Hallo!
Dann starte ich einfach mal die passende Diskussion, in dem ich folgende Fragen mit teilweisen Antworten meinerseits einstelle...
1. Wie sicher sind die ICE-Triebzüge?
Ich denke mal, dass die ICE-Flotte seit Eschede eher an Sicherheit zugelegt als verloren hat. Da die Sicherheit der Triebzüge in diesem Fall keine größere Rolle gespielt hat (es hat sich ja wohl ein Knochen etwas dumm in der Weiche verkeilt), ist es denke ich auch nicht soooo wichtig...
2. Wie sicher sind Weichen in Tunneln?
Ein Verkehrswissentschaftler wird in einem Magazin des Axel-Springer-Verlages wie folgt zitiert: "Weichen sind immer Schwachpunkte, gerade bei Hochgeschwindigkeit. So etwas in einem Tunnel zu bauen könnte man als grob fahrlässig bezeichnen..."
Für mich hat dieser Wissenschaftler einen gehörigen Schuss weg. Wie soll man denn unterirdisch die U-Bahn-Strecken verzweigen? Warum haben die Tunnelweichen bisher nirgendwo für Aufsehen gesorgt? Die Weichen werden von Wissenschaftlern berechnet und anscheinend auch wieder zunichte gemacht. Wenn es nach dem Aspekt "Weichen bei Hochgeschwindigkeit sind schlecht" geht, fahren wir bald nur noch in Schrittgeschwindigkeit...weil Gleise sind da ja erst recht blöd...
3. Würde es was nutzen, alle Strecken einzuzäunen?
Nöö...zu teuer und sieht scheiße aus. Es wird immer argumentiert, dass die Franzosen alles eingezäunt haben. Auch das ist Schwachsinn. In Frankreich sind nur die Neubaustrecken eingezäunt, die wirklich mit Hochgeschwindigkeiten passiert werden. Der Kosten-Nutzen-Faktor bei 34.000 km Highspeed-Trassen ist ziemlich gering.
4. Was tut die Bahn gegen solche Fälle?
Gegen solche Fälle kann man nichts tun. Wenn allerdings für alle Tunnel Kameras spendieren möchte, ist herzlich eingeladen...
Hannover - Würzburg: 63 Tunnel und 34 Brücken
Mannheim - Stuttgart: 12 Tunnel und 6 Brücken
Köln - Frankfurt: 30 Tunnel und 18 Brücken
Alleine bei diesen 3 Strecken kommen 105 Tunnel und 58 Brücken zusammen...
5. Kann man solche Situationen technisch sichern?
Theoretisch ja, allerdings mit großem Aufwand...dazu müsste man oben genannte Sicherungsmaßnahmen in Betracht ziehen.
6. Wer war es schuld?
Variante 1: Der Schäfer hatte unzureichende Sicherungsmaßnahmen getroffen, die Schafe sind ausgebüxt.
Variante 2: Wilde Hunde haben die Herde aufgehetzt, sie über den Wassergraben getrieben.
Variante 3: Bislang unbekannte Personen haben den Schafen den Weg geöffnet und sie auf die Gleise getrieben.
Weiterhin gibt es Thesen, wie das Unglück hätte verhindert werden können.
Variante 1: Der Gegenzug hat schon 2 Schafe umgefahren. Der Fdl wurde verständigt, hat aber keinen Grund zur Sorge erkannt.
Variante 2: Wie 1, nur mit zu später Sperrung der Strecke.
Variante 3: Der Gegenzug hätte auch ein Notsignal abgeben können...rote Lampen an und pfeifen...
Naja, es ist passiert. Ich möchte mit den Thesen keine Schuldzuweisungen anstellen oder andere Quellen in Frage stellen sondern einfach nur zur Diskussion anregen...