#1 Schermbecker Feldbahn: Warten auf grünes Licht von Alexander Schmitz 04.08.2010 20:23

avatar

Während des Gahlener Schafsmarktes düst eine kleine Lok wieder zwischen Lippe-Parkplatz und Heisterkamp. Die Feldbahnfreunde Schermbeck-Gahlen machen mit diesen Fahrten auf sich und ihre Pläne aufmerksam.

Sie wollen die Strecke betreiben und noch weiter ausbauen. Aber noch sind nicht alle Weichen gestellt, wie die Vereinsmitglieder Michael Neuhaus und Erik Lachmann berichten.

Die Bahn hat in Schermbeck eine lange Tradition und die sollte nicht sang- und klanglos zu Ende gehen. Andreas Knopf hatte vor einigen Jahren den Anfang gemacht. Von einem Museum war die Rede, von Fahrten vom ehemaligen Ziegelwerk Idunahall bis zur Tongrube Gahlen. Nun zieht sich der Lübecker Knopf aus Schermbeck zurück. Die Feldbahnfreunde möchten die Strecke erhalten. Und werden mit Problemen konfrontiert: Das ehemalige Werksgelände hat Knopf verkauft, dort liegende Schienen sind zum Teil schon demontiert, der Rest wird nach dem Schafsmarkt (21. und 22. August) entfernt. Wird in einigen Jahren die Brücke über den Kanal erneuert und um 75 Zentimeter angehoben, werden auf ihr keine Schmalspur-Gleise installiert. Das würde zwischen 400000 und 500000 Euro kosten. Die müsste der Betreiber der Bahn zahlen. Ein wesentlicher Grund für Knopf, seine Bahn-Pläne aufzugeben.

Aber niemand wisse, wann die Brücke ersetzt wird. So lange, meint Michael Neuhaus, Vorsitzender des Feldbahnvereins, könnte man diesen Streckenabschnitt noch nutzen. Fahrgäste würden am Lippe-Parkplatz einsteigen, mit der Bahn bis Heisterkamp fahren. Die Vereinsmitglieder würden die Strecke, die sie bis zum Meesenmühlenweg verlängern möchten, gerne betreiben. Ein Konzept haben sie dazu vorgelegt.

Nun fehlt zudem eine Entscheidung des Regionalverbands Ruhr. Der müsste den Grund und die Gleise von Andreas Knopf erwerben. Die Verhandlungen laufen, eine Einigung sei bisher nicht erzielt worden, berichtet Nienhaus. Der Ausbau bis zum geplanten Aussichtsturm auf der renaturierten Deponie, sei wichtig. Allein die Strecke Kanal-Heisterkamp, rund 900 Meter lang, reiche nicht aus, damit sei sie nicht attraktiv genug, meint Nienhaus.

Quelle: WAZ-Mediengruppe

Xobor Xobor Community Software
Datenschutz