#1 Feuer auf der Ringbahn: S-Bahn-Anschlag - Jetzt ermittelt der Staatschutz von Alexander Schmitz 03.11.2010 14:08

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Nach dem Brand auf der Ringbahn hat die Berliner Polizei ein Bekennerschreiben geprüft und geht nun tatsächlich davon aus, dass militante Atomkraftgegner dahinter stecken. Der Staatsschutz hat deshalb die Ermittlungen.

Nach dem vermutlichen Brandanschlag auf Kabelstränge der Berliner S-Bahn hat der polizeiliche Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Man müsse davon ausgehen, dass ein am Dienstag bekanntgewordenes Selbstbezichtigungsschreiben tatsächlich von einer Splittergruppe militanter Atomkraftgegner stamme, sagte Polizeipräsident Dieter Glietsch am Mittwoch dem RBB- Sender Radioeins. Seit Jahren verübten autonome Linksextremisten regelmäßig in zeitlicher Nähe zu Castor-Transporten derartige Anschläge. In diesen Zusammenhang passe auch dieser Vorfall.

Ein Schwelbrand in einem Kabelschacht unweit des S-Bahnhofs Neukölln hat seit Montag früh den S-Bahn-Verkehr teilweise erheblich beeinträchtigt. Die Stromversorgung war zeitweise unterbrochen, Signal- und Sicherungstechnik musste repariert werden. Ein Kommando „Sebastien Briard“ hatte sich zu der Tat bekannt. Briard ist der Name eines französischen Atomkraftgegners, der bei Protesten gegen einen Castor-Transport 2004 ums Leben kam.

Der S-Bahn-Verkehr auf der Berliner Ringbahn läuft inzwischen wieder normal. Die Linien S41 und S42 fahren wieder im Fünf-Minuten- Takt, wie die S-Bahn-Berlin GmbH mitteilte. Keinen Zugverkehr gibt es aber nach wie vor zwischen den Bahnhöfen Baumschulenweg und Neukölln. Dort fahren weiterhin Ersatzbusse.

Am kommenden Wochenende soll wieder ein Castor-Transport mit hoch radioaktivem Atommüll aus Frankreich zum Zwischenlager nach Gorleben in Niedersachsen rollen. Mehr als 15 000 Polizeibeamte aus fast allen Bundesländern sollen die Fahrt der elf Spezialbehälter sichern. Atomkraftgegner wollen wieder den Transport so lange wie möglich blockieren. Anti-Atom-Gruppen erwarten auch aus Berlin zahlreiche Demonstranten. Uwe Hiksch aus dem Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands erklärte am Mittwoch in Berlin, aus der Hauptstadt würden mehr als 1500 Menschen zu Protestaktionen ins Wendland fahren.

Von einer neuen Qualität linksextremistischer Gewalt kann aus Sicht des Berliner Polizeipräsidenten trotz des vermutlichen Brandanschlags auf die S-Bahn nicht die Rede sein. Protest gegen Kernkraft sei legitim, solange er gewaltfrei bleibe. Aber leider sei es „seit Jahren und Jahrzehnten so, dass dieser friedliche Protest diskreditiert wird durch linksextremistische Gewalttäter, für die das Thema Atomkraft einer von zahlreichen Begründungszusammenhängen ist, mit denen sie Anschläge rechtfertigen, die sich generell gegen unseren Staat und unsere Gesellschaftsordnung richten“, sagte Glietsch im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Quelle: Berliner Morgenpost

#2 RE: Feuer auf der Ringbahn: S-Bahn-Anschlag - Jetzt ermittelt der Staatschutz von Marcel Hilgers 03.11.2010 14:18

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Hmm...bin spontan dafür, die Behälter bei denen in die Vorgärten zu stellen...

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