#1 NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Marcel Hilgers 05.03.2015 19:42

avatar

Zusammenfassung:

S12:
- ab 13.12.2015: Einsatz von ET420 anstatt ET423, Einkürzung des Linienweges auf Horrem/Köln-Ehrenfeld - Au(Sieg) (nicht mehr über Köln/Bonn Flughafen)

S13:
- ab 13.12.2015: Generell Einsatz von ET423 in Doppeltraktion, Linienweg Düren/Sindorf - Horrem - Köln - Köln/Bonn-Flughafen - Troisdorf

S19:
- ab 13.12.2015: Generell Einsatz von ET423 in Doppeltraktion, Linienweg Köln-Ehrenfeld - Köln - Köln/Bonn-Flughafen - Troisdorf - Hennef(Sieg) - Herchen, Montag bis Freitag ganztägig im 60-Minuten-Takt

RE6a:
- ab 13.12.2015: Generell Einsatz von ET425 in Doppeltraktion, Linienweg Düsseldorf Hbf - Neuss Hbf - Dormagen - Köln Hbf - Köln Messe/Deutz - Köln/Bonn Flughafen, 60-Minuten-Takt
- ab 2017: Durchbindung bisheriger RE6 von Minden bis Köln/Bonn Flughafen, Einsatz von 5-teiligen Doppelstockzügen

RE7:
- ab 13.12.2015: Übernahme durch National Express Rail GmbH, genereller Einsatz von 5-teiligen Talent 2 in Doppeltraktion (Kapazitätsausweitung!)

RE18:
- ab 13.12.2015: Interimsverkehr mit Dieseltriebwagen zwischen Herzogenrath und Heerlen
- nach Fertigstellung der Elektrifizierung: Neue Linie RE18 anstatt der euregiobahn zwischen Aachen und Maastricht

RB20:
- ab 13.12.2015: Taktverdichtung auf 30-Minuten-Takt Montags bis Freitags ganztägig und am Wochenende dem Bedarf entsprechend zwischen Herzogenrath und Alsdorf
- ab 12.06.2016: Inbetriebnahme der euregio-Ringbahn auf kompletter Länge

RB33:
- Prüfung Wiederbedienung Haltepunkt Kohlscheid

RB48:
- ab 13.12.2015: Übernahme durch National Express Rail GmbH, Einsatz von Talent 2 (5-teilig bzw. 3-+5-teilig). Zusätzlicher Halt in Hürth-Kalscheuren, Angebotsverdichtung in der HVZ Montag bis Freitag zu 30-Minuten-Takt zwischen Köln und Bonn

MRB26:
- eventuell veränderte Fahrlagen durch Trassenanmeldungen des HKX

Das komplette Dokument:

Zitat von http://sdnet.nvr.de/sdnetrim/Lh0LgvGcu9To9Sm0Nl.HayIYu8Tq8Sj1Kg1HauCWqBZo5Ok5KeyIfuCWt9Vs4Qr1QezKeyDWq8Sn6Rk1Lf0KjvFavETqASj1Mj0KaxJYr8Zm9UGJ/Vorlage_NVR_3-05-15-2.2.pdf
S-Bahn-Linien
Linien S 12/S13/S 19 (Düren – Köln – Troisdorf – Hennef – Au)

Entsprechend dem Zweckverbandsbeschluss aus der Sitzung am 28.06.2013 (DS 2-17-13-1.3) wird das S-Bahn-Angebot auf der Siegstrecke und die Kapazitäten durch Einsatz von zusätzlichem S-Bahn-Rollmaterial (Baureihe ET 420) ausgeweitet.
Unter der zum Fahrplanwechsel am 14.12.2014 eingeführten Linienbezeichnung „S 19“ wird ab dem 13.12.2015 montags bis freitags im 60-Min-Takt eine Linienverlängerung bis nach Herchen entsprechend der rahmenvertraglichen Anmeldung vorgesehen. Die Linien S 12 und S 19 bilden dann auf der Siegstrecke zwischen Hennef und Herchen gemeinsam ein 30-Minuten-Angebot, das künftig bis nach Au verlängert werden soll. Aufgrund des eingleisigen Streckenabschnitts zwischen Blankenberg und Merten und entsprechender Trassenkonflikte kann die S 19 bis auf Einzelfälle grundsätzlich nicht in Blankenberg halten; hier bleibt es weiterhin beim 60-Min-Takt der S 12.

Voraussetzung für die Linienerweiterung ist die termingerechte Fertigstellung eines zusätzlichen Blocksignals zwischen Herchen und Eitorf. Zur Absicherung dieser Investition durch die DB Netz AG hat die Zweckverbandsversammlung am 06.12.2013 (DS 2-19-13-3.1) eine Bestellgarantie beschlossen. Die DB Netz AG hat uns darüber informiert, dass sich durch verschärfte Auflagen der Rechtsprechung und erweiterte Prüfprozesse im Planfeststellungsrecht evtl. die Inbetriebnahme verzögern könnte. Derzeit laufen jedoch alle Vorbereitungen, um den Termin einhalten zu können.

Die in den HVZ in den Fahrplanjahren 2014 (Früh-HVZ) und 2015 (NachmittagsHVZ) realisierten Taktverlängerungen der S 13/S 19 nach Hennef (10-Min-Intervall Hennef – Troisdorf/Köln) werden gut nachgefragt und damit weiterhin beibehalten. Sie sind elementarer Bestandteil der Entlastungsmaßnahmen zum Abbau von Kapazitätsengpässen beim Rhein-Sieg-Express und quantitativ in der Wirtschaftlichkeitsberechnung zum Realisierungs- und Finanzierungsvertrag für die S 12 vom 12.12.2014 berücksichtigt.

Im Rahmen eines Gesamtkonzeptes werden die Linien S 13/S 19 generell in Doppeltraktion verkehren und damit die nicht nur in den Hauptverkehrszeiten bestehenden Kapazitätsengpässe weiter aufgelöst. Gerade durch die Linienverlängerungen der S 19 auf die Siegstrecke und die Nutzung durch Fluggäste mit z.T. sperrigem Gepäck entstehen häufig Kapazitätsprobleme und verlängerte Fahrgastwechselzeiten beim Einfachtraktionseinsatz, die die Pünktlichkeit und den Fahrgastkomfort massiv belasten.

Das von der Zweckverbandsversammlung am 30.11.2012 beschlossene Planungskonzept (DS 2-15-12-1.6) sieht im Abschnitt Köln – Düren einen Linientausch zwischen S 12 und S 13/S19 vor. Dieser Linientausch wird zum Fahrplanwechsel vollzogen. Diese Anpassung ist die technische Voraussetzung für den Einsatz zusätzlichen Rollmaterials von ET 420-Fahrzeugen (Vmax 120 km/h), die dann auf der fahrdynamisch weniger anspruchsvollen Linie S 12 eingesetzt werden, während das Betriebsprogramm der S 13/S19 den ausschließlichen Einsatz von ET 423-Fahrzeugen mit Vmax 140 km/h erfordert. Die Linie S 12 wird daher auf den Laufweg Horrem/Köln-Ehrenfeld – Köln – Siegburg – Au eingekürzt und die Linien S 13/S 19 auf den Laufweg Düren/Sindorf – Horrem – Köln – Köln/Bonn-Flughafen – Troisdorf bzw. Hennef /Herchen ausgedehnt. Mit dieser Anpassung wird gleichzeitig die Voraussetzung für die künftige vorgesehene ErftS-Bahn geschaffen, die als S 12 von Bedburg über Horrem – Köln – Siegburg nach Au verkehren soll. Darüber hinaus werden hiermit die in 2004 von den Zweckverbänden AVV und VRS verabschiedeten Resolutionen nach Direktanbindungen der Kreise Düren, Rhein-Erft und Rhein-Sieg an den Flughafen Köln/Bonn nunmehr realisiert.


Regional-Linien
RE 6a

Zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 wird die Linie RE 6a im 60-Min-Takt mit Elektrotriebwagen ET 425 in Doppeltraktion zwischen Düsseldorf und Köln/BonnFlughafen über den Bypass Neuss – Dormagen – Köln Hbf. eingerichtet. Damit wird mit einer dritten SPNV-Linie nunmehr die lang ersehnte Kapazitätserhöhung in der nachfragestarken und kapazitiv überlasteten Achse zwischen Köln und Düsseldorf eingerichtet und die bisherige 40-minütige Angebotslücke zwischen den Linien RE 1 und RE 5 aufgelöst. Dieses Angebot ist Bestandteil des gemeinsam mit dem VRR und dem NWL durchgeführten Wettbewerbsverfahrens „RRXInterimsvergabe“ und wird durch DB Regio erbracht. Im Fahrplanjahr 2017 wird die Linie RE 6a durch die bisher in Düsseldorf endende RE 6 ersetzt, die dann als lokbespannter 5-Wagen-Doppelstock-Zug (ca. 600 Sitzplätze) von Minden über Bielefeld – Dortmund – Essen – Düsseldorf – Neuss und Köln Hbf. bis nach Köln/Bonn-Flughafen durchgebunden wird. Damit werden mehrere verkehrspolitische Zielsetzungen umgesetzt:
- Erstmalige Direktverbindung von Köln in die ostwestfälischen Zentren Bielefeld und Minden
- Zweite, die RE 1 entlastende, Direktverbindung von Köln ins zentrale Ruhrgebiet
- SPNV-Direktanbindung des Flughafens Köln/Bonn an die Landeshauptstadt Düsseldorf, das zentrale Ruhrgebiet und nach Ostwestfalen.
Dieser Laufweg wird dann auch im RRX-Vorlaufbetrieb mit den künftigen neuen RRX-Fahrzeugen voraussichtlich so lange beibehalten, bis die RRX-Infrastruktur zwischen Köln und Dortmund/Hamm soweit ausgebaut ist, dass der vollständige RRX-Betrieb mit 4 RRX-Linien im 15-Min-Takt zwischen Köln und Dortmund aufgenommen werden kann.

RE 7 (Krefeld – Köln – Solingen – Wuppertal – Hagen – Hamm – Münster – Rheine)
Zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 übernimmt das Eisenbahnverkehrsunternehmen National Express Rail GmbH als Gewinner des Wettbewerbsverfahrens den Betrieb der Linie RE 7. Das Fahrplanangebot bleibt unverändert, wird jedoch mit neuem Rollmaterial des Typs E-TALENT-2 mit 5-teiligen Triebwagen in Doppeltraktion übernommen. Mit leicht erweiterten Kapazitäten und besseren fahrdynamischen Eigenschaften wird eine höhere Betriebsqualität erwartet.

Linie RE 18 (Aaachen/Herzogenrath – Heerlen/Maastricht)
Im Zusammenhang mit der Verdichtung des euregiobahn-Abschnitts Herzogenrath – Alsdorf auf den 30-Min-Takt montags – freitags ganztägig und an Wochenenden überwiegend, wird der Verkehr Aachen – Heerlen aus der euregiobahn herausgelöst und ist Bestandteil des grenzüberschreitenden Wettbewerbsverfahrens der niederländischen Provinz Limburg in Kooperation mit dem NVR. Ausschreibungsgegenstand ist dabei u.a. ein elektrischer RE-Verkehr Aachen – Herzogenrath – Heerlen – Maastricht. Da zum 13.12.2015 die Elektrifizierung des Abschnittes Herzogenrath – Heerlen noch nicht fertiggestellt ist, wird interimsweise ein Pendelverkehr mit Dieseltriebwagen zwischen Herzogenrath und Heerlen mit günstigen Umsteigeanschlüssen eingerichtet.

Linie RB 20 euregiobahn(Düren/Stolberg-Altstadt –Aachen – Alsdorf - Stolberg)
Nachdem zum kleinen Fahrplanwechsel am 15.06.2014 ein weiterer 2,52 km langer Abschnitt der sogenannten „Ringbahn“ bis nach Eschweiler St. Jöris in Betrieb genommen werden konnte, wird nunmehr aufgrund von Verzögerungen beim Infrastrukturausbau erst zum kleinen Fahrplanwechsel am 12.06.2016 mit dem Lückenschluss von Eschweiler St. Jöris bis nach Stolberg die euregio-Ringbahn vollständig in Betrieb gehen.

Bereits zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 ist entsprechend dem wachsenden Verkehrsbedürfnis die Angebotsverdichtung im euregiobahn-Abschnitt Herzogenrath – Alsdorf auf den 30-Min-Takt montags – freitags ganztägig und an Wochenenden überwiegend vorgesehen. Voraussetzung dafür ist die komplette Fertigstellung der Leit- und Sicherungstechnik im Bereich der EVS-Infrastruktur in Form eines elektronischen Stellwerks.

RB 33 (Aachen – Lindern - Heinsberg/Mönchengladbach –Duisburg – Wesel)
Für die Trassenanmeldung wird die Wiedereinrichtung des Haltes „Kohlscheid“ geprüft, der mit der Inbetriebnahme der Streckenreaktivierung nach Heinsberg und der damit verbundenen Einführung des Flügelkonzeptes der RB 33 im Fahrplanjahr 2014 entfallen ist.

RB 48 (Bonn-Mehlem – Bonn – Köln – Solingen – Wuppertal)
Zum Fahrplanwechsel am 13.12.2015 übernimmt das Eisenbahnverkehrsunternehmen National Express Rail GmbH als Gewinner des Wettbewerbsverfahrens den Betrieb der Linie RB 48 mit neuem Rollmaterial des Typs E-TALENT-2. Kapazitiv werden in Abhängigkeit vom Verkehrsaufkommen 5-teilige bzw. 3+5-teilige Triebwagen zum Einsatz kommen. Aufgrund der besseren fahrdynamischen Eigenschaften wird Hürth-Kalscheuren erstmals Systemhalt der RB 48. Die wesentliche Angebotsverbesserung stellt die dringend notwendige Angebotsverdichtung und Kapazitätserweiterung in den Hauptverkehrszeiten (HVZ) zwischen Köln und Bonn dar. Montags – freitags wird die RB 48 mit insgesamt 12 Zusatzfahrten in den HVZ zum 30-Min-Rhythmus verdichtet, so dass dann vier SPNV-Fahrten/Stunde/Richtung angeboten werden und damit die Voraussetzung für eine bessere Verteilung der Fahrgäste geschaffen wird. Außerdem wird das Abendverkehrsangebot zwischen Köln und Bonn täglich bis etwa Mitternacht auf 2 Züge/Stunde/Richtung verdoppelt.

Hinweis:
Für die Linie MRB 26 (Mittelrheinbahn) wird die bisherige Fahrlage weiterhin angemeldet. Allerdings hat das Rahmenvertragsprocedere (Details siehe TOP 3.1) deutlich gemacht, dass es hier mehrmals täglich zu veränderten Fahrlagen mit Ausfall von Halten kommen kann, wenn das private Fernverkehrsunternehmen Hamburg – Köln – Express (HKX) die beantragten Trassen erhält und annimmt.



Bezüglich der Planung mit ET420 ist aber zu bedenken, dass zum kleinen Fahrplanwechsel ein Einsatz auf der S11 erfolgen soll. Entsprechende Probefahrten wurden bereits gesichtet. Ob der NVR das Ganze zum großen Fahrplanwechsel dann wieder umschmeißt (entsprechend der Vorlage) bleibt abzuwarten.

#2 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Andreas Beeck 05.03.2015 21:26

avatar

Vielen Dank für dieses interessante Dokument.
Dann wollen wir mal 420er im schönen Siegtal jagen gehen... wer hätte gedacht, dass der heilige ET im Herbst seines Lebens nochmal neue Strecken kennen lernen darf?!?

Interessant auch, dass sich der Ringschluss der Euregiobahn nochmals verzögert...

#3 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von H. Norfried V. 05.03.2015 22:16

Same procedure as every year, James.

Für wann ist denn die Elektrifizierung von Heerlen-Herzogenrath geplant, oder steht die noch gänzlich in den Sternen? Die Fahrtzeiten der RE-Verbindung nach Maastricht würden mich auch interessieren. Mit dem Bus dauert es aktuell (auch wegen den Aufenthalten in Vaals und Gulpen, oder gibt es die nur am Wochenende?) etwas über eine Stunde, was aber deutlich schneller und auch günstiger ist als mit der Euregiobahn nach Heerlen zu fahren und von dort mit dem Zug weiter. Dazu gibt es unter der Woche einen 15-Minuten-Takt und es wird bis in die Nacht gefahren, was insgesamt ein ziemlich gutes Angebot ergibt, würde es nur etwas schneller gehen. Der RE wird sicher schon wegen der hohen Auslastung der Strecke Aachen-Herzogenrath allenfalls im 60er-Takt fahren, teurer sein als das grenzüberschreitende Tagesticket von Veolia und irgendwann um 22-23 Uhr den Betrieb einstellen. Wäre also gut, wenn die Buslinie als Alternative erhalten bliebe.

#4 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Moritz L. 05.03.2015 22:26

avatar

Zitat von Andreas Beeck im Beitrag #2
Dann wollen wir mal 420er im schönen Siegtal jagen gehen... wer hätte gedacht, dass der heilige ET im Herbst seines Lebens nochmal neue Strecken kennen lernen darf?!?

Das Ding ist nun mal wie die Pest. Man wird's nicht mehr los und breitet sich immer weiter aus.

Schade, dass man Projekt "euregiobahn" mit gegen die Wand fährt. Jetzt steht man hier kurz vorm Lückenschluss welcher das Projekt ja weiter bringt, und dann will man hier elektrifizieren. Deswegen stellt man schonmal jetzt die Linien um und richtet einen Pendelzug ein. Spricht nicht für größere Gedankensprünge bei den Verantwortlichen.

#5 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von H. Norfried V. 05.03.2015 22:46

Die Elektrifizierung ist an sich für das ganze EVS-Streckennetz vorgesehen, also auch für die künftige Euregiobahn, die nicht mehr nach Heerlen fährt. Ich glaube, dass eher die Überlegung eine Rolle spielt, wie man die Ringbahn sinnvoll einbindet. Stolberg Hbf wird dann immerhin von vier Richtungen (Eschweiler, Stolberg-Altstadt, Alsdorf und Aachen) aus angefahren und man geht wohl (meiner Ansicht nach zurecht) von einer höheren Nachfrage auf der Ringbahn nach dem Lückenschluss aus, welche einen dichteren Takt rechtfertigt. Wie will man den Heerlener Ast darin sinnvoll eingliedern? Ich kann mir vorstellen, dass von Altstadt und Eschweiler aus weiterhin über Aachen nach Herzogenrath gefahren wird, dann aber immer über Alsdorf wieder nach Stolberg, anschließend in Gegenrichtung vom Stumpfgleis aus das ganze zurück. Eine Flügelung in Herzogenrath wäre natürlich denkbar, wenn man den Bahnhof dafür ausrüstet, doch dann fährt jeder zweite Kurs mit nur einem Wagen nach Stolberg und wieder zurück bis Herzogenrath. Für die zweite Flügelung muss außerdem der Fahrplan entsprechend gestaltet werden, dass in Herzogenrath wieder Richtung Aachen gekuppelt werden kann. Wenn dann ein Wagen Verspätung hat, wäre das sehr ungünstig, weil der andere dann auch warten muss. Dadurch wird das Fahrplangebilde fragiler - siehe auch die Probleme mit dem Flügelkonzept der RB33 in Lindern. Aus meiner Sicht eine Menge Nachteile. Den Zug nach Heerlen von Stolberg zusätzlich zu den andern verkehren zu lassen, dürfte durch die erwähnte hohe Streckenauslastung kaum möglich sein, denn da sieht es noch übler aus als auf der Strecke nach Mönchengladbach, weshalb ja auch schon länger ein drittes Gleis in der Diskussion ist.

Warum es von Aachen Hbf nicht gehen sollte, wenn es doch nach der Elektrifizierung so laufen soll, und warum der Pendel nur bis Heerlen und nicht gleich bis Maastricht fahren soll: ???
Vielleicht mögen die Niederländer keine Dieseltriebwagen?

#6 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Dennis R. 06.03.2015 19:27

Erfreulich ist, dass der RE6a eingeführt wird, auch wenn es Quitschie sind.
Interressant wird es beim 420 Einsatz auf der S11.

#7 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von H. Norfried V. 10.03.2015 09:22

Der RE18 Aachen-Heerlen-Maastricht soll wohl bereits ab Dezember 2016 fahren und von Abellio betrieben werden. Dabei sollen Stadler FLIRT 3 zum Einsatz kommen. Interessant wäre noch die Frage, welcher Bahnhof dann zum Systemwechselbahnhof wird bzw. ob man das analog zur Montzenroute irgendwo auf freier Strecke einrichtet.

Quelle: http://www.eurailpress.de/news/wirtschaf...rg-auftrag.html

#8 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Andreas Beeck 10.03.2015 11:43

avatar

Zitat von H. Norfried V. im Beitrag #7
Der RE18 Aachen-Heerlen-Maastricht soll wohl bereits ab Dezember 2016 fahren und von Abellio betrieben werden. Dabei sollen Stadler FLIRT 3 zum Einsatz kommen. Interessant wäre noch die Frage, welcher Bahnhof dann zum Systemwechselbahnhof wird bzw. ob man das analog zur Montzenroute irgendwo auf freier Strecke einrichtet.

Quelle: http://www.eurailpress.de/news/wirtschaf...rg-auftrag.html

Ich glaube kaum, dass dort so schnell eine Oberleitung wächst.
Übergangsweise wird wohl DB Regio weiterhin dort fahren...

#9 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Marcel Hilgers 10.03.2015 11:49

avatar

Warum? Abellio kann auch von Veolia die GTW übernehmen. In dem Artikel steht nur drin, dass man das nicht muss...

#10 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Andreas Beeck 10.03.2015 12:19

avatar

Ich denke aber, dass der NVR einen Betreiberwechsel in seiner Meldung erwähnt hätte...

#11 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Marcel Hilgers 10.03.2015 12:41

avatar

Ein Interimsverkehr aufgrund der noch fehlenden Elektrifizierung ist im Zusammenhang mit dem Vergabeverfahren erwähnt, nur wer den fährt nicht.

#12 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von Moritz L. 10.03.2015 13:21

avatar

Es würde mich weniger wundern wenn den Pendel weiterhin die euregiobahn mit einem einzelnen VT fahren würde.
Optional würde ich mich auch über einen weiteren Subunternehmerauftrag der Rurtalbahn freuen :D

#13 RE: NVR: Trassenanmeldungen Jahresfahrplan 2016 von H. Norfried V. 10.03.2015 17:25

Noch mal zum Thema Ringbahn, eine Meldung des AVV von heute über den Grund für die Verzögerung:
http://avv.de/de/aktuelles/neuigkeiten/e...egert-sich-2851

Zur Elektrifizierung der Strecke nach Heerlen: Ich bin jetzt kein Experte für so was, aber es muss doch nur der Abschnitt von Herzogenrath nach Landgraaf elektrifiziert werden, ab dort ist schon Oberleitung vorhanden. Das sind etwa 7 km Strecke, sowas sollte doch innerhalb von 20 Monaten machbar sein?

Xobor Xobor Community Software
Datenschutz