Zwei Jahre nach dem Verkauf der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd an die Bonner Verkehrsbetriebe zieht der neue Vorstand ein positives Fazit. Die eine oder andere Altlast wurde beseitigt, man sieht sich auf einem guten Weg.
Nach der 100-prozentigen Übernahme der Anteile von den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe habe man den überalterten Fuhrpark erheblich erneuert. Beim Schülerticket (die WP berichtete) sieht man sich auf dem richtigen Weg, während der Hübbelbummler inzwischen als VWS-Sympathieträger gesehen wird. Allein 2007 gaben die Verkehrsbetriebe 2,54 Millionen Euro für 12 neue Busse aus. Damit sei auch der Zustand überwunden, dass zu viele VWS-Busse durch technische Defekte ausfielen - und zeitweise durch Bonner Busse ersetzt werden mussten. Durch Veränderungen bei den Schülerbeförderungskosten landeten die VWS in ihrer Bilanz knapp bei einer schwarzen Null.
Dazu beigetragen haben die Busfahrer, die für dassselbe Gehalt deutlich mehr arbeiten. Allerdings sind sie auch, nach zwei Umbesetzungen an Schlüsselpositionen in der VWS-Organisation, offensichtlich stärker motiviert: Der Krankenstand sank auf ein bis zwei Prozent.
Derzeit finden Gespräche mit Sponsoren statt, die einen zweiten "Hübbelbummler" in altem Stil finanzieren - und der dann auch umweltfreundlicher daherkommt.
Im Jahr 2008 rechnet VWS-Vorstand Prof. Hermann Zemlin damit, dass auch das Bus-Dispositionssystem am Bahnhof gebaut werden kann. In den kommenden 14 Tagen will er sich zu einem Gespräch mit Siegens Stadtkämmerer treffen, in dem die Kostenaufteilung geregelt werden soll. Wenn die Landeszuschüsse geklärt sind, wäre das Disposystem 11 Jahre nach dem Bau des Omnibusplatzes endlich Realität.
Zwei Jahre nach dem Besitzerwechsel soll die VWS auch anders aussehen. Das alte grüne Logo wird durch ein neues rotes Logo ersetzt, die Busfahrer bekommen moderne rot-graue Uniformen.
Quelle: http://www.westfalenpost.de/wp/wp.inderr...t=WP&dbserver=1