#1 Unfall in Abstellanlage in Nürnberg von Marcel Hilgers 07.04.2010 06:33

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Zitat von http://www.vag.de/mod/pressearchiv/view/...-Nordostbahnhof
U2: Unfall in Abstellanlage Nordostbahnhof

Am Samstag, 3. April 2010 hat sich in der U-Bahn-Abstellanlage am Nordostbahnhof um 9.10 Uhr ein Unfall ereignet. Beim Ausrücken aus der Abstellanlage fuhr sich ein U-Bahn-Kurzzug der VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg stromlos und konnte nicht wie geplant auf die Strecke fahren. Der Zug sollte dann manuell in die Abstellanlage zurückgerollt werden. Beim manuellen Rangieren konnte der Zug aufgrund eines Bedienfehlers nicht rechtzeitig gebremst werden. Der Zug fuhr auf einen abgestellten Kurzzug auf und schob diesen auf einen weiteren Kurzzug, der ebenfalls in der Abstellanlage stand. Dabei entstand Sachschaden an allen drei Zügen. Zwei Züge können bis auf Weiteres nicht im Fahrgastbetrieb eingesetzt werden. Diese werden nun im Betrieb durch einen konventionellen Langzug ersetzt.

Auf der U2 kam es in Richtung Flughafen kurzzeitig zu Verspätungen zwischen fünf und zehn Minuten.



Zitat von http://www.nz-online.de/artikel.asp?art=1202964&kat=11
VAG-Mitarbeiter vergaß zu bremsen: Zug krachte mit 30 km/h auf parkendes Fahrzeug
Hoher Sachschaden bei U-Bahn-Unfall

Folgenreicher Unfall bei der automatischen U-Bahn: In der Abstellanlage Nordostbahnhof ist am Samstagmorgen ein Automatikzug auf zwei stehende Züge gekracht. Zwei der drei Fahrzeuge wurden schwer beschädigt. Ausgelöst wurde der Unfall offenbar durch den Fehler eines VAG-Mitarbeiters im Zug. Der Schaden liegt mindestens im sechsstelligen Euro-Bereich.

Gegen 9.10 Uhr wollte die VAG-Leitstelle einen von drei am Nordostbahnhof geparkten Automatikzügen in den Vormittagsverkehr einschleusen. Dabei rollte der Wagen über eine Schienenkreuzung, in deren Bereich der Zug auf mehreren Metern keinen Kontakt zur Stromschiene hat. Normalerweise ist das unproblematisch. In diesem Fall aber rollte der Zug zu langsam, blieb stromlos stehen, die Bremsen blockierten - eine automatische Sicherheitsmaßnahme für solche Fälle.

Die Leitstelle beorderte einen Servicedienstler zum Fahrzeug, um den Zug zur Stromschiene zurückrollen zu lassen. Der Mann löste die Bremsen, der Wagen kam auf der abschüssigen Gleisstrecke in Bewegung, wurde immer schneller und krachte ungebremst auf zwei parkende Züge in der Abstellanlage. Der VAG-Mitarbeiter hatte die Bremsen nicht mehr ausgelöst, bestätigte VAG-Betriebsleiter Konrad Schmidt auf Anfrage der Lokalredaktion. Aus welchen Gründen, blieb zunächst offen; der Mann erlitt einen Schock, blieb aber körperlich unverletzt.

Unklar ist auch der Schadensumfang. Nach NZ-Informationen rammte der »Geisterzug» den parkenden Wagen mit mindestens 30 Stundenkilometern. Dadurch wurden die Kupplungen beider Fahrzeuge, die normalerweise gut einen halben Meter unter dem Chassis hevorragen, komplett unter das jeweilige Fahrzeug geschoben. Mindestens ein Drehgestell riss nach NZ-Informationen ab, in den Fahrgasträumen soll der Fußboden hochgedrückt worden sein.

Entscheidend ist aber, ob die Materialstruktur der Wagenkasten in Mitleidenschaft gezogen wurde, so Betriebsleiter Schmidt. Mitarbeiter der VAG-Werkstätten U-Bahn (Kafkastraße/Langwasser) und Straßenbahn (Katzwanger Straße) waren in den drei Nächten bis gestern damit beschäftigt, die beiden ineinander verkeilten Züge mit Schweißbrenner und Flex voneinander zu trennen. Beide Züge wurden am Dienstag in die Werkstatt nach Langwasser gebracht.

Gemeinsam mit Fachleuten des Fahrzeugbauers Siemens (Wien) werden die Züge dort vermessen. Anhand der Daten aus dem Computer des Unfallzuges zu Geschwindigkeit, Aufprallwucht etc. wollen die Experten zudem errechnen, ob es ob es zu unsichtbaren Materialschäden gekommen sein kann. Diese Untersuchungen dürften sich bis in das späte Frühjahr hinziehen, so Schmidt. Gegebenenfalls sollen externe Gutachter zugezogen werden. Ziel sei es, eine »dauerhafte Sicherheit» über die gesamte Zug-Lebensdauer von bis zu 30 Jahren zu gewährleisten.

Im günstigsten Fall, wenn die Wagenkästen unversehrt geblieben sein sollten, liegt der wirtschaftliche Schaden bei mehreren Hunderttausend Euro. Die Reparaturen würden dann nochmal mehrere Monate in Anspruch nehmen. Im Falle struktureller Schäden müssten aber die entsprechenden Zugteile ausgetauscht werden. Dann dürfte die Schadenssumme mindestens fünf Millionen Euro erreichen. Und ein Ersatzzug stünde frühestens Ende dieses Jahres zur Verfügung, wenn Siemens den ersten der 14 bestellten DT3/F ausgeliefert, die eigentlich die altersschwachen Züge auf der U-Bahnlinie 1 ersetzen sollen.

Da die VAG schon aktuell zu wenig Automatikzüge hat, wird ein Teil des Angebots auf der U2 nun wieder mit konventionellen Zügen bestritten: Bis auf weiteres ist wochentags mindestens ein Zug mit Fahrer unterwegs.

Tilmann Grewe



Zitat von http://www.abendzeitung.de/nuernberg/lokales/177409
Crash in U-Bahnröhre: Drei Züge demoliert!
Beim Rangieren am Nordostbahnhof pralle ein Kurz-Zug auf abgestellte Waggons

NÜRNBERG Die Pannenserie mit der fahrerlosen U-Bahnlinie 2 reißt nicht ab! Bei einem bösen Unfall in der U-Bahnröhre am Nordostbahnhof wurden jetzt gleich drei Züge demoliert. Bei zwei Gespannen sind die Schäden sogar so groß, dass sie bis auf Weiteres aus dem Verkehr gezogen werden müssen.

Der Crash ereignete sich bereits am Samstag gegen 9.10 Uhr in der U-Bahn-Abstellanlage Nordostbahnhof. Beim Ausrücken vom Abstellgleis fuhr sich ein fahrerloser Kurzzug stromlos. Er konnte deshalb nicht in die Strecke einfädeln. Beim manuellen Zurück-Rangieren konnte er nicht rechtzeitig gebremst werden, so dass er auf einen stehenden Kurzzug prallte und diesen auf einweiteres Kurz-Gespann schob.



Arbeitsplatzerhaltungsmaßnahme mal anders?

#2 RE: Unfall in Abstellanlage in Nürnberg von Alexander Schmitz 07.04.2010 07:48

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Das erinnert stark an das Ende des Beiwagen 1655 der Rheinbahn...

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