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#1

Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 10.12.2010 13:12
von Alexander SchmitzModerator |
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In Mülheim an der Ruhr geht derzeit das Gespenst der Streckeneinstellung um: Im Februar soll die Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität dieses Thema auf ihrer Tagesordnung zum Thema haben. Die NRZ berichtet:

Straßenbahn: Endstation Nahverkehr

Im Behördendeutsch nennt es sich „Liniennetzoptimierung“ – dass Optimierung nicht für jeden Nahverkehrskunden optimal sein muss, zeigt sich bei den neuesten, bisher streng vertraulich behandelten Sparplänen im Straßenbahnnetz.

Zur Debatte stehen Streckenkürzungen der Linie 102 vom Heuweg bis zum Uhlenhorst sowie der Linie 104 zwischen Hauptfriedhof und Flughafen.

Schon in der politischen Diskussion sind Veränderungen im Busnetz. Wir berichteten unter anderem über die Vorverlegung des Nachtnetzes um eine Stunde, schon in der nächsten Sitzung des Ratsausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung und Mobilität am 1. Februar dürften besagte Pläne für die Straßenbahnlinien 102 und 104 auf der Tagesordnung stehen. Im MVG-Aufsichtsrat waren sie bereits Thema, zu einer Empfehlung an die Politik konnten sich die Mitglieder allerdings nicht durchringen.

Die Stadt als Gesellschafterin der hoch defizitären MVG (rund 30 Mio Euro Miese im Jahr) sucht nach Möglichkeiten, Kosten einzusparen. So nahm sie auf der Grundlage eines Gutachtens der Firma Spiekermann Ingenieure die oben genannten Linienäste der 102 und 104 in den Blick. Ihr Ergebnis: Wenn dort der Straßenbahnverkehr eingestellt und durch Busse ersetzt wird, komme es zu „erheblichen Einsparungen bei den Betriebskosten und den benötigten Investitionsmitteln“. Auf der Gegenseite stehe lediglich „eine vertretbare Angebotseinschränkung“.

Linie 102: Sie soll in südwestlicher Richtung am Heuweg in Broich gekappt werden. Wegfallen würden die Haltestellen Waldschlösschen und Uhlenhorst. Auf dem Streckenabschnitt waren an Werktagen rund 420 Fahrgäste gezählt worden. Ersatzweise sollen Solobusse den Shuttleverkehr zum Heuweg sicherstellen – allerdings nur noch im 20- und nicht mehr im 10-Minuten-Takt.

Alternativ bestehe die Möglichkeit, den Linienweg der nur stündlich verkehrenden Linie 134 zu ändern und sie über den Uhlenhorst und den Heuweg fahren zu lassen. Dann, so heißt es in einem Papier aus dem MVG-Aufsichtsrat, müsste bei der Linie 134 die Haltestelle „Strippchens Hof“ mit täglich 45 Ein- und Aussteigern bei der Verkehrszählung im Herbst 2008 wegfallen. Ebenfalls in der Diskussion: Ein Ersatzverkehr für die Straßenbahn mit Taxibussen und einzelne Fahrten mit kleineren Fahrzeugen.

Linie 104: Die so genannte Flughafenstrecke soll zwischen Hauptfriedhof und Flughafen stillgelegt werden. Die 104 soll ihre Endhaltestelle am Hauptfriedhof haben, weil das Fahrgastaufkommen an Werktagen von 315 Fahrgästen je Richtung zwischen Hauptfriedhof und Flughafen als so gering eingeschätzt wird, dass diese Strecke wirtschaftlicher mit Bussen zu bedienen sei – und das wie bei der 104 im 20-Minuten-Takt und Sicherung eines direkten Anschlusses. Als Ergänzung sollen Taxibusse fahren.

Noch nicht ganz vom Tisch, aber von der Essener Evag bislang ausgeschlossen, ist ein Linienverkehr zwischen Hauptfriedhof und Rhein-Ruhr-Zentrum mit der Linie 145.

Alles in allem fielen erhebliche Rückbaukosten an, auch wären Fördermittel, die in die beiden Streckenabschnitte geflossen sind, zurückzuzahlen. Laut Rechnung der MVG überwiegen jedoch die finanziellen Langzeitwirkungen bei den Betriebskosten und Investitionen. Allein bis zum Jahr 2015 wären auf besagten Strecken, so ist aus informierter Quelle zu hören, 5 bis 7 Mio Euro in die Hand zu nehmen. Bei einer Stilllegung wären diese Mittel eingespart.

Bedenken in der Politik gibt es offenbar nur wegen der Pläne zur Linie 104. Hier sei die Betrachtung zu sehr am Status quo ausgerichtet, so Kritiker. Man müsse aber auch die mögliche Entwicklung am Flughafen berücksichtigen, wo sich vielleicht in Zukunft ein Gewerbepark oder ein Wohnstandort etabliere.

Quelle: Neue-Ruhr-Zeitung


Grüße, Alexander

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#2

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 10.12.2010 22:44
von Andreas BeeckAdministrator |
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Schade, damit würden die 2 schönsten Strecken im Mülheimer Netz wegfallen...


Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)

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#3

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 14.12.2010 18:24
von Markus Ü.
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Toll, mit der Linienverkürzung der 102 kann sage und schreibe 1 Umlauf eingespart werden, allerdings nur, wenn man die Wendezeit um 2 Minuten verkürzt. In Oberdümpten sind derzeit 4 Minuten Aufenthalt vorgesehen, am Uhlenhorst 7 Minuten. Bei der vorgeschlagenen Verkürzung und der Einsparung eines Umlaufs würde die Wendezeit am Heuweg 5 Minuten betragen. Da die Wendeschleife am Uhlenhorst wegfällt, müsste an beiden Endhaltestellen der Führerstand gewechselt werden, das sorgt neben der bereits kürzeren Aufenthaltszeit für eine schlechtere Einholung von Verspätungen.

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#4

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 14.12.2010 18:56
von Alexander SchmitzModerator |
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Es geht wohl nicht nur ums Einsparen von Kursen sondern viel mehr um das Einsparen von Investitionen in die einzelnen Strecken. Das kostet eben auch...


Grüße, Alexander

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#5

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 14.12.2010 21:50
von Andreas BeeckAdministrator |
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Naja, den einen Kurs wird man sich dann auch irgendwie versuchen zu sparen, BEtriebsqualität spielt doch heute keine Rolle mehr.
Und üppig ist die Fahrzeugdecke der MVG ja auch nicht gerade...


Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)

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#6

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 14.12.2010 22:27
von Markus Ü.
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Bei der MVG läuft es selten rund:

- 131er Richtung Hbf bekommt einen Fahrplan mit viel zu knappen Anschlüssen zur 102, 104 und zum DB Verkehr, in der Gegenrichtung Verspätungen von 10 Min. normal
- 1 Kurs auf der 102 bleibt werktags oft unbesetzt -> Bahn fällt aus
- jede 3. Bahn der 102 Richtung Oberdümpten wird durch die vorausfahrende 901 zwischen Abzw. Broich und Hbf ausgebremst

Das, was sich die MVG heute geleistet hat, übertrifft fast alles, was ich bisher erlebt habe. Der Busverkehr wurde bis 9:00 Uhr komplett eingestellt, obwohl klar sein sollte, dass die Schulen derzeit mitten in der Klausurphase sind. Die Wiederaufnahme des Busverkehrs erfolgte mit Solobussen, die aber nur über Hauptstraßen fuhren. Spätestens mittags waren aber die meisten Nebenstraßen geräumt. Wer nicht zufällig deren Homepage besucht hat oder Freistunde hatte, wusste von den Umleitungen nichts. An 3 Schulen wartete man vergeblich auf einen Bus.

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#7

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 14.12.2010 22:29
von Andreas BeeckAdministrator |
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Also ich finde das echt peinlich.
5 Kilometer weiter in Duisburg lief der Busverkehr heute früh dagegen normal...^^


Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)

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#8

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 14.12.2010 22:50
von Markus Ü.
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Zitat von Andreas Beeck
Also ich finde das echt peinlich.


Peinlich auch folgendes: an einer Schule beginnt der Unterricht um 7:45 Uhr, an allen anderen um 8:00 Uhr. Bisher war es so, dass der eingesetzte E-Bus die betroffene Schule zu spät erreichte. Nach Beschwerden von Eltern wurde vorgeschlagen, die Abfahrtszeiten entsprechend anzupassen, wodurch aber der Bus an den anderen Schulen bis zu 25 Minuten vor Unterrichtsbeginn ankäme. Es wäre angeblich nicht möglich, einen zusätzlichen Bus einzusetzen. Tja, hätte die MVG mal weniger Busse nach Oppeln verkauft...

Interessant war auch, welchen Grund die MVG im Lokalradio für die Einstellung des Busverkehrs nannte: ein Bus hat sich bei der Ausfahrt aus dem Betriebshof gedreht. [21]
Die Mönchengladbacher haben es da noch vergleichsweise gut.

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#9

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 15.12.2010 06:59
von Marcel HilgersAdministrator |
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Naja...das mit dem drehenden Bus geht schneller, als man denkt...^^


Mit freundlichen Grüßen
Marcel Hilgers
(Admin)

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#10

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 15.12.2010 09:21
von Alexander SchmitzModerator |
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Abgesehen davon darf man nicht vergessen, dass ein zusätzlicher Bus sehr viel kostet. Wobei man gerade in Mülheim am meisten den Sparzwang der Kommune im ÖPNV erkennt...


Grüße, Alexander

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#11

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 20.12.2010 20:06
von Markus Ü.
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Heute wurden auf unserer Schule Unterschriften gegen das Vorhaben der 102 gesammelt, bis morgen läuft die Aktion. Zudem wird ein Brief an die Oberbürgermeisterin geschrieben.

zuletzt bearbeitet 20.12.2010 20:08 | nach oben scrollen

#12

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 20.12.2010 20:09
von Julian ZimmermannModerator |
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[31]


Schreib den Steinberg nicht ab! Ja zum Mobilitätszentrum Am Steinberg mit den Gleisen 1-17, Nein zum Künstleratellier Am Steinberg!
!!! Die einzige Chance für das Museum, aber eine von Vielen für Künstleratelliers, Wohnungen und Theater !!!

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#13

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 20.12.2010 20:41
von Alexander SchmitzModerator |
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Das kann man nur unterstützen!


Grüße, Alexander

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#14

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 20.12.2010 21:16
von Marcel HilgersAdministrator |
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Jopp...volle Zustimmung!


Mit freundlichen Grüßen
Marcel Hilgers
(Admin)

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#15

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 20.12.2010 22:11
von Andreas BeeckAdministrator |
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Und wie immer wird es Politiker und Verantwortliche nicht interessieren...^^


Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)

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#16

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 13.01.2011 19:22
von Alexander SchmitzModerator |
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500 Unterschriften gegen Kappung der Straßenbahn-Linie 102 in Mülheim

Der Protest gegen die drohende Kappung der Straßenbahn-Linie 102 am Heuweg in Mülheim-Broich reißt nicht ab. Bürger haben rund 500 Unterschriften gegen die Pläne gesammelt. Eine Kürzung der Linie würde vor allem Jugendliche und Ältere treffen.

Der Protest gegen die zur politischen Diskussion stehende Kappung der Straßenbahn-Linie 102 am Heuweg in Broich reißt nicht ab. Nach Initiativen von Anwohnern und Schülern des Gymnasiums plädieren nun der Vorsitzende des HTC Uhlenhorst und der SPD-Ortsverein für den Erhalt der Straßenbahn-Haltestellen Waldschlößchen und Uhlenhorst.

Beeindruckt zeigen sich die Sozialdemokraten von rund 500 Unterschriften, die Bürger gegen die Pläne gesammelt und in Kopie bei einer öffentlichen Mitgliederversammlung der SPD zum Thema übergeben haben. Die Versammlung habe gezeigt, dass es „viele berechtigte Einwände“ gegen die Verkürzung der Linie 102 gebe, so der Ortsvereinsvorsitzende Ulrich Pütz. Gerade für ältere Bürger würde ein Wegfall der Haltestellen Mobilitätseinbußen bedeuten und letztlich die Lebensqualität im Ortsteil verschlechtern. Auch für Schüler, die maximal vier Stationen zu fahren hätten, sei ein Umsteigen am Heuweg „nicht praktikabel“.

Offener Brief an die Oberbürgermeisterin

Der Vorsitzende des HTC Uhlenhorst, Christian Häbel, wendet sich mit einem offenen Brief an die Oberbürgermeisterin und die Ratsfraktionen gegen die in Diskussion stehende Streckenkürzung der 102. Dies würde für die jugendlichen Sportler und den Verein „eine erhebliche Einschränkung des Trainingsbetriebes mit sich bringen“, schreibt er. Die Vereinsjugend müsse Schule und Training unter einen Hut bekommen. „Nicht alle Kinder können hierbei auf die Fahrdienste ihrer Eltern zurückgreifen, so dass viele auf die Anbindung der Linie 102 in vorhandener Zehn-Minuten-Taktung angewiesen sind, insbesondere auch, um in der Stadt weitere Anschlussverbindungen rechtzeitig erreichen zu können. Es kann doch nicht im Sinne der Stadt sein, durch eine solche Maßnahme eine Entscheidung zu treffen, die eindeutig zu Lasten der Jugend ginge.“

Turniergäste und Zuschauer


Häbel verweist auch auf die Notwendigkeit aktueller ÖPNV-Verbindungen mit Blick auf Turniergäste und Zuschauer. Für letztere sei die Anreise mit der Bahn schon aus ökologischen Gründen und wegen der begrenzten Parkmöglichkeiten an der Sportanlage wichtig.

Derweil fragen die Mülheimer Bürgerinitiativen (MBI) bei der Verwaltung ab, ob eine gutachterliche Stellungnahme zu den Plänen vorliegt. Außerdem wollen sie wissen, ob die Stadt überlegt, den zwischen Waldschlößchen und Bahnkehre im Uhlenhorst möglicherweise freiwerdenden Grund, in dem das Gleisbett liegt, für eine Bebauung freizugeben.

Eine dritte Frage der MBI ist ad hoc zu beantworten: Hat der MVG-Aufsichtsrat die Pläne vorab abgelehnt? Ja, nach Kenntnis der WAZ hat er das.

Quelle: WAZ-Mediengruppe


Grüße, Alexander

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#17

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 29.01.2011 17:59
von Alexander SchmitzModerator |
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FDP-Fraktionschef Beitz will in Mülheim Busse statt Bahnen

Ginge es nach FDP-Fraktionschef Peter Beitz, würden in Mülheim keine Bahnen mehr fahren. Mit einem Wechsel auf Busse ließen sich Kosten sparen, meint er. Auch müsse Mülheim wirtschaftsfreundlicher werden.

„Ein totes Pferd ist ein totes Pferd“, sagt der Fraktionschef der FDP, Peter Beitz, und meint damit so manche teure, uneffektive Straßenbahnlinie. Er plädiert für ein Umsatteln auf Busse. „Wenn wir jetzt wieder zig Millionen in das Straßenbahnnetz investieren, haben wir die Kosten in den nächsten 50 Jahren noch zu bewältigen, kommen nie von den hohen Defiziten herunter.“

Gute Anbindung für ältere Menschen wichtig

Mit der Umstellung von Bahn auf Bus sollte auf einer Strecke als Pilotphase begonnen werden, so schwebt es Beitz vor. Ein Vielfaches an Kosten ließe sich damit sparen, und Busse seien zudem viel flexibler einzusetzen.

Zugleich warnt der FDP-Fraktionschef davor, in Mülheim Randgebiete vom Nahverkehr abzuschneiden. „Gerade für viele ältere Menschen ist eine gute Anbindung Voraussetzung dafür, um am öffentlichen Leben teilnehmen zu können. Die Sorge, dass das Land bei einer Aufgabe von Straßenbahnen Fördergelder zurückfordern könnte, hält Beitz für übertrieben: „Wenn wir mit der Umstellung auf Busse Millionen einsparen, kann das Land, das von der Stadt Einsparungen fordert, uns nicht im Gegenzug bestrafen.“

Unternehmen bräuchten mehr Platz


Sorgen macht sich die FDP an einer ganz anderen Stelle: „Die gewünschte und nötige Wirtschaftsfreundlichkeit findet in Mülheim nicht überall statt.“ Beitz warnt davor, das produzierende Gewerbe weiter einzuengen. Die Unternehmen bräuchten Platz, um sich entwickeln zu können. Neuansiedlungen müssten möglich sein. In der Nähe von Industrieflächen, wie beim Fallwerk, Spielplätze anzulegen, sei unsinnig. „Ich habe auch die Sorge, dass man mit Wohnbebauungen zu nah an Gewerbegebiete heranrückt, dass ein 24-Stunden-Produktionsbetrieb eingeschränkt werden könnte. „Wir verdienen nicht das Geld mit Haare kämmen, sondern damit, dass wir aus Blechen Rohre bauen, Turbinen entwickeln und diese in der Welt verkaufen“. Die Bestandspflege von Unternehmen, so Beitz, sollte auch jenseits der guten Wirtschaftsförderung mehr Beachtung finden.

Mit Ärger und heftigen Debatten rechnet die FDP bei der Schulentwicklungsplanung in den kommenden Monaten. Gemeinsam haben die Fraktionen in den vergangen Wochen darüber beraten, wie die Schullandschaft von morgen aussehen sollte. „Wir werden dies vor Ort mit Eltern und Lehrern diskutieren, aber es wird am Ende die Aufgabe von Schulstandorten geben, und nicht alle werden leider damit einverstanden sein.“

Quelle: WAZ-Mediengruppe


Grüße, Alexander

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#18

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 04.03.2011 08:47
von Alexander SchmitzModerator |
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Die Straßenbahn hat ihn Mülheim möglicher Weise keine Zukunft mehr

Ein Gutachten empfiehlt angeblich, die Straßenbahnlinien durch Busse zu ersetzen, schreibt die WAZ und beruft sich auf vertrauliche Unterlagen. Mit dem Wechsel von Schiene auf Bus könnten die Ausgaben der Mülheimer Verkehrsgesellschaft langfristig deutlich gesenkt werden, heißt es. Allerdings würde das Umsatteln einmalig knapp 160 Mio Euro kosten.

Dem Bericht zu Folge hatte die die MVG-Mutter, die Beteiligungsholding, das Gutachten bei Hamburger Experten in Auftrag gegeben. Es setze sich mit verschiedenen Szenarien auseinander.

Quelle: Radio Mülheim


Grüße, Alexander

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#19

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 04.03.2011 09:16
von Alexander SchmitzModerator |
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Mülheim soll laut Gutachten Bahnlinien durch Busse ersetzen

Ein Gutachten im Auftrag der Beteiligungsholding ergab, dass ein Bahnersatz der Linien 102, 104, 110 und 112 durch Busse die Betriebskosten der MVG nachhaltig senken würde. Eine solche Umstrukturierung bringt jedoch hohe Einmalkosten mit sich.

Gerade erst hat die Politik dem öffentlichen Druck nachgegeben und sich mehrheitlich gegen die Verkürzung der Straßenbahnlinien 102 (bis Heuweg) und 104 (bis Hauptfriedhof) ausgesprochen, da liegt ihr eine Diskussionsgrundlage weitaus größeren Ausmaßes vor: Die Beteiligungsholding als Mutter der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG) hat die Frage aufgeworfen, ob nicht gar ganze Linien von Straßenbahn auf Bus umsatteln sollten, um im hoch defizitären Nahverkehr nachhaltig das Ergebnis zu verbessern.

Ein entsprechendes Gutachten hatte die Beteiligungsholding (BHM) bei den Hamburger Gutachtern von „Civity Management Consultans“, einem Beratungsunternehmen für öffentliche Dienstleistungen, in Auftrag gegeben. Seit wenigen Tagen nun liegt der Politik ein 127-seitiges, bislang – trotz Ankündigung einer breiten öffentlichen Diskussion zur Nahverkehrsplanung – ausdrücklich vertrauliches Papier vor. In ihm werden verschiedene Szenarien zur „Optimierung des Schienennetzes“ präsentiert. Der WAZ liegt dieses Gutachten, dessen Kosten unbekannt sind, vor.

"In Mülheim mangelt es an politischen Entscheidungen"

Aktuell beträgt das Minus bei der MVG trotz millionenschwerer Restrukturierungserfolge weiter bei 27 Mio Euro, gleichzeitig drängt ein über die Jahre gewachsener Investitionsstau von 75 Mio Euro die Frage auf, wie bei den maroden Stadtfinanzen überhaupt noch zukunftsfähiger ÖPNV vor Ort gewährleistet werden soll. Der Handlungsdruck ist enorm. „In Mülheim mangelt es an politischen Entscheidungen“ zum Thema, kommentierte jüngst Lothar Ebbers, stellvertretender Vorsitzender im Regionalverband Ruhr von „Pro Bahn NRW“, in dessen Publikation „Ruhrschiene“.

Tatsächlich hat die Politik der MVG mit dem Etatbeschluss vom Oktober ein Sparziel von 250 000 Euro allein in diesem Jahr aufgebürdet (ab 2013 sollen jährlich 0,5 Mio eingespart sein), doch bleibt die Politik die Antwort schuldig, wo die MVG Leistungen kürzen soll. Ein 100 000 Euro teures Gutachten vom Planerbüro Spiekermann scheint schon verpufft, jetzt legt die BHM besagtes Papier aus Hamburger Feder nach.

Wechsel von Schiene auf Bus würde Betriebskosten nachhaltig senken

Die untersuchten Szenarien zur Entwicklung des Straßenbahnnetzes reichen dabei vom Beibehalten des Status quo bis hin zum kompletten Ersatz der Straßenbahnlinien 102, 104, 110 und 112 durch Gelenkbusse. Freilich, so die Gutachter, sei das Ziel dieser Betrachtung zunächst nur „eine erste Abschätzung“, ob es lohnenswert sein könnte, einzelne Straßenbahnlinien einzustellen – und wenn ja, wann ein Systemwechsel sinnvollerweise vonstatten gehen könnte, ohne in großem Umfang Fördergelder zurückzahlen oder noch einmal kräftig ins Netz investieren zu müssen. 75,9 Mio Euro Förderung ist für das Netz der vier Linien geflossen. Unklar ist, wie viel die Stadt davon zurückzuzahlen hätte. Zusätzliche Unwägbarkeit bei der Linie 112 ist der Vertrag mit der Oberhausener Stoag.

Die Hamburger Gutachter stellen fest, dass sich mit dem Wechsel von Schiene auf Bus die Betriebskosten nachhaltig senken ließen, so stellen sie fest: „Je früher die Systemumstellung, desto wirtschaftlich sinnvoller ist sie. Allerdings fielen Einmalkosten in beträchtlichem Umfang an. So würde das komplette Umsatteln von Straßenbahn auf Bus einen einmaligen Aufwand von kalkuliert knapp 160 Mio Euro erzwingen. Dieser Aufwand für das Einstellen aller vier Linien könne erst nach 13 Jahren kompensiert werden.

Umstellung der Linien 104 und 110 am günstigsten

Dieser Zeitpunkt, der markiert, ab wann sich positive Effekte im Betriebsergebnis bemerkbar machen, liegt laut Gutachter am günstigsten bei den Linien 104 (Abzweig Aktienstraße – Flughafen) und 110 (Friesenstraße – Hauptfriedhof). Nach circa sieben Jahren könne sich hier eine Umstellung rechnen. Auf der Linie 102 (Uhlenhorst – Oberdümpten) sei dies erst nach 22 Jahren der Fall, weil allein dort mit der Rückzahlung von erheblichen 63 Mio Euro an Fördermitteln zu kalkulieren sei.

Quelle: WAZ-Mediengruppe


Grüße, Alexander

zuletzt bearbeitet 04.03.2011 09:17 | nach oben scrollen

#20

RE: Mülheim: Strecken zum Flughafen und nach Uhlenhorst akut von Einstellung bedroht!

in Ruhrgebiet 04.03.2011 11:11
von Daniel Weyers
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Hat man aus Mönchengladbach und Wuppertal denn nichts gelernt???


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