Auf der Bahnstrecke zwischen Hannover und Berlin, die Gifhorn und Wolfsburg streift, ist ein Erlkönig auf Testfahrt: die doppelstöckige Version des französischen Schnellzugs TGV, der Typ 2N2.
Diese Version des TGV ("Le Train à grande vitesse"; Hochgeschwindigkeits-Zug) fahre zwar bereits in seinem Herstellerland, soll aber im Zuge der europäischen Gleisliberalisierung auch eine Zulassung für Deutschland bekommen, sagt Bahnsprecher Andreas Fuhrmann. Auf einigen Strecken zwischen Deutschland und Frankreich kooperieren die Deutsche Bahn und ihr dortiges Pendant SNCF bereits seit Juni 2007. "Für diesen Zug planen wir eine Verbindung zwischen Frankfurt und Marseille", sagte Fuhrmann.
Aber warum finden die Testfahrten dann in unserer Region statt? Es würden verschiedene Parameter auf möglichst unterschiedlichen Strecken getestet – schließlich gelte die Zulassung dann für ganz Deutschland. Der größte Unterschied zwischen dem TGV und dem ICE sei die Stromversorgung. Der Deutsche Schnellzug stellt sich mit 15 000 Volt und einer Wechselstromfrequenz von 16,7 Hertz zufrieden. Der Franzose verlangt eigentlich 25 000 Volt bei 50 Hertz. Die Züge müssten nun so ausgerüstet werden, dass sie mit beiden Stromnetzen zurechtkommen.
Zweite Schwierigkeit: Die unterschiedlichen Signalsysteme in beiden Ländern – nicht nur die klassischen optischen, sondern auch die elektronischen, die den Zugführer direkt im Cockpit informieren. Die Signale werden über Impulse durch die Schienen zum Zug geleitet. Laut Fuhrmann sei diese Technik einer der Hauptgründe für die Testfahrten: "Wir müssen überprüfen, ob sie überall funktioniert."
Und wird der TGV demnächst auch regelmäßig den Hauptbahnhof Wolfsburg ansteuern? "Eher unwahrscheinlich", sagt der Bahnsprecher. Im kommenden Jahr auf alle Fälle noch nicht – wenngleich es bereits vor 14 Monaten Anträge der SNCF gab, 2011 von Paris bis Berlin in einem Stück durchzufahren. "Aber die sind zurückgezogen worden", sagte Fuhrmann. Bisher fährt die französische Staatsbahn bis Frankfurt am Main, Stuttgart und München.
Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht Andreas Beeck (Admin)
Oh, öhm ja, es ist schon spät . Und ich bin auch noch in einem anderen Forum, wo man beim Ansatz eines Vollzitates gleich auf den Deckel bekommt . Gute Nacht! MfG Felix
Du sagst nichts ist unmöglich ? Dann knall mal eine Drehtür zu...
RE: Der TGV macht einen Ausflug nach Norddeutschland
in Fernverkehr
17.12.2010 23:14
von
Andreas Beeck
• Administrator |
Man sollte nicht vergessen, dass die Verkehre Deutschland <-> Frankreich von DB und SNCF gemeinschaftlich geführt werden. So wurde der 406 als Doppeltraktion in Frankreich zugelassen, umgekehrt darf halt bald der Duplex in Deutschland fahren...
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