#1 Schwerer Straßenbahnunfall io Karlsruhe von Alexander Schmitz 14.01.2010 15:16

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In Karlsruhe sind zwei Straßenbahnen frontal zusammengestoßen. Dabei wurden mindestens 27 Menschen verletzt, sechs von ihnen schwer. Die beiden Fahrer wurden in ihren Kabinen eingeklemmt und schwer verletzt. Die Feuerwehr musste Menschen aus den Waggons befreien.
Beim Zusammenstoß von zwei Straßenbahnen sind in Karlsruhe 27 Menschen verletzt worden. Vier Fahrgäste und die beiden Tram-Fahrer erlitten schwere Verletzungen.
Nach Polizeiangaben stießen die Straßenbahnen in der Innenstadt zusammen, nachdem eine der beiden zu weit nach links und auf das falsche Gleis geraten war.
Die Ursache für diesen Fehler war zunächst nicht klar. „Es ist der schlimmste Straßenbahnunfall in den letzten Jahren“, sagte ein Karlsruher Polizeisprecher.
Beim Zusammenprall wurden die beiden Fahrer in ihren schwer beschädigten Kabinen eingeklemmt. Während einer von ihnen schnell befreit werden konnte, mussten der andere und einige der anderen schwer verletzten Fahrgäste aus den Trümmern herausgeschnitten werden.
Der Zustand der mehr als 20 Leichtverletzten sei aber stabil, teilte der leitende Notarzt Ullrich Krebs mit. Die Männer und Frauen wurden noch am Unfallort in einem Notfallzelt betreut, bevor sie auf die verschiedenen Krankenhäuser in Karlsruhe verteilt wurden. Ob auch Kinder zu den Verletzten gehörten, konnte die Polizei zunächst noch nicht sagen.
Quelle: Berliner Morgenpost

#2 RE: Schwerer Straßenbahnunfall io Karlsruhe von Philipp Wilkens 14.01.2010 15:50

Die armen Fahrgäste und Tramführer...

#3 RE: Schwerer Straßenbahnunfall io Karlsruhe von Kevin Hornung 14.01.2010 16:07

Einem der Fahrzeugführer wurde noch vor Ort ein Fuß Amputiert....

#4 RE: Schwerer Straßenbahnunfall io Karlsruhe von Alexander Schmitz 14.01.2010 16:15

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Beim Zusammenstoß zweier Straßenbahnen sind in Karlsruhe 27 Menschen teils schwer verletzt worden. Feuerwehrleute mussten eingeklemmte Fahrgäste mit Spezialgerät befreien.
Beim Zusammenstoß zweier Straßenbahnen sind am Donnerstag in Karlsruhe 27 Menschen verletzt worden, die beiden Fahrer schweben in Lebensgefahr. Die beiden Tramfahrer wurden bei dem Unglück gegen 11.30 Uhr in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und von den Rettungskräften befreit, wie die Polizei mitteilte. Beide seien mit schwersten Verletzungen in eine Klinik eingeliefert worden. Außerdem ging die Polizei gegen 14.00 Uhr von vier leicht bis mittelschwer sowie 21 leicht Verletzten aus. Die Bahnen stießen den Angaben zufolge gegen 11.30 Uhr an einer Kreuzung in der Innenstadt zusammen. Zwar seien die beiden Straßenbahnen nicht auf dem selben Gleis unterwegs gewesen; eine Tram sei aber zu weit nach links gekommen, hieß es.

Die genaue Ursache des Unfalls war zunächst unklar. Ein Gutachter war am frühen Nachmittag an der Unfallstelle im Einsatz. Anschließend sollten die ineinander verkeilten Züge auseinandergezogen werden. Die Feuerwehr und die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Am Unfallort errichteten das DRK und die Feuerwehr ein Zelt zur Erstversorgung der leichter Verletzten. Den Sachschaden konnte die Polizei zunächst nicht beziffern.
Quelle: N24

#5 RE: Schwerer Straßenbahnunfall io Karlsruhe von Andreas Beeck 14.01.2010 21:44

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Hier gibt es Bilder zu der Sache: http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=16...kan0/index.html

Sieht echt übel aus. Die S4 wollte wohl abbiegen trotz Gegenverkehr...

#6 RE: Schwerer Straßenbahnunfall io Karlsruhe von Michael J. 15.01.2010 13:08

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Zitat von Andreas Beeck
Sieht echt übel aus. Die S4 wollte wohl abbiegen trotz Gegenverkehr...


Lt. eines Freundes von mir, der selbst in Karlsruhe wohnt, sollten beide Straba gerade ausfahren. Eine Weiche dürfte wohl selbstständig gemacht haben, das automatisch nach links abbog.

#7 RE: Schwerer Straßenbahnunfall io Karlsruhe von Stefan Rastetter 28.02.2010 00:55

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Mit einem zentralen Qualitätsmanagement, dem Einsatz eines Fahrsimulators in der Fahrschule und verstärkter Standardisierung der Signalsysteme wollen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) im Bereich Sicherheit künftig bundesweit neue Maßstäbe setzen. „Die ersten Ergebnisse der von uns ins Leben gerufenen Untersuchungskommission haben bestätigt: Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe haben keinen Nachholbedarf, wenn es um das Thema Sicherheit geht“, zeigt sich VBK-Geschäftsführer Dr. Walter Casazza angesichts des ersten Berichts des Gremiums zufrieden. „Mit dem jetzt anvisierten Maßnahmenpaket optimieren wir unsere hohen Standards weiter und werden zum Schrittmacher unter den deutschen Verkehrsbetrieben.“ Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Untersuchung der Unfallursache sind noch nicht abgeschlossen. Es li e gen somit keine abschließenden Ergebnisse zum Unfallhergang vor.

Die Untersuchungskommission unter der Leitung von Thomas Ruff, dem dienstältesten Straßenbahnbetriebsleiter Deutschlands aus Freiburg, ist seit dem schweren Unfall vom 14. Januar fünf Mal zusammengetreten. Mitglieder der Untersuchungskommission sind Vertreter der Technischen Aufsichtsbehörde, des Tiefbauamtes Karlsruhe, des Weichenherstellers, des Fahrzeugausrüsters, des Polizeipräsidiums, der VBK sowie der Stadtwerke Heilbronn. Für die Untersuchungskommission stand die Frage im Vordergrund, wie die heutige vorhandene Sicherheit weiter erhöht werden kann. In dem jetzt abgeschlossenen ersten Schritt lag der Fokus der Untersuchungen auf dem Zusammenwirken zwischen Mensch und Technik. Die Kommission kommt zu dem Ergebnis, dass die eingesetzte Technik anerkannter Standard ist und kein Nachholbedarf besteht. Das Personal bei den Verkehrsbetrieben und bei der Albtal Verkehrs Gesellschaft (AVG) ist gut ausgebildet. Zudem besteht durch die automatische Weichensteuerung eine hohe Unterstützung zur Entlastung der Fahrer.

Der Leiter der Kommission, Thomas Ruff, berichtet, dass die Kommission nicht nur intensive Expertengespräche geführt hat, sondern auch Fahrerinnen und Fahrer, Techniker sowie Fahrgäste in ihre Untersuchungen einbezogen hat. Ruff erläutert zunächst drei Maßnahmenpakete: „Die in den letzten Jahren bereits eingeleitete Standardisierung der Signalsysteme soll weiter vorangetrieben werden. Zudem soll eine Optimierung der Positionen der Signalisierung im Netz stattfinden, damit für Fahrerinnen und Fahrer die Erkennbarkeit vereinfacht wird. Und schließlich soll es künftig im Ausbildungs- und Weiterbildungsbereich eine Fortentwicklung geben.“

VBK-Geschäftsführer Dr. Casazza betont, dass das Fahrpersonal auf einem hohen Qualitätsniveau arbeitet: „Die Fahrerinnen und Fahrer von den VBK und von der AVG genießen unser vollstes Vertrauen.“ Dr. Casazza sieht im Ausbildungsbereich einen für die Geschäftsleitung wichtigen Aktionsbereich. „Wir beabsichtigen, einen Fahrsimulator zu beschaffen, mit dem gerade besondere Situationen von einzelnen Betriebszuständen intensiv trainiert werden können“, kündigt Dr. Casazza an. Außerdem wird die Straßenbahnfahrschule der VBK von der Akademie des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) zertifiziert werden – ein bundesweit bisher einmaliger Vorgang.

Zusätzlich zu diesen Maßnahmen wird ein zentrales Qualitätsmanagement aufgebaut. Dieses System dient zum Beschreiben und Messen der verschiedenen Prozesse im Betrieb und deren Sicherung sowie als zentrale Kommunikationsdrehscheibe aller Mitarbeiter für deren Beobachtungen.

Alle Maßnahmen werden zeitnah umgesetzt. „Unsere Pläne haben bundesweit wegweisenden Charakter“, betont Dr. Walter Casazza. Der abschließende Bericht der Untersuchungskommission wird voraussichtlich in einem Monat erwartet, kann aber erst nach Abschluss der Tätigkeiten durch die Staatsanwaltschaft veröffentlicht werden.

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