#1 Jugendliche werfen in Mulhouse Molotovcocktails auf Tram von Marcel Hilgers 08.01.2013 21:55

avatar

Zitat von http://www.hitradio-ohr.de/news/33317/Ju...s-auf-Tram.html
Jugendliche werfen in Mulhouse Molotovcocktails auf Tram

Drei 14- bis 16-Jährige wurden geschnappt. Eines der Wurfgeschosse setzte die Tram in Brand. Sie wurde stark beschädigt, verletzt aber niemand. Der Fahrer reagierte geistesgegenwärtig, ließ die Fahrgäste sofort aussteigen und löschte den Brand mit einem Feuerlöscher. Die Täter hatten außerdem die Schienen mit Baustellenabsperrungen blockiert.



Zitat von http://www.eurojournal.net/2013/01/07/di...lhouse-halt-an/
Die Gewalt in Mulhouse hält an

(KL) – Das Problemviertel „Les Coteaux“ in Mulhouse kommt nicht zur Ruhe. Seit Monaten kommt es hier praktisch täglich zu Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern dieses Viertels und der Polizei. Doch nicht nur die Polizei wird von den meisten Jugendlichen angegriffen, sondern alles, was in irgendeiner Form mit der Staatsmacht in Verbindung gebracht werden kann. So kündige neulich ein Sprecher eines Krankenwagendienstes an, dass „der Tag kommen wird, an dem wir hier nicht mehr eingreifen“. Jüngster Exzess – eine Tram wurde regelrecht angegriffen und wieder einmal steht man fassungslos vor dieser Eruption urbaner Gewalt.

Auf Höhe der Tram-Haltstelle „Nation“ errichteten Unbekannte eine Artv Barrikade, wohl um die Tram zu stoppen und bewarfen diese dann mit Steinen und Molotov-Cocktails. Einer dieser Brandsätze entzündete sich im Inneren eines Wagens und der Fahrer hielt seine Tram ein Stück weiter an, um diesen Brand zu löschen. Zum Glück befand sich kein Fahrgast in diesem Wagen.

Zum Jahreswechsel muss man feststellen, dass die urbane Gewalt im Elsass neue Höhepunkte erreicht – die Ghettos haben der Republik den Krieg erklärt. Jahrelang schaute man zu, wie in den tristen Vorstädten der französischen und elsässischen Städte regelrechte Ghettos und eine Art rechtsfreie Räume entstanden, die nun immer weiter explodieren. Die Jugendlichen aus diesen Vierteln wissen genau, dass sie in der heutigen französischen Gesellschaft, vor allem einer Gesellschaft mitten in einer wirtschaftlichen Krise, kaum Perspektiven haben. So entlädt sich der tägliche Frust, die Langeweile und jede Menge Testosteron in diesen Gewaltausbrüchen, auf die reagiert werden muss. Doch wie reagiert man in einem Viertel, das völlig außer Kontrolle geraten ist?

In Strassburg hatte man bereits die prächtige Idee, das Brennpunktviertel Neuhof komplett mit Verkehrsschwellern zuzubauen, damit Delinquenten weniger leicht in das Viertel und aus dem Viertel heraus fliehen können, wenn ihnen die Polizei auf den Fersen ist. Ebenso sollen für diese Viertel neue Posten für Schnellrichter und zusätzliche Polizisten geschaffen werden. Doch Frankreich muss sich darüber im Klaren sein, dass es nicht möglich ist, komplette Problemviertel einfach ins Gefängnis zu werfen.

Frankreich wird, ob es will oder nicht, weiterhin viel Geld in die Hand nehmen müssen und genau dort weitere Sozialprogramme aufstellen müssen, wo es wirklich weh tut. Dort, wo das örtliche Kommissariat, dessen Türen und Fenster meist schwer vergittert sind, bereits um 18 Uhr schließt, damit die wachhabenden Polizisten rechtzeitig aus dem Viertel heraus sind, wenn die Nacht hereinbricht. Doch um die Wurzeln des Problems wirklich anpacken zu können, müsste sich Frankreich eingestehen, dass es in den letzten Jahrzehnten in der Immigrationspolitik ungefähr alles falsch gemacht hat. Da der französische Staat allerdings nur höchst ungern Fehler einräumt, wird man sich drauf beschränken, weiterhin an den Symptomen dieses gesellschaftlichen Problems herum zu doktern, ohne dass sich wirklich etwas ändert. Oder glaubt jemand ernsthaft, dass ein Einmarsch von Polizei- oder sogar Armee-Truppen diese Viertel befrieden kann? Solche Maßnahmen würden in diesen Vierteln als „Kriegserklärung“ aufgefasst und gerne angenommen.

Bevor sich Frankreich mit einer echten Stadt-Guerilla auseinandersetzen muss, wäre es vielleicht sinnvoller, alle Daten schonungslos auf den Tisch zu legen und unter Einbeziehung der Vertreter dieser Viertel weiter gemeinsam nach Lösungen zu suchen. So schwer das auch fallen mag.



Das Ganze wurde auch gefilmt und auf Youtube veröffentlicht.

http://www.youtube.com/watch?v=ciK8XzzUftY

Bitte das Video melden (-> Report [Die Fahne auf der rechten Seite] -> "Hasserfüllte oder beleidigende Inhalte" -> "Verherrlicht Hass oder Gewalt"), damit das möglichst schnell verschwindet. Die Gewalt wird man dadurch zwar nicht verhindern können, aber die Verbreitung solcher Videos muss nicht wirklich sein.

#2 RE: Jugendliche werfen in Mulhouse Molotovcocktails auf Tram von Andreas E. 09.01.2013 18:55

avatar

Video wurde schon entfernt. Sowas muss man echt nicht im Internet sehen.

Xobor Xobor Community Software
Datenschutz