Köln – Haben Sie sich auch schon mal geärgert, dass man an den KVB-Kartenautomaten nicht mit Scheinen bezahlen kann? Oder, dass man den Fahrpreis in Münzen zwingend passend parat haben muss? Oder die Kiste überhaupt nicht funktioniert und Sie zum Schwarzfahrer werden? Die KVB verspricht Besserung.
Alle 800 Fahrkarten-Automaten werden durch neue Geräte ausgetauscht. „Sowohl alle stationären an den Haltestellen als auch alle mobilen in den Bahnen“, kündigte KVB-Chef Jürgen Fenske an.
Die Automaten hätten inzwischen zehn Jahre Dienst hinter sich. Die Rechner-Technik ist überholt und störanfällig: hohe Ausfallzeiten, viele Beschwerden der Kunden. Im April soll die Ausschreibung für die Nachfolger starten. Kosten: 17 Millionen Euro.
Die KVB stellen sich auf wachsende Fahrgastzahlen ein. „Im vergangenen Jahr haben Bahnen und Busse 272 Millionen Fahrgäste bewegt“, so Fenske. Das ist Rekord!
Um diese Herausforderung zu meistern, hat das Unternehmen einiges vor: Der Betriebshof an der Scheidtweiler Straße wird für 76 Millionen umgebaut, auch eine neue Leitstelle (13 Mio) ist geplant.
Für den Busbetrieb sollen verstärkt größere Gelenk-Riesen angeschafft werden. Ebenso werden 28 Schienenfahrzeuge „entrümpelt“. Die 27 Jahre alten Wagen werden auf Standard gebracht: Überflüssige Fahrerkabinen im hinteren Waggon und zwei Sitzreihen an den Eingängen fliegen raus. So werden mehr Plätze und Freiflächen für Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Senioren mit Gehhilfen geschaffen.
Um die Ost-West-Verbindung zu optimieren, wird geprüft, ob die Linie 1 mit drei statt zwei Wagen fahren kann. Dazu müssten Haltestellen umgebaut werden. Eine Idee im Masterplan von Albert Speer findet Fenske dabei reizvoll: Die Aachener Straße nur noch für Bahnen, die parallele Richard-Wagner-Straße nur für den Straßenverkehr. - Dazu siehe unten-
Quelle: http://www.express.de/regional/koeln/kvb...02/-/index.html