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#1 Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von 22.03.2013 11:06

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) entscheidet heute (22. März) ab 10.00 in seinen Ausschüssen und Gremien über die Vergabe des Elektronetzes Niederrhein. Darin enthalten sind die Linien RB 33 Nord (Wesel – Mönchengladbach) und RB 35 (Emmerich – Düsseldorf). Diese werden aktuell im Rahmen des großen Verkehrsvertrages von DB Regio betrieben. Bei der Vergabe wird erneut das Fahrzeugfinanzierungsmodell angeboten, bei dem der Bieter die Möglichkeit hat, die Fahrzeuge nach der Anschaffung und Zulassung an den VRR zu verkaufen und von diesem zu mieten. So soll die hohe Kreditwürdigkeit der öffentlichen Hand gleichermaßen allen Unternehmen zugute kommen. Darüber hinaus gibt es, und das ist neu, erstmals die Möglichkeit einer teilweisen Werkstattförderung, um auch hier die Restwertrisiken zu minimieren. Aus diesem Grund liegt die Bieterzahl deutlich höher als in den meisten SPNV-Vergabeverfahren ohne Finanzierungshilfe. Sobald die Entscheidung vorliegt, werden wir berichten.

Quelle: http://www.zughalt.de/2013/03/elektronet...cheidung-heute/

Mal sehen welche Billigfirma diesmal gewinnt oder die DB doch noch gewinnt....

#2 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marcel Hilgers 22.03.2013 11:22

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Zitat von Pascal S. im Beitrag #1
Mal sehen welche Billigfirma diesmal gewinnt oder die DB doch noch gewinnt....
Du weiß schon, dass wenn die DB gewinnt sie die billigste aller Firmen ist?

#3 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von 22.03.2013 11:32

Vom Preis her, ja.

#4 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marcel B. 22.03.2013 14:35

Aus einer quelle habe ich erfahren das abellio der billigste war.

#5 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marcel Hilgers 22.03.2013 14:59

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Zitat von http://www.vrr.de/de/vrr/presse/meldunge...0480/index.html
VRR vergibt Niederrhein-Netz an Abellio Rail NRW

Fahrzeugfinanzierungsmodell kommt erneut zum Einsatz!

Der Vergabeausschuss des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) beabsichtigt die Betriebsleistungen im Niederrhein-Netz ab Dezember 2016 von Abellio Rail NRW durchführen zu lassen. In seiner heutigen Sitzung wurde dies auf Basis des vorangegangenen europaweiten Wettbewerbsverfahrens beschlossen, wobei noch eine zehntägige Einspruchsfrist eingehalten werden muss. Erst nach Ablauf dieser Frist wird mit dem neuen Betreiber Abellio Rail NRW ein 12-jähriger Verkehrsvertrag abgeschlossen. Bestandteil des Netzes sind die Linien RB 33 und RB 35, für letztere ist die Anbindung an Arnheim über Emmerich vorgesehen. Im Wettbewerbsverfahren kam erneut das sogenannte Fahrzeugfinanzierungmodell des VRR zum Einsatz. Das Modell sieht vor, dass der künftige Betreiber die Fahrzeuge für den Betrieb der Linie beschafft und dann an den Zweckverband VRR weiterveräußert. Der VRR wird Eigentümer der Fahrzeuge, übernimmt die Finanzierung und verpachtet diese für die Laufzeit des Verkehrsvertrages an den künftigen Betreiber.


Im Rahmen des zwölf Jahre laufenden Verkehrsvertrages werden die Linien dann bis zum Jahr 2028 zwischen Düsseldorf und Arnheim (RB 35) sowie zwischen Mönchengladbach und Wesel (RB 33) verkehren. Mit der Anbindung von Düsseldorf und die grenzüberschreitenden Verlängerung nach Arnheim wird die Regionalbahn 35 für zahlreiche Fahrgäste im VRR wesentlich attraktiver – insbesondere für Pendler und alle, die in ihrer Freizeit die niederländische Grenzregion erkunden wollen. Die Betriebsaufnahme ist für den Abschnitt Düsseldorf – Emmerich für Dezember 2016 geplant. Die Verlängerung von Emmerich nach Arnheim wird evtl. erst im Jahre 2017 in Betrieb gehen.

Grenzüberschreitung Emmerich – Arnheim

Unter Federführung des VRR hatten die Stadsregio Arnhem-Nijmegen, die Provincie Gelderland und das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen bereits seit Ende 2010 geprüft, inwieweit eine grenzüberschreitende Verbindung zwischen Emmerich und Arnheim realisiert werden könnte. Im November 2012 stimmten die politischen Gremien der niederländischen Aufgabenträger dann verbindlich zu, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. Die somit ausdrücklich von allen Beteiligten gewünschte Realisierung der grenzüberschreitenden Verkehre wird nun umgesetzt. Aufgrund dieser Grenzüberschreitung müssen die Fahrzeuge die Voraussetzung für drei verschiedene Stromsysteme und die damit verbundenen Zugsicherungssystemen auf der Strecke zwischen Emmerich und Arnheim erfüllen.

Geplante Elektrifizierung Wesel-Bocholt

In dem Vergabeverfahren wird zusätzlich auch die Möglichkeit vorgesehen, die Strecke Wesel – Bocholt als Verlängerung der Linie RB 33 (Mönchengladbach – Wesel) oder als sogenannten „Flügelzug“ der Linie RB 35 (Düsseldorf – Emmerich – Arnheim) in das Niederrheinnetz zu integrieren. Voraussetzung dafür ist eine Elektrifizierung der Strecke Wesel – Bocholt. In einer vom VRR beauftragten Machbarkeitsstudie ist der bauliche, finanzielle und zeitliche Aufwand einer Elektrifizierung der Strecke von Wesel nach Bocholt - sowie die Herstellung der Barrierefreiheit der Bahnhöfe – untersucht worden. Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass die Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Vorhabens als vergleichsweise günstig einzustufen sind. So ist bei einer Ausbaugeschwindigkeit von 80 km/h mit Investitionskosten von ca. 12 Millionen Euro und bei einer Ausbaugeschwindigkeit von 100 km/h von ca. 15 Millionen Euro zu rechnen. Derzeit laufen beim VRR die Vorbereitungen zur Beauftragung der Vorplanung von 80 km/h, oder alternativ 100 km/h. Ziel der weiteren Planungsschritte ist eine Umsetzung der Elektrifizierung zur Inbetriebnahme des Niederrheinnetzes im Dezember 2016.

#6 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Andreas Beeck 22.03.2013 19:06

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Oh je, Silberfische in MG... xD

#7 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Tim L. 22.03.2013 19:22

Die sind wenigstens pünktlich

#8 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Moritz L. 22.03.2013 19:32

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Zitat von Tim L. im Beitrag #7
Die sind wenigstens pünktlich

Auch nicht immer. Man ist, was ich finde, aber wesentlich Kundenfreundlicher. Das sind immer nur kleine Dinge, welche aber einen guten Eindruck hinterlassen.

Ich frage mich wie das mit dem Bocholter funktionieren soll. Elektrifizierung... ja, nein, vielleicht. Hier würde ich mir mehr "Klarheit" von den Aufgabenträgern wünschen. Mich würde es mal Interessieren ob es theoretisch gesehen möglich ist einen Dieseltriebwagen an einen E-Triebwagen anzuhängen, z.B. die Kombi Stadler FLIRT + GTW. Damit könnte man sich den Stromdraht sparen und dennoch einen Flügelzug bilden.

#9 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Tim L. 22.03.2013 19:38

Abellio ist laut Test eines der pünktlichsten EVUs

#10 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Tim L. 22.03.2013 19:41

Zum Thema DIESEL+ E: Generell möglich aber unwirtschaftlich. Der Diesel kostet mehr und die Geschwindigkeit mit E ist max 40-50

#11 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marc Averbeck 22.03.2013 22:08

Noch mal was zum Thema pünktlichkeit ;-)
Es kommt auch auf die Streckengegebenheiten an, WIE pünktlich man fährt, dass hat nicht unbedingt was mit dem EVU zu tun....

#12 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Tim L. 22.03.2013 23:54

Das stimmt zum Teil. Bei vielen Unternehmen liegt es auch an den Fahrzeugen/ Fahrplänen.
Die werden ja von dem Unterneen gemacht und dann vom VRR angenommen

#13 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marc Averbeck 23.03.2013 12:45

Fahrzeiten werden nur in den meisten Fällen ans Fahrzeug angepasst...siehe RE9 von 111+Dosto auf 442 ;-)
So isses ja nich....das sind vielmehr Trassenkonfilikte.

#14 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marcel Hilgers 23.03.2013 13:29

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Zitat von Tim L. im Beitrag #10
Zum Thema DIESEL+ E: Generell möglich aber unwirtschaftlich. Der Diesel kostet mehr und die Geschwindigkeit mit E ist max 40-50
Höh? Warum ist das generell unwirtschaftlich? Es gibt so viele Strecken, wo Diesel und Fahrdraht läuft, weil es sinnvoller (und billiger) ist. Eine Mischtraktion darf nur 40 bios 50 km/h fahren? Oder wie meinst du das "Der Diesel kostet mehr und die Geschwindigkeit mit E ist max 40-50"?
Eine Mischtraktion Dieselelektrisch/Elektrisch ist kein Problem, wird beispielsweise mit bis zu 180 km/h mit den Gumminasen in Dänemark praktiziert:

(C) Steffen Mokosch, wikipedia.de
Vorne ein Dieseltriebwagen "IC3", dahinter zwei Elektrotriebwagen "IR4". Meines Wissens sind bei identischer Ausstattung auch die Stadler GTW und Flirt mischtraktionsfähig. Eine andere Option wäre bei der Flirt-3-Palette die Hybrid-Variante...

#15 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Moritz L. 23.03.2013 16:33

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Dann wäre doch diese Variante (VT + E) bei Flügelzügen nach Bocholt keine schlechte Idee. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen dass der Fahrdraht an dieser Stelle ein Bringer sein wird.

#16 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Tim L. 23.03.2013 18:14

Weil Flirt+Lint diese Probleme Mut Vmax haben

#17 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Kay Joecken 23.03.2013 18:55

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Zitat von Tim L. im Beitrag #16
Weil Flirt+Lint diese Probleme Mut Vmax haben


Was denn für Probleme? Wenn es um die Höchstgeschwindigkeit geht, dürfte auch keine BR111 an den alten Klapperdostos auf der RE4 oder der RE7 in NRW hängen, denn die darf auch 160, die Dostos aber nur 140... ;-)

#18 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marcel Hilgers 23.03.2013 18:56

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Warum willst du auch ein Fahrzeug von Stadler zusammen mit einem von Alstom fahren lassen?

#19 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Tim L. 23.03.2013 21:52

Ich hab's nur mal gesehen, das Ein Lint Einen Flirt geschleppt hat, und der Tf meinte, das laut EBA eine Vmax dafür existiert

#20 RE: Heute Vergabeentscheidung Niederrheinnetz! von Marcel Hilgers 23.03.2013 22:13

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Ja klar...weil die Fahrzeuge von verschiedenen Herstellern sind und nicht für eine Traktion (also das beide Triebwagen aktiv arbeiten) gedacht sind. Abschleppen ist ja etwas anderes, als ein Traktionsbetrieb...

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