#1 Baumbergebahn soll wieder in Roxel halten von Alexander Schmitz 07.11.2010 09:32

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Geht es nach dem Willen der Bezirksvertretung Münster-West, dann gibt es „grünes Licht“ für die Reaktivierung des Schienenhaltepunkts Roxel sowie für den geplanten Bau neuer Umkleideräume beim SV Concordia Albachten. Auf seiner Sitzung am Donnerstagabend im Albachtener „Haus der Begegnung“ sprach sich das Gremium dafür aus, die notwendigen Mittel für die Realisierung beider Maßnahmen im städtischen Etat für 2011 zu berücksichtigen.

„Wir würden uns dem gerne anschließen . . .“ Mit diesen Worten kommentierte CDU-Fraktions-Chef Peter Wolfgarten den Antrag der SPD, bereits im Jahr 2012 Finanzmittel in Höhe von 500 000 Euro für die Reaktivierung des Bahnhaltepunkts in Roxel bereitzustellen. Im städtischen Etatentwurf soll dies erst im Jahr 2014 geschehen. Es sei „verkehrspolitisch und ökologisch sinnvoll“ dies zu tun, war sich Wolfgarten mit SPD-Chef Manfred Rösmann einig. Es gehe darum, von politischer Seite ein Zeichen zu setzen und Druck im Hinblick auf das Reaktivierungsprojekt zu machen, so der Sozialdemokrat.


Laut Dietmar König, ÖPNV-Experte des städtischen Planungsamts, ist die Wiedereinrichtung des Roxeler Schienenhaltepunkts im Rahmen des Programms zur Qualitätssteigerung der Baumberge-Bahn Münster - Coesfeld vorgesehen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand soll dies im Jahre 2013 der Fall sein. Allerdings habe die Stadt Münster nicht die Federführung, sei nicht Herr des Verfahrens. Diese Rolle hätten die Deutsche Bahn AG und das Land Nordrhein-Westfalen inne. Aufgabe der Stadt sei es vielmehr, die notwendigen Nebenanlagen - Park & Ride-Einrichtungen, Busanbindung und anderes mehr - herzustellen.

Die Tatsache, dass es bei der Ausschreibung für den Haltepunkt Coesfeld-Schulzen­trum Verzögerungen gegeben habe, werde keine Auswirkungen auf das Roxeler Reaktivierungsprojekt haben, ließ Nahverkehrsexperte König die Bezirksvertretung wissen.

Kritik wurde von Seiten der SPD an der Informationspolitik der Bahn AG laut: Philipp Hagemann monierte, dass das Unternehmen auf schriftliche Anfragen zum Stand des Projekts „trotz Erinnerung“ nicht geantwortet habe.

» Auf ungeteilte Zustimmung stieß im Stadtbezirksparlament der Wunsch des SV Concordia Albachten, auf seiner Sportanlage an der Hohen Geist weitere Umkleideräume zu bekommen. Der dringende Bedarf sei - insbesondere für die zahlreichen Mädchen, die dort Sport trieben - nachgewiesen, hieß es im Antrag der Christdemokraten. Nach dem Willen der Bezirksvertretung sollen für den Bau der neuen Umkleideräume im kommenden Jahr 350 000 Euro bereitgestellt werden.

Bei einem Ortstermin Ende September hatte der Vorstand des SV Concordia - wie berichtet - eingehend auf seine Notlage hingewiesen. Der rund 961 Mitglieder (die Hälfte davon unter 18 Jahren) starke Verein hat 20 Fußballmannschaften, darunter auch drei Mädchenteams, denen nur zwei Umkleiden zur Verfügung stehen. Das städtische Sportamt schlägt deshalb vor, ans vorhandene Gerätehaus neue Umkleideräume anzubauen.

Quelle: Westfälische Nachrichten

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