#1 GDL will Videoüberwachung in allen Zügen von Alexander Schmitz 14.10.2009 13:22

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Im Kampf gegen Gewaltausschreitungen im Bahnverkehr fordert die Gewerkschaft der Lokführer NRW, dass die Verkehrsverbünde in ihren Strecken-Ausschreibungen künftig auf Videoüberwachung in den Zügen bestehen. Übergriffe seien mittlerweile zur Regel geworden.

Angesichts zunehmender Gewalt gegen das Zug-Personal fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) mehr Zugbegleiter insbesondere in den Nachtstunden. Außerdem müsse in Ausschreibungen der Verbünde für Nahverkehrsstrecken obligatorisch eingefordert werden, dass die eingesetzten Fahrzeuge mit Überwachungskameras ausgestattet werden, sagte der NRW-Chef der Lokführergewerkschaft, Frank Schmidt, im NRZ-Gespräch.

Gute Erfahrungen durch Kameras

Täglich ein bis zwei Übergriffe seien an Rhein und Ruhr zu beklagen, insbesondere durch Schwarzfahrer. Zahlreiche Vergehen tauchten in keinem Aktenvermerk auf. „Wenn einem Kollegen ins Gesicht gespuckt wird, wird das ja meist schon gar nicht mehr gemeldet”, sagte Schmidt weiter. Der Einsatz von Überwachungskameras habe zu einem deutlichen Rückgang der Gewalt im öffentlichen Personennahverkehr geführt; zuletzt habe man diese Erfahrung bei den Kölner Straßenbahnen gemacht, betonte der GDL-Chef.

Auch der Einsatz von zusätzlichen Bahnschutz-Streifen sei dringend geboten - insbesondere zu den kritischen Zeiten zwischen vier und sechs Uhr morgens sowie nach Ende des normalen Berufsverkehrs. Über die höheren Kosten müsse sich derjenige Gedanken machen, der Bahnleistungen bestellt.

Quelle: http://www.derwesten.de

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