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#1 Unwetterwarnung: Sturm- / Orkantief! von René W. 02.01.2018 21:00

Hallo,
am Mittwoch (03.01.2018) besteht deutschlandweit die Gefahr einer schweren Sturmlage mit Orkanböen!

Wenn ihr könnt, dann bleibt am besten zu Hause.


Beeinträchtigungen im Bahnverkehr aufgrund des angekündigten Sturmtiefs "Burglind" möglich.

Stand: Dienstag (02.01.2018) 16:00 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst (dwd.de) warnt ab Mittwochfrüh (03.01.2018) zunächst im Westen, Südwesten, in der Mitte, im Süden, ab nachmittags auch im Norden und Osten von Deutschland vor einem Sturmtief.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr sind nicht ausgeschlossen.

Bitte informieren Sie sich nochmals vor Reiseantritt über Ihre Verbindung auf www.bahn.de, im DB Navigator oder bei der telefonischen Reiseauskunft 0180/6996633 (20 ct/Anruf, Mobilfunk max. 60 ct/Anruf).

Für die vom Sturm voraussichtlich betroffenen Strecken behalten alle Fahrkarten, welche für Mittwoch (03.01.2018) gültig sind für den Fernverkehr ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden (gilt auch für zuggebundene Fahrkarten).

Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden (für auf bahn.de gekaufte Reservierungen auch online möglich).

Betroffene Reisende, die ihre bereits gebuchte Reise nicht antreten möchten, können ihre Fahrkarten kostenlos zurückgeben.

Quelle: www.bahn.de


Viele Grüße

von René

#2 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von René W. 17.01.2018 22:30

Hallo,
am Donnerstag (18.01.2018) besteht vor allem in der Mitte Deutschlands die Gefahr einer schweren Sturmlage mit Orkanböen!

Wenn ihr könnt, dann bleibt am besten zu Hause.


Beeinträchtigungen im Bahnverkehr aufgrund des angekündigten Sturmtiefs "Friederike" möglich

Stand: Mittwoch, 17. Januar 2018 17:30 Uhr

Der Deutsche Wetterdienst (dwd.de) warnt für Donnerstag, 18.01.2018 für den Nordwesten, den Osten, die Mitte und den Südwesten von Deutschland vor einem Sturmtief.

Auswirkungen auf den Bahnverkehr sind nicht ausgeschlossen.

Bitte informieren Sie sich nochmals vor Reiseantritt über Ihre Verbindung auf www.bahn.de, im DB Navigator oder bei der telefonischen Reiseauskunft 0180/6996633 (20 ct/Anruf, Mobilfunk max. 60 ct/Anruf).

Für die vom Sturm voraussichtlich betroffenen Strecken behalten alle für Donnerstag, den 18.01.2018 geltenden Fahrkarten für den Fernverkehr ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden (gilt auch für zuggebundene Fahrkarten).

Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden (für auf bahn.de gekaufte Reservierungen auch online möglich). Betroffene Reisende, die ihre bereits gebuchte Reise nicht antreten möchten, können ihre Fahrkarten kostenlos zurückgeben.

Hier finden Sie das entsprechende Erstattungsformular für online gebuchte Fahrkarten :

https://www.bahn.de/p/view/service/buchung/erstattung.shtml

Wir werden Sie laufend informieren.

DB Fernverkehr AG

Reisendensteuerung und-information

Letzte Aktualisierung: 17.01.2018 17:53 Uhr - DB Fernverkehr AG

Quelle: www.bahn.de


Viele Grüße

von René

#3 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Kay Joecken 17.01.2018 23:27

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Das ist bereits der 3.Sturm in diesem Winter und es wird langsam peinlich wie die Bahn sich darauf "vorbereitet". ^^

#4 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Dennis Kunert 18.01.2018 00:41

Bahn und vorbereiten sind zwei Wörter die nicht in einem Satz verwendet werden können.

#5 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Dominik Wendt 18.01.2018 11:02

Der Bahnverkehr in NRW wird/wurde eingestellt.

(Was hier teilweise für Böen runtergemischt werden, ist teilweise schon beängstigend.)

#6 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Marius D. 18.01.2018 14:48

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Die ersten Verkehrsbetriebe stellen schon den Betrieb ein. Rheinbahn und SWK falle mir da spontan ein. BVR natürlich nicht, die erkennen ihren Bedienungsauftrag sehr vorbildlich an und erstaunlicherweise hat die SWN nicht sofort als erstes die Flinte ins Korn geworfen und die Lunte nach Urlaub gerochen.

#7 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Dominik Wendt 18.01.2018 14:55

Die DVG ist auch durchgefahren, wenn es ging - teils mit "Gleiswechselbetrieb" mit eingleisigen Streckenführungen.

#8 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Kay Joecken 18.01.2018 15:24

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Zitat
IN NRW IST DER ZUGVERKEHR FÜR HEUTE, 18. JANUAR EINGESTELLT
In Nordrhein-Westfalen ist aufgrund des Orkantiefs Friederike der komplette Zugverkehr eingestellt und wird heute nicht wieder aufgenommen.

Eine Prognose für morgen Freitag, 19. Januar, ist wegen der umfangreichen Schäden noch nicht möglich, der fahrplanmäßige Betrieb kann aber sicher noch nicht wieder gewährleistet werden.



Quelle: https://www.bahn.de/p/view/service/aktue...westfalen.shtml

#9 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Marius D. 18.01.2018 15:47

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Jetzt auch der Fernverkehr bundesweit.

#10 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Simon N. 18.01.2018 16:45

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Supi. Sicher, seine Gründe hat es schon, aber bin nur ich es, der den Eindruck hat, dass der Sturm bei weiten unter jeden Erwartungen war?
Klar, da gabs mal ordentlich Wind, aber bei mir in Neuwerk hab ich das nur ca. 9:00 Uhr/9:30 Uhr bis etwa 11:30 oder 12:00 Uhr bemerkt. Danach
war es größtenteils ruhig. Vollkommen unverständlich, dass man den Betrieb
1. Bundesweit lahm legt
und, was noch viel schlimmer ist 2. Auch noch den ganzen Tag.

#11 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Dominik Wendt 18.01.2018 16:51

Dann scheinst du bloß Glück gehabt zu haben. Andere Regionen hat es deutlich härter getroffen...

#12 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Simon Dö. 18.01.2018 17:04

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Stimmt beides, ich hätte auch mehr erwartet, allerdings haben wir hier am Niederrhein selten wirklich heftige Wetterphänomene, wenn wir mal von Ela an Pfingsten damals absehen. Daher hatte ich schon damit gerechnet, dass es hier etwas abgeschwächt sein würde. Dennoch war die Gefahr nicht zu unterschätzen, es sind schließlich einige Bäume umgekippt und der neue IKEA Kaarst hat offensichtlich etwas gelitten. Haben die ja sehr stabil gebaut :D

#13 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Marius D. 18.01.2018 17:12

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Zitat von Simon N. im Beitrag #10
Supi. Sicher, seine Gründe hat es schon, aber bin nur ich es, der den Eindruck hat, dass der Sturm bei weiten unter jeden Erwartungen war?
Klar, da gabs mal ordentlich Wind, aber bei mir in Neuwerk hab ich das nur ca. 9:00 Uhr/9:30 Uhr bis etwa 11:30 oder 12:00 Uhr bemerkt. Danach
war es größtenteils ruhig. Vollkommen unverständlich, dass man den Betrieb
1. Bundesweit lahm legt
und, was noch viel schlimmer ist 2. Auch noch den ganzen Tag.


Frei nach dem Motto: Um meine Nase herum ist es ruhig, dann ist das auch überall so. Was zur Zeit an Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten unterwegs ist, spricht eine andere Sprache.

#14 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Simon N. 18.01.2018 18:36

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Na ja. Auch in der Innenstadt war es zwar recht kurz heftig, aber danach ging es wieder. Außerdem ist seit einigen Stunden (2-3) wieder normale Ruhe eingekehrt,
was für mich heißt, dass es wieder normal ist.

#15 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Simon Dö. 18.01.2018 19:06

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Ja hier in der Gegend. Anderswo war die Wetterlage aber doch etwas verschärft.

#16 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von H. Norfried V. 18.01.2018 21:05

Angeblich war der Sturm stärker als Kyrill 2007. Daher würde ich mich zurückhalten mit Kritik an der Bahn. Immerhin fuhr und fährt der Nahverkehr in den weniger betroffenen Gebieten in Nord- und Süddeutschland weiterhin. Die Bilder im TV sprechen eigentlich auch für sich.

#17 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von René W. 18.01.2018 23:00

Orkan "Friederike"

- Weiterhin Einschränkungen im Bahnverkehr

- Sukzessive Wiederaufnahme des Betriebs

Stand: Donnerstag, 18. Januar 2018 20:30 Uhr

Aufgrund der massiven Auswirkungen des Orkans Friederike ist der nationale Fernverkehr am Donnerstag, 18. Januar, eingestellt.

In Nordrhein-Westfalen, Teilen Niedersachsens und Nordhessens sowie in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ist auch der Nahverkehr der DB Regio aktuell auf vielen Strecken eingestellt.

In den anderen Regionen verkehrt der Nahverkehr - unter Einschränkungen - weiterhin.

Fahrscheine des Fernverkehrs sind in allen Zügen der DB Regio gültig.

Zur Reisendenbetreuung stellen wir an folgenden Bahnhöfen Aufenthaltszüge zur Verfügung:

Basel Badischer Bahnhof, Berlin Hbf, Berlin Ostbahnhof, Berlin Gesundbrunnen, Berlin Südkreuz, Bielefeld Hbf, Bonn Hbf, Braunschweig Hbf, Bremen Hbf, Dortmund Hbf, Dresden Hbf, Düsseldorf Hbf, Emden, Erfurt, Frankfurt Hbf, Fulda, Göttingen, Hamburg-Altona, Hamburg Hbf, Hamm (Westf), Hannover Hbf, Karlsruhe Hbf, Kassel-Wilhelmshöhe, Köln Hbf, Leipzig Hbf, Löhne, Magdeburg Hbf, München Hbf, Münster (Westf), Nienburg, Nürnberg Hbf, Osnabrück, Stuttgart Hbf, Wolfsburg Hbf, Würzburg Hbf.

Es ist für den Fernverkehr am Freitag, den 19. Januar ein eingeschränkter Betriebsanlauf zu erwarten, da insbesondere in NRW und in Niedersachsen noch wichtige Strecken gesperrt sind.

Im Süden Deutschlands verkehren bereits ab dem Morgen die Züge weitgehend normal, das betrifft insbesondere die Strecken:

- Erfurt - Nürnberg - München
- Frankfurt (Main) - Stuttgart - Ulm - München
- Frankfurt (Main) - Würzburg - Nürnberg - München / Passau / Wien
- Frankfurt (Main) - Mannheim - Karlsruhe - Basel - Mailand
- Frankfurt (Main) - Saarbrücken - Paris
- Frankfurt (Main) - Strasbourg - Paris / Marseille
- Karlsruhe - Stuttgart - Nürnberg
- Stuttgart - Zürich
- Berlin - Warschau
- Dresden - Prag

- Strecken südlich von München in Richtung Österreich / Schweiz / Italien

Im Norden Deutschlands starten die Züge sobald weitere Strecken von Schäden befreit und freigegeben wurden.

Wir erwarten, dass bereits im Laufe des Vormittags alle Metropolen Deutschlands - mit Einschränkungen - wieder mit dem Fernverkehr erreichbar sein werden.

Für das Wochenende erwarten wir einen weitgehend normalen Verkehr.

Im Nahverkehr nehmen wir sukzessive den Betrieb wieder auf. So ist in den vom Orkan betroffenen Gebieten Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Nordhessen sowie Sachsen mit einem weitgehend normalen Betriebsanlauf ab dem frühen Morgen des Freitags zu rechnen. Einzelne Einschränkungen sind allerdings zu erwarten.

In Nordrhein-Westfalen wird es auch am Freitag zu starken Beeinträchtigungen und Zugausfällen am Morgen kommen. Wir erwarten im Tagesverlauf laufende Verbesserung der Betriebssituation.

Bitte informieren Sie sich vor künftigem Reiseantritt über Ihre Verbindung auf www.bahn.de, im DB Navigator oder bei der telefonischen Sonderhotline.

Diese ist unter 08000 996633 kostenlos für Sie erreichbar.

Für Donnerstag, den 18.1.2018 und Freitag, den 19.1.2018 geltende Fernverkehrsfahrkarten behalten ihre Gültigkeit und können entweder kostenfrei storniert oder bis eine Woche nach Störungsende flexibel genutzt werden (gilt auch für zuggebundene Fahrkarten).

Sitzplatzreservierungen können umgetauscht werden (für auf bahn.de gekaufte Reservierungen auch online möglich). Betroffene Reisende, die ihre bereits gebuchte Reise nicht antreten möchten, können ihre Fahrkarten kostenlos zurückgeben. Wir werden Sie laufend informieren.

Hier finden Sie das entsprechende Erstattungsformular für online gebuchte Fahrkarten: https://www.bahn.de/p/view/service/buchung/erstattung.shtml

Wir werden Sie laufend informieren.

DB Fernverkehr AG

Reisendensteuerung und-information

Letzte Aktualisierung: 18.01.2018 20:52 Uhr - DB Fernverkehr AG

#18 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Moritz L. 18.01.2018 23:01

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Zitat von H. Norfried V. im Beitrag #16
Daher würde ich mich zurückhalten mit Kritik an der Bahn.

Dass die Bahn nicht fährt ist ja fast schon geschenkt. Bei mir fährt sie seit Oktober ja schon nicht mehr, obwohl sie könnte... aber das ist ein anderes Thema.

Der Umgang mit den Kunden ist einfach mal wieder unter aller sau: Der Kunde zahlt für sein Aboticket im Voraus und bekommt... nichts. Er erhält, trotz Zahlung, keine Leistung. Er erhält auch keine Taxen oder andere Fortbewegungsmittel erstattet: er hat gezahlt und dann schauen wir mal, ob wir die Leistung erbringen können.

Die Bahn muss sich, wie bei vielen anderen Themen, auch hier klar werden: Auf Dauer macht man sich keine Freunde mit solchen Methoden. Ich habe gelernt... Leistung gegen Entgelt. Wenn ich der Bahn im Voraus jeden Monat mein Geld in den Arsch puste, darf ich daher entweder fordern dass sich die Bahn um adäquaten Ersatz bemüht oder, wenn sie es nicht kann, die entsprechenden Mengen an zu viel gezahlten Zahlungen zurückerstattet. Du hast in der freien Wirtschaft als Geschädigter so viele Möglichkeiten einen Schaden erstattet zu bekommen, dass die Bahn dies als Dienstleistungsunternehmen auch tun müsste. Immerhin verdienen die mit ihrer "Leistung" auch Geld. Rückforderungen durch nicht erbrachte Leistungen sind daher unternehmerisches Risiko, welches durch solche einfachen Begründungen einfach ausgehebelt wird. Daher: die Begründung "höhere Gewalt" darf nicht als "Schaut mal selber zu wie ihr hier wegkommt"-Argument gelten.

Auch aus solchen Gründen steige ich demnächst aufs Auto um: Ich zahle für Sprit und kann das Auto betreiben. Ich zahle für Werkstatt und bekomme fahrendes Auto. Ich zahle Steuern und Versicherung und darf damit überhaupt erst fahren. Der Vergleich zur Bahn: du zahlst und weißt nicht, ob du überhaupt befördert wirst. Das System Bahn hat in der Form ausgedient: die Anforderungen der Arbeitswelt werden härter und nicht jeder Arbeitgeber macht diese Spielchen mit: der will dass du morgens auf der Matte stehst und darf das zurecht einfordern. Das System kann dem nur durch einen Weg entgegensteuern: bessere Infrastruktur und deutlich höhere Entschädigungsregelungen als Grundlage für das Bahn fahren.

#19 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von Marius D. 19.01.2018 10:21

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Zitat von Moritz L. im Beitrag #18

Auch aus solchen Gründen steige ich demnächst aufs Auto um: Ich zahle für Sprit und kann das Auto betreiben. Ich zahle für Werkstatt und bekomme fahrendes Auto. Ich zahle Steuern und Versicherung und darf damit überhaupt erst fahren. Der Vergleich zur Bahn: du zahlst und weißt nicht, ob du überhaupt befördert wirst.


Glaube mir, du wirst es nicht bereuen. Ich dachte immer, ich komme ohne Auto klar. Dann habe ich mir doch eins zugelegt und der Zugewinn an Lebensqualität wiegt die gesteigerten Kosten mehr als auf.

#20 RE: Schwere Sturmlage mit Orkanböen! von H. Norfried V. 19.01.2018 14:21

Zitat von Moritz L. im Beitrag #18
Der Umgang mit den Kunden ist einfach mal wieder unter aller sau: Der Kunde zahlt für sein Aboticket im Voraus und bekommt... nichts. Er erhält, trotz Zahlung, keine Leistung. Er erhält auch keine Taxen oder andere Fortbewegungsmittel erstattet: er hat gezahlt und dann schauen wir mal, ob wir die Leistung erbringen können.

Von welchem Abo reden wir denn? BC100? Ansonsten ist das ja eher ein Thema für den Verkehrsverbund. Meine Erfahrung mit der Bahn in so einem Fall vor etwas über 10 Jahren (Strecke Aachen-Mönchengladbach gesperrt wegen Sturmschäden) war übrigens anders: Ich wurde mit drei weiteren Fahrgästen am Aachener Hauptbahnhof in ein Taxi gesetzt und dieses hat mich bis Mönchengladbach gefahren und unterwegs die drei anderen in Geilenkirchen und Erkelenz abgesetzt, ohne dass ich oder die anderen dafür bezahlen mussten. Dass die Bahn kein Taxi zahlt, ist übrigens falsch, siehe https://www.bahn.de/p/view/service/ausku...egelungen.shtml
Das gilt auch bei höherer Gewalt.

Zitat von Moritz L. im Beitrag #18
Wenn ich der Bahn im Voraus jeden Monat mein Geld in den Arsch puste, darf ich daher entweder fordern dass sich die Bahn um adäquaten Ersatz bemüht oder, wenn sie es nicht kann, die entsprechenden Mengen an zu viel gezahlten Zahlungen zurückerstattet.

Deine Ansprüche sind gesetzlich definiert. Die Bahn kann nur für dich vorteilhaftere Regelungen festlegen.

Zitat von Moritz L. im Beitrag #18
Du hast in der freien Wirtschaft als Geschädigter so viele Möglichkeiten einen Schaden erstattet zu bekommen, dass die Bahn dies als Dienstleistungsunternehmen auch tun müsste.

Die Bahn ist inzwischen Teil der freien Wirtschaft. Für Schadenersatz musst du übrigens in den wirklich wichtigen Fällen immer mindestens einen Anwalt einschalten, ggf. sogar vor Gericht ziehen. Da du unten vom Auto schreibst: Siehe betrogene Volkswagen-Kunden. Obwohl das Unternehmen im Gegensatz zur sturmgeplagten Bahn böswillig getäuscht hat, sind die Kunden die dummen. Von daher ist deine Eloge auf die freie Wirtschaft nicht so recht nachvollziehbar.

Zitat von Moritz L. im Beitrag #18
Immerhin verdienen die mit ihrer "Leistung" auch Geld. Rückforderungen durch nicht erbrachte Leistungen sind daher unternehmerisches Risiko, welches durch solche einfachen Begründungen einfach ausgehebelt wird. Daher: die Begründung "höhere Gewalt" darf nicht als "Schaut mal selber zu wie ihr hier wegkommt"-Argument gelten.

Selbst im Flugverkehr (freie Wirtschaft!) können sich die Fluggesellschaften darauf berufen und lassen dich dann eben eine Nacht im Hotel verbringen. Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, ans Ziel zu kommen, dann ist das eben so. Übrigens ist es bei der Bahn deutlich einfacher, die einem zustehende Entschädigung zu erhalten, kann ich aus eigener Erfahrung berichten. Das geht bei den Fliegern schon los mit Codesharing. Ich kaufe das Ticket bei Linie A, aber einer von zwei Flügen wird von Linie B durchgeführt mit einem eigenen Code und einem Code von Linie A. Linie B lässt den Anschlussflug ausfallen, der von Linie A findet aber statt. Da am Startflughafen im Ausland das Schalterpersonal der Fluglinien-Allianz sich nur für Lufthansa und nicht für die Partnerlinie A der Allianz zuständig fühlt, telefoniere ich damals mit Roaminggebühren eine deutsche Hotline von meinem Vertragspartner Linie A an. Die sagt, sie sei nicht zuständig und verweist mich auf Linie B, weil deren Flug ausfällt. Also erneut Roaminggebühren für Telefonat mit Linie B. Alternativ wird mir dort ein Flug vom Zwischenstopp-Flughafen aus angeboten, mit dem ich 6 Stunden später am Ziel bin und ewig lange am Zwischenstopp Zeit totschlagen muss. Ich entscheide mich für einen ganz anderen Flug vom Startflughafen nach Deutschland und von dort Weiterfahrt mit der Bahn zum Zielort, so dass ich nur etwas mehr als 3 Std verspätet bin. Diesen bezahle ich allerdings selbst, ebenso das Bahnticket. Wieder zuhause nehme ich mit Linie A Kontakt auf und verlange die Erstattung des Ticketpreises, meiner Telefonkosten und eine Entschädigung entsprechend Flugstrecke und Verspätung i.H.v. 400 Euro.
Linie A verweigert die Erstattung der Telefonkosten ebenso wie die Entschädigung und zahlt mir lediglich die Ticketkosten. Nun kann ich mich als Fluggast an eine Schlichtungsstelle wenden, wenn innerhalb von ein paar Monaten(!) keine Einigung erzielt wurde. Diese braucht dann wieder ewig für einen Schlichtungsvorschlag, der aber von der Fluggesellschaft auch abgelehnt werden kann. Die Schlichtungsstelle sagt in dem Fall: Du hast zwar einen Beförderungsvertrag mit Linie A abgeschlossen, aber das ist total egal, du musst dich für Entschädigung und Kostenerstattung an Linie B wenden (mit Aktenzeichen eines Gerichtsurteils dazu). Dann wende ich mich ein Jahr nach dem Flug an Linie B und die sagen mir, wir geben dir nur teilweise die Telefonkosten, weil du abends nochmal von Deutschland aus mit unserer Hotline telefoniert hast und wir sehen nicht ein, dass das nötig war (mir wurde eine Bestätigungs-E-Mail angekündigt, die nicht angekommen war, daher der Anruf). Außerdem geben wir dir nur 150 Euro. Ich war es dann leid und hatte echt keinen Bock mehr auf eine erneute Schlichtung.
Also: Als Bahnkunde ist man da echt vergleichsweise verwöhnt.

Zitat von Moritz L. im Beitrag #18
Auch aus solchen Gründen steige ich demnächst aufs Auto um: Ich zahle für Sprit und kann das Auto betreiben.

So einfach ist das auch nicht. Wenn du dir einen Diesel kaufst, kannst du das Auto möglicherweise demnächst in manchen Städten nicht mehr betreiben. Wenn die Umweltzonen ausgeweitet werden, hast du mit einem älteren Gebrauchtfahrzeug auch mit Einschränkungen zu leben. Und wenn ein Sturm wie gestern herrscht, kommst du auch nicht mehr überall durch. Für Verspätungen durch Staus bezahlt dir übrigens auch niemand eine Entschädigung, im Gegensatz zur Bahn. Und in Innenstädten bezahlst du für Parkplätze, die du u.U. sogar erst noch lange suchen musst. Ein Auto hat sicherlich Vorteile, aber ist auch nicht in jedem Fall das optimale und 100% sichere, rund um die Uhr verfügbare Verkehrsmittel.

Zitat von Moritz L. im Beitrag #18
die Anforderungen der Arbeitswelt werden härter und nicht jeder Arbeitgeber macht diese Spielchen mit: der will dass du morgens auf der Matte stehst und darf das zurecht einfordern.

Wenn man die Wahl hat, dann sucht man lieber das Weite bei solch einem verständnislosen Arbeitgeber. Es gibt IMMER die Möglichkeit, dass ein Ereignis eintritt, das es einem Arbeitnehmer unmöglich macht, pünktlich zur Arbeit zu erscheinen. Selbst wenn dieser ein Auto hat. Darum gilt es, sich bei Streiks und solchen Wetterlagen, die mindestens einen Tag vorher angekündigt werden, vorab entweder möglichst gut darauf einzustellen oder mit dem Arbeitgeber eine Vereinbarung zu treffen.

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