Ampel-Turbo für den Schnellbus
Man kann nicht behaupten, er sei langsam. Schließlich trägt er seine Reisegeschwindigkeit auch im Namen: Schnellbus. Der S20, der zwischen Warendorf und Münster verkehrt, ist schon flott unterwegs und braucht mit einer Fahrzeit von gut 45 Minuten den Vergleich mit dem Pkw nicht zu scheuen. Doch der Schnellbus soll noch etwas schneller werden, wie die Regionalverkehr Münsterland GmbH mitteilt.
„Durch hohes Verkehrsaufkommen und besonders durch Rückstaus an Ampeln wird der S20 ausgebremst. Damit die im Fahrplan abgedruckte Fahrzeit auch eingehalten werden kann, werden nun Maßnahmen zur Beschleunigung ergriffen.“ Durch so genannte Busvorrangschaltungen an Ampeln könne der S20 am Stau vorbeirollen. Den Einbau der Busvorrangschaltungen fördert der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) mit Landesmitteln nach dem ÖPNV-Gesetz NRW.
RVM-Abteilungsdirektor Raimund Breuker ist sich sicher, „durch diese Maßnahmen steigern wir die Qualität des Schnellbus-Angebots. Gleichzeitig vermeiden wir Kostensteigerungen, weil ohne Gegenmaßnahmen die Verspätungen zunehmen würden. Dies könnten wir nur durch zusätzliche Einsatzstunden auffangen.“
Zwischen Warendorf, Freckenhorst, Everswinkel und Münster will die RVM sechs Ampeln umrüsten. Die Kosten für das Projekt belaufen sich laut Breuker auf 129 200 Euro. „Wir freuen uns, dass wir mit den anstehenden Beschleunigungsmaßnahmen den Schnellbus S20 noch attraktiver machen können“, blickt Dr. Hermann Paßlick, Aufsichtsratsvorsitzender der RVM, in die nahe Zukunft; denn für Fahrgäste seien pünktliche Busse und sichere Anschlussverbindungen nnorm wichtig.
Die an den Ampeln erforderlich werdenden Anpassungen reichen von der Aufrüstung der vorhandenen Signaltechnik bis zur kompletten Erneuerung der Steuergeräte und Signalanlagen. Neben den Zuschüssen durch den NWL erhält die RVM einen finanziellen Wertausgleich von den Straßenbaulastträgern für die neue Signaltechnik.
Quelle: http://www.westfaelische-nachrichten.de