#1 [KVB] Nord-Süd-Stadtbahn: Start für die zweite Baustufe von Alexander Schmitz 03.02.2009 17:41

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Fünf Jahre nach dem Baubeginn für die erste Baustufe der Nord-Süd Stadtbahn Köln im Januar 2004 wird Anfang 2009 mit den Arbeiten für die Baustufe 2 begonnen.

Sie schließt Höhe der Haltestelle Bonner Wall direkt an die Baustufe 1 an, die vom Breslauer Platz bis zur Marktstraße führt und bindet diese an das Rheinufer und die dort verkehrende Stadtbahn-Linie 16 nach Bonn an. Beide Baustufen sollen in der zweiten Hälfte 2011 fertig sein und in Betrieb genommen werden.

Unterirdische Abzweigung

Kernstück der zweiten Baustufe ist eine zweigleisige Strecke, die vom Bonner Wall nach Osten führt. Die Trasse beginnt mit einem bereits in der ersten Baustufe erstellten unterirdischen Abzweigbauwerk. Zunächst verläuft sie unterirdisch in einer Tiefe von 10,75 Metern und erreicht dann nahe der Alteburger Straße über eine Rampe die Oberfläche.

Die oberirdische Gleisstrecke kreuzt direkt an der Südbrücke die Rheinuferstaße und verläuft weiter bis zur Haltestelle „Schönhauser Straße“. Die Strecke ist (ohne das Abzweigbauwerk) 887 Meter lang. 459 Meter davon verlaufen unterirdisch, 136 Meter entfallen auf die Rampe und 292 Meter verlaufen oberirdisch. Haltestellen gibt es in diesem Streckenabschnitt nicht.

Anders als die Trasse des ersten Bauabschnitts der Nord-Süd Stadtbahn Köln, die überwiegend mit Tunnelbohrmaschinen hergestellt wurde, entsteht die Strecke des zweiten Bauabschnitts in offener Bauweise. Das Terrain des zweiten Bauabschnitts ist zum größten Teil Brachland, das von zwei bereits bestehenden Bahn-Trassen durchzogen wird: Einer zweigleisigen Strecke der Deutschen Bahn, die auf der Südbrücke über den Rhein führt, und einer weiteren Trasse, die zu einer stillgelegten Hafenbahn gehört. Der alte Bahndamm der Hafenbahn wurde - soweit nötig - bereits abgetragen. Auch die alte Brücke der Hafenbahn über die Alteburger Straße wurde bereits entfernt.

Für den Anschluss an die Strecke der Linie 16 muss die Nord-Süd Stadtbahn die Rheinuferstraße queren. Die Bahnen werden im 10-Minuten-Takt fahren, der bei einem Anstieg der Fahrgastzahlen zeitweise noch verkürzt werden kann.

Für die Abstimmung zwischen Bahn- und Individualverkehr sorgt eine schrankenlose Bahnübergangssicherung (BÜSTRA) mit integrierter Lichtzeichenanlage. Sie wird so geschaltet sein, dass die Stadtbahn die Straße ohne anzuhalten überqueren kann.

Damit der Verkehr auf der Straße dennoch gleichmäßig fließen kann, wird die Rheinuferstraße nach einem Ratsbeschluss der Stadt Köln in diesem Bereich sechsspurig ausgebaut.

Quelle: http://www.ksta.de

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