#1 Thüringen - Kritik am neuen Fahrplan von Ralf S. 13.12.2010 13:28

Der seit Sonntag geltende neue Fahrplan der Bahnen in Thüringen ist auf wenig Begeisterung gestoßen. Vor allem gestrichene Züge im Nahverkehr und steigende Preise erregen die Gemüter.

Erfurt. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Thüringen hat die Verschlechterung der Angebote im Schienenverkehr zum Fahrplanwechsel am Wochenende scharf kritisiert. Der Vorsitzende der EVG Thüringen, Lutz Bernhard, sprach von einer "falschen Weichenstellung". "Züge werden gestrichen, Halte fallen weg das ist völlig kontraproduktiv", so Bernhardt. "Zum Bahnjubiläum Loblieder auf die Schiene zu singen und sie wenige Tage danach vorsätzlich weiter zu schwächen, passt einfach nicht zusammen", so der Gewerkschafter. Die Deutsche Bahn und die Landesregierung müssten sich ernsthaft fragen lassen, ob sie die Zeichen der Zeit verstanden haben. "Die regelmäßige Fernverbindung von Thüringen ins Ruhrgebiet und an die Ostsee wird gekappt. Fast zwei Drittel der Fernverkehrshalte in der europäischen Kultur- und Kongressstadt Weimar werden gestrichen. Und das Land bestellt Nahverkehrszüge auf zahlreichen Strecken ab. Wer so handelt, stellt nicht nur die Kunden, sondern sich selbst ins Abseits", so Bernhard.

Nicht die Bahn, sondern die Preiserhöhung komme pünktlich zum Fahrplanwechsel, kritisierten die Thüringer Linken. "Angesichts der anhaltenden Probleme in Bezug auf Service, Pünktlichkeit und Reparaturanfälligkeit wäre eine Null-Runde wie bei Fernreisen auch im Nahverkehr angemessen gewesen", sagt die verkehrspolitische Sprecherin Gudrun Lukin .

Durchschnittlich 1,9 Prozent mehr müssen die Reisenden in Deutschland für Fahrscheine in Nahverkehrszügen bezahlen. Einen Euro mehr kostet das Thüringen-Ticket, der Preis für das Schöne-Wochenend-Ticket steigt um 2 Euro. Das oft genutzte Hopper-Ticket steigt von 6,50 auf 7 Euro, am Schalter muss man dann sogar 9 Euro dafür bezahlen.

Mit dem neuerlichen Drehen an der Preisspirale werde die Bahn "nicht besser, aber teurer", so Lukin. Gerade mit Blick auf die Pannenserie sei die Fahrpreiserhöhung nicht nachvollziehbar. Der erneute Griff in die Taschen der Fahrgäste sei "kundenfeindlich".

Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/star...plan-2024978639

#2 RE: Thüringen - Kritik am neuen Fahrplan von Ralf S. 20.12.2010 17:25

Weimars Prominenz protestiert gegen gedrosselten ICE-Verkehr



Rund 20 Vertreter hofften am Weimarer Bahnhof auf einen Blick auf den vorbei rauschenden ICE. Foto: Candy Welz

Zahlreiche Vertreter aus Kultur, Politik und Gastronomie protestierten am Montag am Weimarer Hauptbahnhof dagegen, dass im Zuge des Fahrplanwechsels die gute ICE-Anbindung Weimars an den Fernverkehr gekappt wurde. Doch als sie auf gepackten Koffern sitzend symbolisch dem vorbei rauschenden ICE nachblicken wollten, wurden sie von der eiskalten Realtiät eingeholt: Der Zug kam nicht - witterungsbedingt.

Erfurt. So war der Weimarer Prominenz an den Bahngleisen selbst der sehnsüchtige Blick auf den ICE kurz nach 12 Uhr nicht vergönnt: Schuld waren die bereits angekündigten, witterungsbedingten Verspätungen der Bahn.

Unter den 20 Vertretern, die sprichwörtlich auf ihren Koffern sitzen blieben, waren der Präsident der Klassik Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, der Rektor der Bauhaus Universität Weimar, Professor Gerd Zimmermann, der Präsident der Hochschule für Musik "Franz Liszt", Professor Christoph Stölzl, der Direktor der Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Professor Volkhard Knigge, der Geschäftsführer des Deutschen Nationaltheaters Weimar, Thomas Schmidt , sowie Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD). Außerdem vor Ort waren die Gewerkschaft der Bahn, viele Weimarer Hoteliers und Stadtrat Rudolf Keßner.

Die symbolische Aktion der rund 20 öffentlichen Entscheidungsträger ist mit dem neuen Fahrplan vom 12. Dezember für Weimar längst Realität geworden: In der Klassikerstadt halten statt bisher 77 nur noch 42 Fernverkehrszüge. Die Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Bildung, Kultur und Tourismus erklärten, dadurch hätten sich die Reisezeiten deutlich verlängert.

Und nicht nur das: Die Kultur- und Universitäts-Stadt Weimar mit der Klassik Stiftung Weimar, ihren beiden internationalen Hochschulen, dem Deutschen Nationaltheater Weimar und ihrem Museums-Angebot sieht sich abgeschnitten von den notwendigen Verbindungen zur Politik, Kultur und Wissenschaft im restlichen Bundesgebiet. Die Stadt schreibt in einer Presseerklärung, sie sei von der Deutschen Bahn zu keinem Zeitpunkt über die einschneidenden Pläne informiert worden. "Was so unauffällig als Fahrplanänderung daher kommt, ist ein Skandal, ein Affront gegen die Kultur in unserem Land", sagte der Präsident der Hochschule für Musik Franz Liszt, Christoph Stölzl.

Quelle: http://www.thueringer-allgemeine.de/star...rkehr-614395692

#3 RE: Thüringen - Kritik am neuen Fahrplan von Andreas Beeck 20.12.2010 22:04

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Haha, nicht mal nen Zug verpassen können die Politiker... *schlapplach*

#4 RE: Thüringen - Kritik am neuen Fahrplan von Ralf S. 20.12.2010 22:06

Wie auch wenn keiner kommt[21]

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