waren aber dafür behindertenunfreundlich und hatten weniger Stehfläche...

#22 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von Raimund R. 24.12.2011 22:59

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Zitat von H. Konrad R.

Zitat
was würde uns daran hindern, AGG300 von Van Hool ... zu bestellen?


Die noch-NVV wird sagen: Die Erfahrungen anderer Betriebe mit Van Hool-Bussen ... (Zumindest wurde vor den Solaris-Bestellungen so argumentiert.)
Aber ich wäre sowieso eher für Hess! Am Besten gleich als Hybrid.

Zitat
Da bleiben heute schon alle Busse hängen, weil das Stück zwischen Nordstraße und Cecilienstraße keine Begegnung von 2 Bussen zulässt.


Was mit noch größeren Wagen nicht besser würde, insofern kann man das NVV-Argument doch sogar nachvollziehen.

Zitat
Rein vom Wendekreis her ist z.B. der AGG 300 fast identisch mit vergleichbar breiten normalen Gelenkbussen, da die letzte Achse mitgelenkt wird.


Das ist richtig, bei Van Hool könnte man sogar noch "Normal"-Schlenkis mit gelenkter dritter Achse bekommen. (Oder irre ich da?)

Allerdings gebe ich die Meinung von Doppel-Gelenk-(Trolley)-Bus-Fahrern aus St. Gallen zu bedenken, die den langen Fahrzeugen schon eine etwas kompliziertere Fahrweise bescheinigten. Scheint also (leider) nicht so einfach zu sein. Auch in Aachen wurde meines Wissens die Linie für den Einsatz der GG begradigt.





Danke für den Beitrag HKR!!! Bin voll und ganz deiner Meinung. Apropros Gelenkbusse und hängen bleiben... Ich sage dazu nur, die sollen mal nach Potsdam kommen und schauen wo wir mit unseren Gelenkbussen (da käme man auch mit doppelgelenkbussen und GL und CapaCitys durch) durchfahren!!!!!

Da schlag ich mir nur schon wieder die Hände über den Kopf zusammen.... ;-)

#23 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von Raimund R. 24.12.2011 23:08

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Zitat von Jan S.
Sollte es in MG nicht sowieso irgendwann mal ein neues Liniennetz geben? Dann könnte man ja auf den stark nachgefragten Linien schon im vorraus mit solchen langen Bussen planen. Die 2 müsste dann auch nicht nach Güdderath, dass könnte man ja anders Abbilden.

Aber Grundsätzlich halten ich von solchen Bussen eh nicht viel. Sie haben kaum mehr plätze, und mir ist in Aachen aufgefallen, wenn die Leute vorne einsteigen sollen, geht kaum einer hinten. 25m ist ja auch schon was. Ich fände es da sinnvoller, die andren Linien, die RY und MG verbinden, besser in Szene zu setzen. Viele Leute (besonders die nicht so auf fahren) glauben, nur 1 und 2 würden von RY nach MG fahren. Das sie aber auch SB1, SB4, 019 und 097 nutzen können, wissen viele glaube ich gar nicht.

Außerdem würde man schon mind. 10 bis 15 Plätze dazugewinnen, wenn man die Sitze wieder so anordnen würde wie früher (also Busse vor ´93). In den Kurzen Bussen sind so 10 Plätze weggefallen, vergleicht man einen Bus von 92 mit einem von 05.




Die Sitzanordnung im Heck okay gebe ich dir Recht, aber die im vorderen Bereich ist zu Gunsten der Kinderwagen/Rollstuhlfahrer mal verbreitert worden und dadurch fielen die Sitze weg!!! Und die paar Sitze mehr, machen es auch nicht aus, zumal dadurch Stehplätze wegfallen! Also die Argumentation kann man mal getrost vergessen....

#24 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von Christian K. 25.12.2011 12:23

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So! Weihnachtsbraten durchgerutscht, Zeit für die wesentlichen Dinge... ;-) Euch allen ein frohes Fest!

Und der (noch) NVV wollen wir dann auch gleich mal ein besinnliches Fest wünschen. Vllt. kommt mal was konstruktives raus...

Zum Thema: Ich bin ja wirklich für jede Art der Verbesserung des hiesigen Busverkehrs, aber den Ruf nach Doppelgelenkbussen halte ich in dem Zusammenhang für nachrangig. Vorausgeschickt: Wie alle kennen die NVV. Die Wahrscheinlichkeit innovativer Fahrzeugkonzepte ist bei den derzeitigen Verantwortlichen ungefähr so hoch, wie Schnee an Weihnachten in der Sahara.

Warum sind denn insbesondere die Linien 001 und 002 oftmals rappelvoll? Meiner Meinung nach bestimmt nicht, weil das eingesetzte Fahrzeug zu wenig Platz bietet. Der Grund liegt doch eigentlich tiefer. Das jetzige Bedienkonzept ist insgesamt völlig überholt und kann den Anforderungen nicht gerecht werden. Ich geb mal ein paar Beispiele:

Fahrplangestaltung:

-Überlappender 20-Minuten Takt (bei unterschiedlichen Linienlängen) auf der Hauptachse in der HVZ passt zwar ins Taktschema des Unternehmens, nicht aber zur Nachfrage auf DER Hauptachse. Hier muss es eine Umstellung auf 7,5 Minuten in der HVZ geben. Der Doppelgelenker könnte zwar in der konkreten Fahrt mehr Fahrgäste aufnehmen, hat aber trotzdem das Problem, den Fahrgastwechsel an den Hst. nicht schnell genug hinzubekommen. Denn der Vordereinstieg würde auch bei ihm gelten und den Barverkauf wird man wohl auch beibehalten.

- Nebenverkehrsbedienung braucht ebenfalls keinen Doppelgelenker, sondern eine Angebotsumstellung durch Taktverdichtung. Zwar würden beim 30-Minuten Takt in der SVZ alle mitkommen, aber in der heutigen "mobilen" Zeit wollen die Leute Fahrbeziehungen haben. Gerade auf Kurzstrecken ist die Anzahl der Fahrten wichtiger als der Sitzplatz.

- Die heutige Auslastung der Linien 1 und 2 ist durch die mangelnde Fahrplanstabilität verursacht. Ich fahre jeden Tag mit den Linien. Der Plan wird seltenst eingehalten. Nicht weil der Bus zu voll ist, sondern Verspätung im Verkehr aufbaut. Probleme entstehen dadurch, dass der eh schon schlechte (s.o.) Takt nicht gehalten wird und sich Fahrgäste an den Hst. aufstauen.
Schaut Euch die "tolle" Ampelschaltung im Bereich Fr.-Ebert-Str. an. Teures Geld in die Begradigung des Linienweges über Hst. Hauptstr. gesteckt. Fahrzeitgewinn gleich null, da LSA-Beeinflußung nur auf dem Papier steht. Weiter ist die Schleife über Rheydt-HBF ein Problem, da trotz Busspur ein enormer Zeitverlust eintritt. Auch die Bedienung HBF/Bismarkplatz - Eicken ist völliger Anachronismus. Da braucht es bei intelligenter Gestaltung von 3, 15, 33 keine 1/2. Die Busse haben kaum Wendezeit an der Künkelstraße und starten daher ihre Fahrt schon mit Verspätung.

- Die Spitzenabdeckung (FH) funktioniert gar nicht. Es gibt genau einen E-Wagen, der auf die Studenten zugeschnitten ist. Der ist auch noch Solowagen, während neben ihm ein Gelenkwagen Depoteinfahrt hat. Hier könnte man - ohne Mehrleistungen - wesentlich effektiver handeln. Zudem ändern sich die Fahrgastströme. Der ein oder andere E-Wagen ist überholt und könnte zur Abfederung Spitzen 1/2 verkehren.

Beim Doppelgelenker sehe ich Probleme mit dem Fuhrparkmanagement:

- Wenn der Einstieg in den Doppelgelenker erfolgt, bekommt der Fuhrpark einen zusätzlichen Fahrzeugtypen, der Anpassungen bei Materialbewirtschaftung, Werkstattausstattung u.ä. nach sich zieht. Das macht den Betrieb insgesamt teurer.
- Der Doppelgelenker würde weitgehend "Inselfahrzeug" für die Linien 1 und 2. Eine solch eingeschränkte Verwendung mag kein Betriebsplaner. Was ist bei technischen Ausfällen und Revisionen? Sollen noch Reservefahrzeuge angeschafft werden, die die Kosten treiben aber keinen Nutzen haben wenn sie auf der Rheinstraße rumstehen? Denn wenn ich hingehe und eine Achse auf ein innovatives Fahrzeug umstelle, werde ich das auch vermarkten. Dann muss aber auch die Gewähr dafür bestehen, genügend Fz. zu haben.
- Wenn Doppelgelenker angeschafft werden, sinkt die Anzahl der Einfachgelenker. Die sind aber im Netz wirtschaftlicher und flexibler einzusetzen, stünden für Spitzen (bspw. Stadionverkehr) aber nicht mehr ausreichend zur Verfügung.

#25 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von Henrik M. 25.12.2011 23:23

Nur mal so als kleiner Erfahrungsbericht in Sachen XXL ;-):

http://www.nahverkehrhamburg.de/strassen...usse-still.html

Die heilsbringende Lösung sind diese Dinger auch nicht. Auch sie bleiben halt "nur" ein Bus.

#26 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von H. Konrad R. 26.12.2011 12:15

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- Da Hamburg die Beschaffung von GG bei einem anderen Hersteller ebensowenig ausschliesst, wie die von XL-einfach-Gelenkern, scheint's wohl am Fabrikat zu liegen? Das würde ja auch den AG 300-Beispielen aus Krefeld und Duisburg entsprechen, auf die die NVV gerne verweist.
- Die Gegebenheiten in Punkto Fahrgastwechsel etc. wurden von CK schon trefflich beschrieben.

--> So schön sich exotische Fahrzeuge für uns Sammler in der Wagenparkstatistik machen, ein Allheilmittel für den Betrieb sind sie nicht.

- Bei der Umstellung von Strab auf Bus in den 1960ern hatte MG sich (weitgehend) gegen Gelenkbusse entschieden und statt dessen in der HVZ den Takt zumindest auf den Hauptabschnitten gegenüber vorher verdoppelt. (Von 20 auf 10 Min.)
- Heute scheint schon die offensichtlich erforderliche Aufstockung des Fahrzeugbestandes finanziell an den politischen Zwängen zu scheitern.

#27 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von Marcel Hilgers 26.12.2011 19:42

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Thema geteilt: Diskussion Aufgabenträger/Nahverkehrsplan/Beauftragung der Durchführung von ÖPNV-Leistungen

#28 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von H. Konrad R. 31.08.2012 18:16

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Nach dem XL kommt der XXL:
http://www.autotram.info/

#29 RE: Wie wärs mit Doppelgelenkbussen ??? von Andreas Beeck 31.08.2012 23:01

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Und selbst so ein bissl innovativ für solche Elektro-Großbusse wird diese Stadt wohl nie werden... -.-

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