#1 "Der Bahnhof ist eine Visitenkarte" - Bahnhofsumgestaltung in Bedburg von Andreas Beeck 11.10.2010 14:01

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Zitat von http://www.rundschau-online.de/html/arti...520762549.shtml

BEDBURG - Das erste Bedburger Stadtgespräch befasste sich mit den Plänen zum Umbau des Bedburger Bahnhofes. Nachdem viele Jahre kaum etwas am Bahnhof und seinem Umfeld verändert wurde, soll sich ab 2011 etwas tun.

Frank Pflüger vom Aachener Ingenieurbüro Heinz Jahnen Pflüger hatte viel Geduld und Zeit mitgebracht, um den Bürgern die anstehenden Maßnahmen zu erläutern und Fragen zu beantworten.

Die Bedburger zeigten großes Interesse an der Veranstaltung. Trotz des Länderspiels Deutschland gegen die Türkei, das gleichzeitig ausgetragen wurde, war das Delfter Zimmer im Schloss Bedburg gut gefüllt.

Pflüger beschäftigte sich in der Vergangenheit intensiv mit dem Bahnhof und seinem Umfeld. „Bisher ist der Bahnhof noch ein Schandfleck, schmutzig und heruntergekommen“, brachte er es auf den Punkt und war sich darin mit den Bürgern einig. Er stellte klar: „Der Bahnhof ist eine Visitenkarte für die Stadt. Ein funktionierendes Bahnsystem spielt eine große Rolle.“ Es müsse ein Ort sein, an dem man gerne ankomme, vor allem, ohne sich die Nase zuhalten zu müssen: „Die Bedburger sollen wieder stolz auf ihren Bahnhof sein.“

Bei der Überlegung verschiedener Varianten einer Verbesserung der Situation hatte sich wegen der „günstigen Randlage“ durchgesetzt, den Bahnhof am alten Standort zu belassen. Der Mittelbahnsteig bleibe zunächst unberührt, um den Bahnbetrieb auch während der Baumaßnahmen aufrechterhalten zu können. In Zukunft soll es dann aber stattdessen zwei Seitenbahnsteige geben. „Der mittlere wird erst außer Betrieb gehen, wenn die Seiten eröffnet werden können“, versicherte Pflüger. Bei Arbeiten am Gleisbett oder den Weichen könne „an einzelnen Tagen“ Schienenersatzverkehr eingesetzt werden. Nach Abschluss der Umgestaltung sei der Bahnhof gegebenenfalls vollständig S-Bahn-tauglich.

Da er über „zwei attraktive Seiten“ verfüge, sollen sowohl West- als auch Ost-Seite für den Verkehr zugänglich gemacht sowie mit ausreichenden Park-and-Ride-Parkplätzen und Bushaltestellen ausgestattet werden.

Für die Barrierefreiheit soll es zwar auch in Zukunft keine Aufzüge, jedoch zwei Rampen geben, die auf beiden Seiten in den Fußgängertunnel führen sollen. „So ist der Tunnel kürzer und besser belichtet. Das ist wichtig für die soziale Kontrolle“, sagte der Experte. Dann würde auch der Uringestank verschwinden. „Kann man den Tunnel nicht wegmachen?“, fragte ein Besucher. Ein Tunnel sei keine optimale Lösung, aber irgendwie müsse man queren, und eine Brücke koste Platz, sagte Pflüger.

Auf beiden Gleisseiten soll es in Zukunft Wartehallen geben. Außerdem soll eine Fahrradstation gebaut werden. An der Empfangshalle sei Gastronomie vorstellbar.

Insgesamt müssen über sechs Millionen Euro in den Bahnhofsbereich investiert werden. 85 Prozent davon werden vom Zweckverband Nahverkehr Rheinland beigesteuert. Die Stadt Bedburg muss in den kommenden vier Jahren noch 1,5 Millionen Euro investieren. Noch wurden die Fördergelder nicht genehmigt. „Es spricht aber nichts dagegen“, gab sich Pflüger zuversichtlich. 2011 sollen die Baumaßnahmen beginnen und 2013 abgeschlossen sein. Anwohner müssten mit Lärm rechnen, in der Nacht und an den Wochenenden solle es aber ruhig bleiben, versprach der Planer.



Quelle: http://www.rundschau-online.de/html/arti...520762549.shtml

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