Vereiste Bahnsteige, rutschige Übergänge und Schneeberge an Bushaltestellen: KVB-Kunden ärgern sich über die chaotischen Zustände, wenn sie aus Bahn oder Bus aussteigen.
KVB-Sprecher Joachim Berger hat Verständnis für den Unmut der Kölner, sagt aber: „Wir haben kein Salz, weil wir bei der AWB mit am Tropf hängen. Die Kollegen müssen das Eis auf den Bahnsteigen richtig weghacken. Das ist eine mordsmäßige Arbeit!“
KVB-Chef Jürgen Fenske erklärt: „Oberste Priorität war es, erstens die Betriebshöfe und zweitens die Gleisanlagen und Weichen frei zu kriegen, damit die Bahnen überhaupt fahren können.“ Niemand habe etwas von schnee- und eisfreien Bahnsteigen, wenn dann die Bahnen nicht führen.
Sieben Entgleisungen hat es in den letzten 14 Tagen gegeben, weil Autos den Schneematsch in die Rillengleise tragen, der im kalten Metall sofort gefriert. „An vielen Stellen konnte man die Gleise vor lauter Schnee gar nicht mehr sehen“, berichtet Straßenbahnfahrer Wilhelm Kiesekamp, der die Fahrgäste per Durchsage über Streckenänderungen informierte.
Seit Dienstag würden Bahnsteige und Überwege freigeräumt, so Berger. „Bis Donnerstag wollen wir fertig sein.“ Bushaltestellen liegen allerdings nicht in der Verantwortung der KVB: „Da haben die Anlieger die Pflicht, zu räumen – genau wie Gehwege. Gibt es keinen Anlieger, muss die Stadt räumen“ – also die AWB.
Klappt das nicht, so wie an der Endhaltestelle der Linie 136 in Hohenlind, wo die Fahrgäste Schneeberge überwinden müssen, springt die KVB trotzdem ein: „Wir werden die Haltestelle jetzt schnellstens selber frei räumen!“
Doch der Winter ist noch nicht zu Ende…
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