Wer ganz genau hinschaute, konnte noch eine Menge lose Elektrokabel entdecken. Für Licht. Und für das dynamische Fahrgastinformationssystem, das so ganz undynamisch erst im Januar 2012 nachgekleckert kommt. Sei es drum: Gestern schien die Sonne auf den neuen Busbahnhof in der Monheimer Mitte. Und da mochte sich niemand die Festtagslaune durch Niggeligkeiten verderben lassen.
Rund zwei Millionen Euro Steuergelder stecken im neuen Busbahnhof. 85 Prozent hat das Land aus seinem Haushalt bezahlt. Der Chef der „Bahnen der Stadt Monheim“ (BSM), Detlef Hövermann, beschrieb das Drehkreuz zwischen Langenfeld, Leverkusen, Düsseldorf und Monheim mit zwei Zahlen: 450 Busse werden hier halten. Und sie bringen 9000 Fahrgäste. Pro Tag! „Ein enormes Potenzial für den Monheimer Einzelhandel“, findet Hövermann. Und blickte bei seinen Worten auf das benachbarte Monheimer Tor, das in der vergangenen Woche eröffnet hat.
Bürgermeister Daniel Zimmermann ermunterte die rund 200 Gäste bei der Eröffnung, sich doch noch einmal zu erinnern. „Früher gab es hier die Döner-Bude, einen Kiosk und ein Durcheinander von Busbahnsteigen und Taxi-Warteplatz.“ Da habe der Platz doch erheblich gewonnen. „Es wird hier sieben Bänke und 40 Sitzwürfel geben, so dass sich die Menschen erstmals gern hier auf dem Platz aufhalten können“, sagte Zimmermann. Die Busse kommen jetzt nicht pünktlicher, bloß wegen des neuen Busbahnhofes. Aber es soll mehr Spaß machen, auf sie zu warten.
Das noch nicht betriebsbereite Fahrgastinformationssystem soll allen Buss-Nutzern verraten, ob sich ein Gang ins Monheimer Tor oder das Rathaus-Center noch lohnt.
Zimmermann kündigte weitere Verbesserungen für die Monheimer City an. Nun sind die Kreuzung Krischer Straße/Alte Schulstraße samt Rathausvorplatz dran. 2013/14 dann die Krischer Straße. Einen Wermutstropfen hatte der Bürgermeister für die Bürger aber dennoch parat: Erst in der kommenden Woche wird das Zentrum wieder für den Autoverkehr geöffnet. „Denn noch fehlt uns eine Linksabbieger-Spur auf dem Berliner Ring. Aber dann ist die Zeit des Engpasses vorbei“, ermunterte Zimmermann. Artig bedankte er sich bei den Anwohnern, die den ganzen Sommer über mit dem Lärm von Rüttelmaschinen und Presslufthämmern hatten leben müssen. Landrat Thomas Hendele und VRR-Vorstandssprecher Martin Husmann sprachen Grußworte. Großer Bahnhof für den neuen Busbahnhof.
Quelle: http://www.derwesten.de/staedte/duesseld...-id6099044.html