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#1

[MH] Lichter, luxuriöser, langsamer (ml)

in Ruhrgebiet 15.06.2011 22:32
von Kevin Valte
avatar_m

Hallo,

in der WAZ fand ich den Artikel.
Hier ein Zitat vom Artikel

Zitat
Die Straßenbahn, erklären sie im Gespräch mit der WAZ, würden sie aus der Leineweber herausnehmen und durch einen Bus ersetzen, ein Vorschlag, den auch die CDU jüngst machte


Und man sieht, dass die Stadtplaner Ihr Hausaufgaben vergessen haben, was das Thema Straßenbahn in der Innnenstadt angeht...

Hier der Link zur Seite:
http://www.derwesten.de/staedte/muelheim...-id4769063.html


Gruß Kevin


http://www.bahn-deutschland.de.tl

Bilder aus Deutschland mit dem Schwerpunkt Ruhrgebiet.

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#2

RE: [MH] Lichter, luxuriöser, langsamer (ml)

in Ruhrgebiet 15.06.2011 23:27
von Markus Ü.
avatar

Die Mülheimer CDU und FDP haben wirklich keine Ahnung. Zum Glück sind diese beiden Parteien bei uns so gut wie chancenlos.
Mönchengladbach ist das beste Beispiel für kaputtgesparten ÖPNV. Dort kriegt man nicht einmal einen sinnvollen Busverkehr hin und hat keinen einzigen Bus mit einer Klimaanlage. Bei der MVG kamen Anfang 2003 die ersten.

Es wäre mehr als sinnlos, auf der Leineweberstraße die Gleise abzubauen, vor allem im Hinblick auf die 112:

- Wo soll die denn dann enden? Stadtmitte? Da ist kein Platz, die Gleise an der Haltestelle "Berliner Platz" werden pro Richtung bis zu 19x pro Stunde von einem Bus befahren
- Linie auf Landwehr-Neumarkt kürzen? Die Styrumer werden sich bedanken, von und nach Oberhausen umsteigen zu müssen. Für die aus Oberhausen kommenden Schüler der Willy-Brandt-Schule würde das bedeuten, dass sie für/nach 1 Haltestelle umsteigen müssen
- Komplett auf Busse umstellen? Dafür gibt es doch nicht genug Fahrzeuge. Hinzu kommt, dass man demnächst die Busse mit roter Plakette ausmustern möchte, was immerhin 14 Stück sind (davon 6 Gelenkbusse). Außerdem ist die ÖPNV-Trasse in Oberhausen noch nicht so alt

Mit davon betroffen wäre auch die 104. Sie nützt auf dem Nordast vor allem den Winkhausenern, die mit den Linien 129, 136 und 151 keine guten Alternativen haben. Auf dem Südast wird Holthausen angebunden. Busalternative: 753er, der nicht annähernd in die Stadtmitte fährt, wegen schwacher Auslastung wochentags alle 60, am Wochenende alle 120 Minuten kommt.

In so manche Köpfe geht die Bedeutung der Straßenbahn nicht rein. Ich bezweifele stark, dass sich die Aufenthaltsqualität einer Straße verbessert, indem man die Linien von der Elektrischen auf Dieselstinker umstellt. Der Innenstadt geht es wirtschaftlich ohnehin nicht gut, daher sollte es das wichtigste sein, so viele attraktive Verbindungen wie möglich dorthin zu schaffen.
Ich stelle sogar folgende These auf: Das Ende der Straßenbahn bedeutet auch das Ende der Mülheimer Innenstadt, ein Laden nach dem anderen wird sich verabschieden und es entstehen immer mehr Ecken, die man besser meiden sollte.

zuletzt bearbeitet 15.06.2011 23:29 | nach oben scrollen


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