#1 Blutiger Überfall in der S-Bahn / Betonplatten auf Gleise gelegt / Feuerlöscher entleert von Marcel Hilgers 13.09.2013 19:47

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Zitat von http://www.rundschau-online.de/koeln/ueb...6,24287134.html
Nie mehr S-Bahn fahren

Mit Fäusten und einem abgebrochenen Baseballschläger hat eine Gruppe junger Männer auf vier Fahrgäste eingedroschen. Die Polizei fahndet nach brutalen Schlägern aus der S 11 – Die Täter sollen per Handy nach Blumenberg geordert worden sein.


Gänzlich verarbeitet hat Silvia Görgens (55/Name geändert) den brutalen Überfall noch nicht. „Wenn ich abends die Augen schließe, sehe ich die Gesichter der Täter ab und zu noch vor mir“, sagt sie betroffen. Mit ihrem Mann sitzt sie in einem Büro der Kölner Bundespolizei. Bis vor kurzem wäre das Ehepaar zu diesem Termin noch mit der S-Bahn gekommen. „Aber jetzt werde ich keine S-Bahn mehr betreten“, erklärt sie entschlossen.

Peter und Silvia Görgens sind nicht etwa die Opfer des Überfalls, der sich am Sonntag, 25. August, in der S 11 abgespielt hat (wir berichteten). Sie sind Zeugen. Vor ihren Augen war an der Haltestelle Blumenberg eine Gruppe junger Männer in die Bahn gestürmt und hatte mit Fäusten und einem abgebrochenen Baseballschläger auf vier Fahrgäste (24 bis 27 Jahre) eingedroschen. Die Opfer erlitten zum Teil schwere Verletzungen und sind derzeit noch alle krankgeschrieben.

Die Bundespolizei arbeitet hartnäckig an der Aufklärung des Verbrechens. Bei der Staatsanwaltschaft soll eine sogenannte Funkzellenauswertung beantragt werden, um eine Liste der in Tatortnähe registrierten Handynummern zu erhalten. Plakate mit Zeugenaufrufen sollen in Zügen ausgehängt werden. „Für uns ist dies kein normaler Überfall. Die Täter sind äußerst brutal vorgegangen. Wir sind sicher, dass es noch mehr Zeugen gibt“, sagt Martina Dressler, Sprecherin der Bundespolizei.

Verstärkung gerufen

Am Tag des Überfalls hatten sich die Eheleute Görgens am Rheinufer das Musical „Let it be“ angesehen. Um 21.44 Uhr waren sie in die S 11 Richtung Düsseldorf gestiegen. Ebenfalls im Zug saßen vier Männer aus Goch, die von der Bierbörse kamen und nach Hause wollten. Laut Polizei sollen sie ohne erkennbaren Grund mit zwei anderen Fahrgästen aneinandergeraten sein. Um eine Eskalation zu vermeiden, habe die Vierer-Gruppe das Abteil gewechselt. Einer der beiden Kontrahenten soll jedoch zum Handy gegriffen und Verstärkung zur Station Blumenberg geordert haben.

Um 22.02 Uhr fuhr die S 11 in Blumenberg ein. „Mir sind fünf bis sieben Personen aufgefallen, die einstiegen und zielgerichtet auf eine Vierer-Sitzgruppe zuliefen“, berichtet der Zeuge. Dort befanden sich die Opfer. Einer der Täter habe zum Faustschlag ausgeholt, auch ein Baseballschläger sei eingesetzt worden. „Die Opfer haben stark geblutet, einer hatte eine gebrochene Nase, andere hatten von den Schlägen richtige Hörner am Kopf“, schildert er die Sekunden des Angriffs. Einer der Männer habe weinend auf dem Boden gehockt. Auch eine Scheibe ging zu Bruch. Zwischen 20 und 30 Jahren sollen die Täter alt sein, mehrere von ihnen sollen rote Pullis getragen haben.

Peter Görgens zog sofort die Notbremse und wählte den Notruf. Auf Kommando seien die Täter geflüchtet – zurück blieben verängstigte und schwer verletzte Opfer in einem Gemisch aus Blut und Glasscherben. „Im Moment des Überfalls war ich wie blockiert. Man denkt nur an Flucht. Hinterher habe ich mich über mich geärgert“, sagt Silvia Görgens. Als sie vorigen Sonntag in der ARD den „Tatort“ sah, in dem es auch um einen Überfall auf einem Bahnhof ging, sei dies für sie ein Déjà-vu gewesen. „Es war lebensbedrohlich. Wir hatten die heilige Furcht“, sagt Peter Görgens. Er sei noch immer fassungslos, aus welchen Nichtigkeiten sich brutalste Gewalt entwickle.

Die Polizei vermutet, dass die Täter aus Blumenberg oder Chorweiler kommen, weil sie kurz nach dem Anruf an der Haltestelle standen. Bislang seien die Hinweise recht vage. Eine Videoüberwachung gibt es am Bahnhof in Blumenberg nicht. Die Bundespolizei bittet um Hinweise unter der kostenfreien Nummer 0800/6 888 000.




Zitat von http://www.rundschau-online.de/koeln/-tu...6,24225810.html
Über 20 Betonplatten auf Gleise gelegt

Gesucht werden in Köln Unbekannte, die seit Tagen im Tunnel zwischen Chorweiler-Mitte und Chorweiler-Nord Gegenstände auf die Gleise legten. Darunter Betonplatten, Fahrräder und brennende Holzkonstruktionen.


Ein Ermittler nennt die Täter „Tunnel-Gangster“. Doch mit den Bankräubern aus Berlin, die zahlreiche Schließfächer knackten und einen Tunnel in eine Bank bohrten, haben die Täter nichts zu tun. Gesucht werden in Köln Unbekannte, die seit Tagen im Tunnel zwischen Chorweiler-Mitte und Chorweiler-Nord Gegenstände auf die Gleise legten. Darunter Betonplatten, Fahrräder und brennende Holzkonstruktionen. Mehrere S-Bahnen der Linie 11 überfuhren die Gegenstände und wurden beschädigt. Es kam in jedem Fall zu einer Tunnelsperrung, einem Einsatz von Polizei und Feuerwehr und Verspätungen im Bahnverkehr.

Die gefährliche Serie begann am 25. August. An diesem Tag um 18.45 Uhr überfuhr die S-Bahn der Linie 11 eine Betonplatte eines Kabelschachtes im Tunnel, die zuvor auf die Gleise gelegt worden war. Ein 18-Jähriger wurde am Tatort von der Bundespolizei zunächst festgehalten, doch der junge Mann bestreitet die Tat. Auch drei Bekannte, die in Begleitung des 18-Jährigen waren, wollen mit der Attacke nichts zu tun haben.

Brennendes Holzgerüst im Gleisbett

Am Donnerstag, 29. August, dann die nächste Barriere im Tunnel. Beamte der Bundespolizei fanden um 22.10 Uhr ein brennendes Holzgerüst im Gleisbett, unterhalb des Bahnsteigs 1 von Chorweiler-Nord. Am 2. September überrollte dann eine S-Bahn der Linie 11 mehrere Betonplatten, die zu einem Turm aufeinander gestapelt waren.

Am 3. September lag dann ein Fahrrad auf den Schienen und wenige Meter daneben etwa 20 Betonplatten, die die Täter offenbar von einem Bürgersteig in den Tunnel geschleppt hatten.

Doch damit nicht genug: Am Mittwochabend legten die Täter etwa 30 bis 40 Abdeckplatten von Kabelschächten auf die Gleise im Tunnel. Eine S-Bahn überfuhr die Hindernisse und muss nun repariert werden.

Keine heiße Spur

Bisher hat die Bundespolizei keine heiße Spur von dem oder den Tätern, auch der Einsatz von Hubschraubern brachte noch keinen Erfolg. Die Behörde will weiter intensiv nach den Unbekannten suchen. „Es ist im Moment einer unserer wichtigsten Fälle“, betonte die Sprecherin der Bundespolizei, Nadine Peter. Es werde wegen gefährlichen Eingriffs in den Schienenverkehr und Sachbeschädigung ermittelt. „Dies ist kein Dummer-Jungen-Streich. Es ist eine Straftat“, so Peter weiter. Außerdem würden sich die Täter im stark befahrenen Tunnel in Lebensgefahr bringen. Bisher sei zum Glück noch keine Bahn entgleist.

Wie zu erfahren war, gilt der am 25. August vorläufig festgenommene 18-Jährige weiter als Tatverdächtiger. Der junge Mann soll nochmals von den Beamten zu den Vorwürfen befragt werden.

Hinweise an die Bundespolizei unter der kostenfreien Nummer 0800-6888000.



Und schon etwas her:

Zitat von http://www.presseportal.de/polizeipresse...zei-aufgefunden
BPOLD STA: Vandalen in Köln Nippes; 22 Feuerlöscher durch Bundespolizei aufgefunden

Köln (ots) - Zum wiederholten Mal in dieser Woche haben sich am Donnerstagnachmittag unbekannte Täter Zutritt in eine abgestellte S Bahn verschafft. Die Täter haben Feuerlöscher aus der Bahn genommen und im Innerraum verteilt, so dass der Zug ausgesetzt werden musste. Die Nahbereichsfahndung der Bundespolizei verlief negativ.
Ein Bürger aus Köln Nippes alarmierte die Leitstelle der Bundespolizei über einen vermutlichen Einbruch in einer abgestellten S Bahn. Nach Eintreffen fand die Bundespolizei eine geöffnete Bahn vor, in deren Innenraum eine größere Menge Feuerlöschschaum festzustellen war. Hinzu kam, dass die Scheibe zum Führerstand eingeschlagen und der Schaum auch im dortigen Bereich komplett verteilt wurde. Bei der Nahbereichsabsuche fanden die Polizisten im Gebüsch 22 gebrauchte Feuerlöscher, die vermutlich den vorherigen Straftaten zu zuordnen sind. Die Täter blieben flüchtig. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung ein. Die Schadenshöhe ist derzeit noch unbekannt. Hinweis an die Medien: Mit der Pressemitteilung wurden Fotos in die digitale Pressemappe der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin eingestellt. Die Bilder sind zur Veröffentlichung freigegeben.




Meiner Meinung nach kann man den Schwenk über Chorweiler in Zukunft gerne sein lassen und zwischen Köln-Longerich und Dormagen Bayerwerk auf direktem Weg ohne Halt fahren. Durch diese Vandalismusschäden kam es in jüngerer Vergangenheit immer wieder zu Kurzzügen bei der S-Bahn...

#2 RE: Blutiger Überfall in der S-Bahn / Betonplatten auf Gleise gelegt / Feuerlöscher entleert von Andreas Beeck 13.09.2013 20:09

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Interessant zu wissen wäre mal, ob die KVB in Chorweiler genau so viele Probleme im Tunnel hat...

#3 RE: Blutiger Überfall in der S-Bahn / Betonplatten auf Gleise gelegt / Feuerlöscher entleert von Felix S. 13.09.2013 21:45

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Was im Kopf von solchen Leuten vorgehen muss, kann man einfach nicht nachvollziehen. Immer wieder heißt es im Bezirk Chorweiler Tatort: S-Bahn.

#4 RE: Blutiger Überfall in der S-Bahn / Betonplatten auf Gleise gelegt / Feuerlöscher entleert von Marcel Hilgers 17.10.2013 18:37

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Zitat von http://www.ksta.de/chorweiler/-s-bahn-ch...6,24654504.html
S-BAHN CHORWEILER
Betonplatten-Täter gefasst

Die Täter, die in Chorweiler mehrfach Betonplatten und brennende Holzkonstruktionen auf die Gleise im Tunnel gelegt hatten, sind gefasst. Es handelt sich um vier Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahre. Mehrere S-Bahnen hatten die Platten überrollt.


Die intensiven Kontrollen der S-Bahn-Gleise im Tunnel zwischen Chorweiler-Mitte und Chorweiler-Nord haben Erfolg gezeigt: Die Bundespolizei konnte vier Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren ermitteln, die im August und September mehrfach Betonplatten und andere Gegenstände auf die Gleise gelegt hatten. Verstärkte Fahndungsmaßnahmen sowie Zeugenhinweise hatten die Ermittler auf die richtige Spur gebracht.

Die zunächst unbekannten Täter hatten teilweise bis zu 40 Abdeckplatten von Kabelschächten auf den Gleisen gestapelt. An anderen Tagen deponierten sie ein Fahrrad auf den Gleisen oder türmten eine Holzkonstruktion auf, die sie anschließend in Brand steckten. Die Bundespolizei überwachte die Strecke daraufhin verstärkt. Zudem wurden Hubschrauber eingesetzt.

Letztendlich führte der Zeugenaufruf zur Spur der Täter. Die Ermittlungen ergaben, dass es sich um drei Jugendliche im Alter von 14 Jahren sowie einem Jugendlichen im Alter von 15 Jahren handelte. Drei der Tatverdächtigen sind bereits als Intensivtäter bekannt. Bei der Vernehmung der jungen Männer stellte sich herausgestellt, dass sie im Tunnelbereich von Chorweiler Marihuana geraucht hatten. Dabei entstand die Idee, Betonplatten, die als Gehweg im Tunnel dienen, vor durchfahrende S-Bahnen zu stapeln.

Die Tatverdächtigen hätten nicht nur ihr Leben riskiert, sondern auch die Fahrgäste der S-Bahn in erhebliche Gefahr gebracht, hieß es seitens der Bundespolizei. Die Jugendlichen müssen sich nun wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr verantworten. Nach derzeitigen Ermittlungen beläuft sich die Sachschadenshöhe auf ca. 9.000 Euro. (jac)

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