Wegen eines Stromausfalls ist am Donnerstag der gesamte S-Bahnverkehr in Berlin zum Erliegen gekommen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, das ganze Stadtgebiet sei betroffen. Tausende Fahrgäste sollen festsitzen. Schuld ist offenbar ein Kabel, das bei Bauarbeiten beschädigt worden war.
Grund ist nach Angaben eines Bahnsprechers ein Stromausfall im elektronischen Stellwerk in Halensee. Einen Anschlag schloss die Bundespolizei aus. Seit 11.45 Uhr fahren im ganzen Berliner S-Bahn-Netz keine Züge mehr, wie ein Unternehmenssprecher sagte. Tausende Fahrgäste sind betroffen. Beeinträchtigt ist dem Sprecher zufolge auf der Stadtbahn auch der Regional- und Fernverkehr.
Wie die Berliner Morgenpost am nachmittag berichtet, kündigen Anzeigentafeln seit 14.30 wieder Züge an. Offenbar beginnt der Verkehr in Kürze wieder zu rollen.
Kabel beschädigt
Es gebe bisher "keine Anhaltspunkte" für einen Anschlag, sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf dapd-Anfrage. Beamte der Bundespolizei suchten in dem Stellwerk in Halensee mit nach den Ursachen der Störung. Ersten Erkenntnissen zufolge wurde bei Bauarbeiten ein Kabel beschädigt, das zu dem Stromausfall führte.
Betroffen ist den Meldungen zufolge auch der Regional- und Fernverkehr im Westen der Hauptstadt. Die Bundespolizei teilte ergänzend mit, Hinweise auf einen Anschlag gebe es derzeit nicht. Wahrscheinliche Ursache seien Bauarbeiten.
Immer wieder Probleme in Berlin
Bei der Berliner S-Bahn gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme mit dem Zugverkehr. Es kam wegen technischer Mängel und unzureichender Wartungsarbeiten häufig zu Verspätungen, Ausfällen und eingeschränkten Angeboten. Darüber hinaus führten Brandanschläge in Berlin und Brandenburg zu Unterbrechungen des Zugverkehrs.
Quelle: Rheinische Post