#1 Geplante Übernahme: Arriva stimmt Bahn-Angebot zu von Alexander Schmitz 22.04.2010 10:15

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Der Aufsichtsrat des britischen Verkehrsunternehmens Arriva stimmt dem Übernahmeangebot der Deutschen Bahn (DB) zu. Die Bahn bietet umgerechnet 1,8 Milliarden Euro für Arriva – der teuerste Zukauf der Bahn. Die DB will mit Arriva außer in Großbritannien in elf weiteren Staaten Busse und Bahnen betreiben.

Das britische Bus- und Zugunternehmen Arriva hat der geplanten Übernahme durch die Deutsche Bahn zugestimmt. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Der Preis liege bei 1,59 Milliarden Pfund (1,83 Milliarden Euro).

Die Bahn und das börsennotierte Unternehmen mit Sitz im nordenglischen Sunderland hatten seit Wochen über mögliche Kaufangebote gesprochen. Nach Angaben aus dem Bahn-Aufsichtsrat hatte zuvor Bahnchef Rüdiger Grube vom Kontrollgremium grünes Licht für eine Übernahmeofferte erhalten.

Arriva betreibt Busse und Bahnen in zwölf europäischen Ländern und wäre der größte Zukauf der Deutschen Bahn. Das Angebot entspricht 775 Pence je Arriva-Aktie.

Bahnchef Grube begrüßte die Billigung des Aufsichtsrates für ein Übernahmeangebot an Arriva. Er sei sehr zufrieden mit der Entscheidung des Gremiums, sagte Grube der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Zur Frage, ob das Angebot nicht zu teuer sei, kommentierte Grube: „Wenn es zu teuer gewesen wäre, hätten wir es nicht gemacht.“

Quelle: http://www.welt.de

#2 Geplante Übernahme: Arriva stimmt Bahn-Angebot zu von Marcel Hilgers 22.04.2010 15:42

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Selbst wenn das alles in trockenen Tüchern ist, bleiben die beteiligten deutschen Gesellschaften privat. Die DB muss die deutschen Anteile von Arriva im Schienenverkehr weiterverkaufen und darf kartellrechtlich nur die Busunternehmen und ausländische Anteile an Bahngesellschaften behalten...

#3 Geplante Übernahme: Arriva stimmt Bahn-Angebot zu von Andreas Beeck 22.04.2010 20:29

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Es soll u.U. ganz anders kommen:

Arriva übernimmt DB Regio, die DB Holding dafür Arriva außer den schienengebundenen Regionalverkehr.

Quelle Zitat aus einem Radiobericht: "... und das, so Grube, sei nun mal Arriva, ein Unternehmen, das künftig auch das deutsche Regionalgeschäft der Bahn übernehmen und betreiben solle"

#4 Aktionäre nicken ab: Bahn kann Arriva übernehmen von Alexander Schmitz 17.06.2010 19:54

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Die Arriva-Anteilseigner stellen sich einer Übernahme ihres Unternehmens durch die Deutsche Bahn nicht in den Weg. Die Bahn zahlt 1,8 Milliarden Euro für den britischen Transporteur.

Die Aktionäre des britischen Transporteurs Arriva haben den Verkauf an die Deutsche Bahn mit großer Mehrheit gebilligt. Rund 85 Prozent der Anteilseigner stimmten dem Übernahmeangebot mit einem Kaufpreis von 1,8 Milliarden Euro auf einer Hauptversammlung im englischen Durham zu. Für die Annahme nötig waren 75 Prozent. Es ist die größte Übernahme in der 16-jährigen Unternehmensgeschichte der Deutschen Bahn.

Die Transaktion steht jetzt nur noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die EU-Kartellbehörden. Sie soll Ende August vollzogen sein. Die Deutsche Bahn strebt an, zu diesem Zeitpunkt den Bus- und Bahnkonzern Arriva von der Londoner Börse zu nehmen. Er soll dann als eigenständige 100-prozentige Tochtergesellschaft der DB UK Holding Limited fortgeführt werden.

Bahnchef Rüdiger Grube zeigte sich erfreut: "Mit den erfolgreichen Bus- und Schienenverkehren von Arriva in zwölf europäischen Ländern wird die Deutsche Bahn in eine neue Dimension des Personenverkehrs vorstoßen." Wie bereits im April angekündigt, soll die Marke Arriva außerhalb Deutschlands nach der Übernahme erhalten bleiben.

Arriva hat rund 42 000 Beschäftigte, erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 3,6 Milliarden Euro und einen Vorsteuergewinn von 138 Millionen Euro.

Quelle: n-tv

#5 RE: Aktionäre nicken ab: Bahn kann Arriva übernehmen von Andreas Beeck 06.08.2010 15:30

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Zitat von http://www.dvz.de/news/politik/artikel/i...eutschland.html

EU-Kommission hat Wettbewerbsbedenken
DB offeriert Komplettverkauf von Arriva Deutschland


Der DB-Konzern macht der EU zwecks Entflechtung seiner Beteiligungen ein ungewöhnliches Angebot.
Die geplante Übernahme von Arriva durch die DB hat bei der EU-Kommission erhebliche Wettbewerbsbedenken ausgelöst.
Deswegen hat die Staatsbahn jetzt verbindlich angeboten, Arriva Deutschland komplett abzugeben – einschließlich der Bus- und Güteraktivitäten sowie der Infrastruktur.
Im Gegenzug will sich die DB auf frei werdende Arriva-Aufträge selbst bewerben dürfen, berichtet „ÖPNV aktuell“, eine Schwesterpublikation der DVZ, in ihrer neuesten Ausgabe.

Die Deutsche Bahn (DB) sei bereit, alle Beteiligungen sowie alle Verkehrsverträge von Arriva Deutschland auf „einen Käufer“ zu übertragen, schreiben die Konzernanwälte Freshfield, Bruckhaus, Deringer in einer „Verpflichtungszusage“ vom 23. Juli, aus dem das Fachblatt „ÖPNV aktuell“ in seiner Ausgabe vom 3. August zitiert. Mit diesem und weiteren Angeboten soll die EU-Kommission in die Lage versetzt werden, die geplante Übernahme des britischen Arriva-Konzerns „für mit dem gemeinsamen Markt vereinbar zu erklären“, wie es in dem in englischer Sprache abgefassten Dokument heißt. Darin sagt die DB weiter zu, die Arriva-Deutschland-Töchter bis zu ihrem Verkauf finanziell, organisatorisch und betrieblich in der Lage zu halten, damit sie ihr Bestandsgeschäft vernünftig führen und sich weiterhin an Wettbewerbsverfahren beteiligen können. Den Rahmen sollen dabei die bestehenden Business-Pläne von Arriva vorgeben.



Quelle: http://www.dvz.de/news/politik/artikel/i...eutschland.html

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