#1 Die Größte unter den Kleinen - mit der HSB durch den Winter von Andreas Beeck 31.01.2010 13:06

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Gestern stand für Marcel und mich eine Premiere an, wir wollten endlich mal meterspurig dampfen, das Ganze in Regelzügen und mit viel Betrieb. Ziel war daher die Harzer Schmalspur Bahn.
So ganz nebenbei fuhren wir dabei in Gefilde, die über das bißchen Schnee bei uns nur lachen können.

Los ging es morgens um 05:21 Uhr mit dem RE2 ab MG, dann ab Duisburg im pünktlichen ICE nach Hannover und von dort im 612 nach Wernigerode.
Nach Fahrkarten“kauf“ für 0,00€ ging es raus auf den Bahnhof, der HSB, wo ein Sonderzug zum Brocken verkünet wurde, obwohl die Brockenstrecke zu diesem Zeitpunkt noch gesperrt war.

Und wie immer bei Fahrten in den Osten, war das Glück auch heute mit an Bord, den Sonderzug bespannen sollte 99 5902, eine Mallet aus dem Jahr 1897.


99 5902 wird im BW Wernigerode auf ihren Einsatz vorbereitet


199 861 stellt derweil unseren später genutzten Regelzug bereit

Um den Sonderzug in Szene zu setzen, wurde ein Fußmarsch an die Bahnhofsausfahrt eingelegt.


99 5902 vor der Kulisse eines wunderbaren Prunkbaus


99 5902 nochmal mit Burg im Hintergrund

Wir starteten dann um 11:55 Uhr mit Zug 8903 nach Drei Annen Hohne, um dort eine Stunde Aufenthalt für einige Fotos zu nutzen. Noch darüber scherzend, ob die alten Wagen wohl ein FIS haben, ertönte ein Gong und ein automatisches FIS nannte den nächsten Halt und Besonderheiten rund um die Strecke...


99 7232 erreicht mit Zug 8920 aus Nordhausen Drei Annen Hohne


99 222 hüllt sich in Nebel um mit ihrem Zug 8941 die Bergfahrt zum Brocken zu beginnen


99 7241 beschleunigt ihren Zug 8903 nach Eisfelder Talmühle


Marcel versank auf der Suche nach einem stillen Örtchen ein wenig im Schnee


99 7236 erreicht mit Zug 8932 Drei Annen Hohne vom mittlerweile frei gegebenen Brocken


das Empfangsgebäude in Drei Annen Hohne – selbstverständlich mit Souvenirladen, Gaststätte, Fahrkartenschalter und Toilette


99 7236 wartet auf ihren Gegenzug

Für uns ging es anschließend weiter mit dem Zug 8935 zum Brocken.
In Schierke – Kreuzungsbahnof auf dem Weg dorthin – musste allerdings eine halbstündige Pause eingelegt werden, da die Schneefräse noch zu Gange war und der Gegenzug vom Brocken Verspätung hatte.


Schneefräse im Einsatz


nochmal näher


199 872 war die zugehörige Lok


das Gespann setzt nach erfolgter Räumung um


99 7240 bespannte unseren Zug

Die tolle Bergfahrt zum Brocken war echt ein super Erlebnis, im gut geheizten Wagen war die halbstündige Fahrt ab Schierke schnell vorbei, auf dem Brocken wurde sich schnell repositioniert für die Rückfahrt, das Wetter lud nicht sonderlich zum Verweilen ein.


nicht nur der Lampe war kalt


99 7240 hat umgesetzt und wird wieder an unseren Zug gekuppelt zur Talfahrt

Nach der Talfahrt wurde Drei Annen Hohne mit ca. 20 Minuten Verspätung erreicht, aber das Besondere folgte ja sogleich. Bei der DB wäre der hier geplante 2-Minuten-Anschluss sicher weg gewesen, hier wartete 99 7234 mit ihrem Zug 8929 nach Nordhausen wie selbstverständlich auf uns. Mit 20 Minuten Verspätung ging es also weiter zu Tale in Richtung Nordhausen über die Harzquerbahn und durch so klangvolle Halte wie Sorge, Elend, Netzkater etc. ...
Um 17:50 wurde mit nur noch 11 Minuten Verspätung Nordhausen Nord erreicht, wo zum Abschied zur blauen Stunde noch ein freihändiges Bild unserer Lok entstand.


99 7234 setzt in Nordhausen Nord um, um gen BW und Feierabend zu entschwinden.

Die Rückfahrt erfolgte via Kassel, Frankfurt und Düsseldorf. Die anfängliche Verspätung des RE nach Kassel durch Eingleisigkeit nach Güterzugentgleisung bei Hann Münden wurde dank Umsteigepuffer in Kassel noch wettgemacht, ab Frankfurt dann sollte unsere Reise was länger dauern. Unser Anschluss hatte +40 und wäre wegen Sperrung der SFS nach Köln auch umgeleitet worden. So nahmen wir den zum Glück auch zu späten ICE 22 aus Wien nach Düsseldorf un erreichtem um 02:21 Uhr mit der 15 Minuten zu späten S8 wieder Mönchengladbach Hbf, wo dann das Auto vom Schnee befreit werden musste.

Ein wunderbarer Tag ging zu Ende...

#2 RE: Die Größte unter den Kleinen - mit der HSB durch den Winter von Kay J. 31.01.2010 14:05

Auch von dir prima Bilder... nur stille Örtchen im Wald findet man überall [1]

#3 RE: Die Größte unter den Kleinen - mit der HSB durch den Winter von Maurice Gottschalk 31.01.2010 14:32

Auf Marcels Empfehlung [18]

Sind echt sehr schöne Bilder. [38]
Auch für eure Anstrengungen.(kalte Füsse?) [19]
ich weiß wovon ich rede jetzt erstmal auftauen...

#4 RE: Die Größte unter den Kleinen - mit der HSB durch den Winter von Matthias Ludwig 31.01.2010 14:42

Hallo,

da seit ihr ja glatt an meiner Haustür mit dem 8929 vorbei gefahren. ;-)

Respekt, so eine Tagestour war sicherlich anstregend. Ihr habt ja dann auch volles Programm bekommen! Ich finde das Kamel (199.8) von den harzer Loks immer an beeindruckendsten. Der Sound ist einfach herrlich.

Eure Bilder sind trotz der suboptimalen Wetterverhältnisse doch ganz gut geworden!

Nebenbei: Auf dem HSB-Gelände in Nordhausen stand noch ein Fischstäbchen alias 187 011, aber noch sonner Tour hätte ich auch nicht Bock gehabt noch ins BW zu latschen. ;-)

Viele Grüße

#5 RE: Die Größte unter den Kleinen - mit der HSB durch den Winter von Alexander Schmitz 31.01.2010 17:25

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Spannende Bilder von eurer "Geheimtour"...

#6 RE: Die Größte unter den Kleinen - mit der HSB durch den Winter von Andreas Beeck 31.01.2010 17:48

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Danke für Euer Lob.

Die HSB stand schon lange auf meiner / unserer ToDo.Liste und Donnerstag / Freitag wurde das dann ganz spontan beschlossen, am Samstag dorthin zu fahren...

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