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Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683
Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683
in Bergisches Land 06.05.2010 11:48von Alexander Schmitz • Moderator |
Deutsche Bahn gibt grünes Licht, doch Wuppertal hat kein Geld zum Bau einer Wendeschleife.
Kein Geld, keine Umgestaltung, keine O-Bus-Anbindung: Seit mehr als 20 Jahren wünschen sich Vohwinkeler Pendler wie auch die aus Gräfrath eine Verlängerung der O-Bus-Linie 683 in Richtung Bahnhof Vohwinkel. Bislang endet die Linie an der Rubensstraße, gut 100 Meter vom Schwebahnhof Vohwinkel und knapp 800 Meter vom Bahnhof Vohwinkel entfernt.
Dabei wird die Verknüpfung Solingens mit dem Verkehrsknoten Vohwinkeler Bahnhof seit Jahren von allen Seiten gefordert: Von den beiden Städten, vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und von der Deutschen Bahn, weil in Vohwinkel die S-Bahnen S 8 (nach Düsseldorf) und S 9 (nach Essen), diverse Regionalbahnen und Regionalexpress-Züge halten. Doch dazu ist es nötig, dass der Bahnhofsvorplatz umgestaltet wird oder zumindest eine neue Wendeschleife für die langen Solinger Gelenk-Obusse kommt. Kosten allein hierfür: rund 160 000 Euro.
Dieser Ausbau ist seit 1985 in der Planung: Der Vohwinkeler Bahnhofsvorplatz, der sich im Besitz der Deutschen Bahn befindet und unter Denkmalschutz steht, muss umgestaltet werden. Die DB hatte darum den Vorplatz der Stadt Wuppertal zunächst zum Kauf angeboten. Doch die winkte vor Jahren ab: zu hohe Kosten. Inzwischen hat die Bahn AG zugesagt, den Vorplatz kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nur an den Kosten für den Umbau will sie sich nicht beteiligen. Dies ist auch allein Sache der Stadt Wuppertal, die ursprünglich sogar einen schmucken Busbahnhof dort bauen wollte.
Doch an eine absehbare Verwirklichung ist nicht zu denken: „Ein sehr gutes Projekt, doch es konnte bislang wegen der schwierigen Haushaltslage Wuppertals nicht verwirklicht werden“, heißt es aus dem Wuppertaler Rathaus.
Jedenfalls, so erfuhr man am Dienstag bei der letzten Sitzung der Bezirksvertretung Gräfrath, sei auch in diesem Jahr nicht daran zu denken. Das Haushaltssicherungskonzept in Wuppertal lasse eine Minimalinvestition von 160 000 Euro auch nur für die Wendeschleife nicht zu. Ob es im Jahr 2011 gelingt, sei fraglich.
Hausaufgaben gemacht: In Solingen wäre man schon morgen startklar
Dabei steht man auf Solinger Seites schon längst „Gewehr bei Fuß“, wäre für eine Verlängerung der Linie bis zum Vohwinkeler Bahnhof startklar: 15 neue Hess-O-Busse aus der Schweiz sind längst für rund 13 Millionen Euro angeschafft. Die Gelenk-Busse besitzen auf zwei Antriebsachsen leistungsfähigere Hilfsantriebe, die eine starke Beschleunigung und eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h möglich machen.
Damit soll - wie schon in Unterburg von der Wupperbrücke bis zum Burger Bahnhof seit November praktiziert - eigentlich schon längst am anderen Ende der Linie die Strecke zwischen dem Schwebebahnhof Vohwinkel und dem Vohwinkeler Bahnhof überbrückt werden. Denn eine Elektrifizierung ist in Vohwinkel wegen der Schwebebahnbrücken und -träger nicht möglich.
Quelle: Solinger Tageblatt
Grüße, Alexander

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 06.05.2010 17:48von Andreas Beeck • Administrator |
Zitat von Pascal S.
Warum setzt man dann nicht auf normale Busse? Wäre die optimalste Lösung!
Weil es keine Solo O-Busse mehr gbit in Solingen.
Und das Argument mit der fehlenden Wendemöglichkeit am Bahnhof Vohwinkel finde ich ein wenig fadenscheinig. Habe dort schon des Öfteren Gelenkwagen der Rheinbahn auf der 784 gesehen, di ewerden wohl nicht mehr oder weniger Wendekreis brauchen, als der Hess O-Bus.
Es müsste halt nur eine Stelle mit Fangtrichtern in der Oberleitung entstehen wie in Burg auch...
Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)



RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 06.05.2010 17:58von Andreas Beeck • Administrator |

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 06.05.2010 17:59von Andreas Beeck • Administrator |

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 06.05.2010 18:04von Andreas Beeck • Administrator |
Für die Hess O-Busse muss keine Oberleitung installiert werden. Diiese sollen mit ihrem Dieselmotor (analog der Betriebsweise in Solingen-Burg) das Stück zwischen Vohwinkel Schwebebahn und Vohwinkel Bahnhof überbrücken (siehe oben zitierten Zeitungsbericht)...
Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)



RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 06.05.2010 19:28von Alexander Schmitz • Moderator |
Zitat von Andreas BeeckZitat von Pascal S.
Warum setzt man dann nicht auf normale Busse? Wäre die optimalste Lösung!
Weil es keine Solo O-Busse mehr gbit in Solingen.
Und das Argument mit der fehlenden Wendemöglichkeit am Bahnhof Vohwinkel finde ich ein wenig fadenscheinig. Habe dort schon des Öfteren Gelenkwagen der Rheinbahn auf der 784 gesehen, di ewerden wohl nicht mehr oder weniger Wendekreis brauchen, als der Hess O-Bus.
Es müsste halt nur eine Stelle mit Fangtrichtern in der Oberleitung entstehen wie in Burg auch...
Die Probleme dürften das alte Pflaster sein, was noch mehr schwere Busse wohl nicht verträgt und der geringe Platz. Zeitweise wenden dort heute schon 2 Linien dort - eine dritte wäre zu viel des Guten. Gut beobachten konnte man die Platzproblematik auch während des NRW-Festes 2008, als sich die wenigen zusätzlichen Busse am Vohwinkeler Bahnhof gegenseitig behinderten.
Grüße, Alexander

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 07.05.2010 13:25von Michael Manke •

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 07.05.2010 13:38von Alexander Schmitz • Moderator |

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 11.09.2010 07:56von Alexander Schmitz • Moderator |
Bus-Linie 683: Neue Hoffnung auf Verlängerung
Investor Uwe Klees würde Umbau des Vorplatzes am Bahnhof Vohwinkel vorfinanzieren.
Kein Geld, keine Umgestaltung, keine O-Bus-Anbindung: Seit mehr als 30 Jahren wünschen sich Vohwinkler und Solinger Pendler eine Verlängerung der O-Bus-Linie 683 bis zum Bahnhof Vohwinkel. Bislang endet die Linie an der Rubensstraße, gut 100 Meter vom Schwebebahnhof Vohwinkel und knapp 800 Meter vom Bahnhof Vohwinkel mit seinem S-Bahn-Anschluss entfernt. Aber da überall das Geld fehlt, schien die Verlängerung in weite Ferne zu rücken. Jetzt gibt es neue Hoffnung: Bei einem „Runden Tisch“ kündigte der Wülfrather Unternehmer und Investor Uwe Klees an, die Kosten für den für Busse verkehrsgerechten Umbau vorzufinanzieren. Klees will im Umfeld des Vohwinkler Bahnhofs an der Kaiserstraße auf rund 26 000 Quadratmetern ein Einkaufszentrum bauen.
Ausbau scheiterte bislang an Kosten, die Wuppertal nicht tragen kann
Die Verknüpfung Solingens mit dem Verkehrsknoten Vohwinkler Bahnhof wird seit Jahren von allen Seiten gefordert: Von den beiden Städten, vom Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und von der Deutschen Bahn, weil in Vohwinkel die S-Bahnen S 8 (nach Düsseldorf) und S 9 (nach Essen), diverse Regionalbahnen und Regionalexpress-Züge halten. Doch dazu ist es nötig, dass der unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsvorplatz umgestaltet wird oder zumindest eine Wendeschleife für die langen Solinger Gelenk-O-Busse kommt. Kosten allein hierfür: rund 160 000 Euro.
Dieser Ausbau ist seit 1985 in der Planung: zunächst als komplett neuer, moderner Busbahnhof. Das ist längst aus Kostengründen vom Tisch. Der Vohwinkler Bahnhofsvorplatz ist im Besitz der Deutschen Bahn. Und die hatte den Vorplatz der Stadt Wuppertal schon vor Jahren zum Kauf angeboten. Doch die winkte ab: zu teuer. Inzwischen hat die Bahn AG zugesagt, den Vorplatz kostenlos zur Verfügung zu stellen. Nur an den Umbaukosten kann sie sich aus Sparzwängen heraus nicht beteiligen. Dies ist aber allein Sache der Stadt Wuppertal, die aber noch mehr als Solingen unter der desolaten Haushaltslage leidet.
Dabei steht man auf Solinger Seite schon längst „Gewehr bei Fuß“, wäre für eine Verlängerung der Linie bis zum Vohwinkler Bahnhof startklar: 15 neue Hess-O-Busse aus der Schweiz hat der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Solingen bereits für rund 13 Millionen Euro angeschafft. Die Gelenk-Busse besitzen auf zwei Antriebsachsen leistungsfähige Hilfsantriebe, die eine starke Beschleunigung und sogar eine Höchstgeschwindigkeit von rund 50 km/h möglich machen.
Damit soll - wie schon in Unterburg von der Wupperbrücke bis zum Burger Bahnhof seit November letzten Jahres praktiziert - auch am anderen Ende der 683er Linie die 800 Meter lange Strecke zwischen dem Schwebebahnhof Vohwinkel und dem Vohwinkler Bahnhof überbrückt werden. Denn eine Elektrifizierung ist in Vohwinkel wegen der Schwebebahnbrücken und auch wegen der Bahnunterführung direkt vor dem Bahnhof Vohwinkel allein aus Kostengründen nicht möglich. Ein Tieferlegen der Fahrbahn würde allein rund vier Millionen Euro kosten, die Verlängerung der Oberleitung nochmals 500 000 Euro.
„Runder Tisch“ auf Initiative der Bezirksvertretung Gräfrath
Auf Initiative der Bezirksvertretung Gräfrath lud nun die Stadt Solingen Anfang der Woche zu einem „Runden Tisch“ ein. Daran nahmen Verkehrsplaner und Vertreter der Städte Wuppertal und Solingen, der Bezirksvertretung Vohwinkel und Gräfrath, der Stadtwerke Solingen und Wuppertal, der Deutschen Bahn, der Rheinbahn und des VRR teil. Das Ergebnis stimme hoffnungsfroh, fasste jetzt Udo Vogtländer (SPD), Vorsitzender der BV Gräfrath, auf ST-Anfrage zusammen. Der VRR würde sich an den Kosten eines behindertengerechten Vorplatzausbaus beteiligen, und die Bahn AG habe zugesagt, ihren Teil beizutragen. Das Wichtigste: Die Unternehmensgruppe Klees würde der Stadt Wuppertal die Umgestaltung vorfinanzieren. Und wenn alles klappt und wenn auch die für 2012 zu beantragenden Fördermittel des Landes fließen, dann könnte 2013 endlich der erste Solinger Bus bis zum Vohwinkler Bahnhof durchfahren. hpm
Das Ergebnis des „Runden Tisches“ wird am kommenden Dienstag ab 17 Uhr auch Thema auf der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Gräfrath in der Zentralfachschule der Deutschen Süßwarenwirtschaft, De-Leuw-Straße 3.
Quelle: Solinger Tageblatt
Grüße, Alexander

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 12.09.2010 12:09von Phillip W. •

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 22.10.2010 17:31von Sven M. Schmidt •
Zum ursprünglichen Beitrag: Interessant auch die Begründung warum nicht elektrifiziert werden kann. Der O-Bus fährt zwischen Vohwinkel Schwebebahn und der Kreuzung Kaiserstraße/Bahnstraße schon immer unter der Schwebebahn her und würde dort nur abbiegen Richtung Bahnhof. Es liegt an der geringen Durchfahrtshöhe unter den Bahngleisen. Da ist eine Elektrifizierung nur möglich, wenn man die Fahrbahn absenken oder, kostspielig und daher nicht realisierbar, die Viadukte durch neue Konstruktionen ersetzen würde.
Sven M. Schmidt
Hastener Straße 153
42855 Remscheid
02191 / 8994222
01573 / 4321460
sven [at] bergischerbus.net
http://www.nahverkehr-wuppertal.de

RE: Wuppertal/ Solingen: Verlängerung der O-Bus-Linie 683 scheitert
in Bergisches Land 22.10.2010 18:23von Andreas Beeck • Administrator |
Zitat von Fabian K.
DAnn fährt man halt das Stück mit dem Dieselmotot, ist doch eig kein Problem...
So war es doch angesicht der neuen Busse von Hess eh geplant...
Zitat von Thomas R.
Das Problem bleibt aber immer noch die Stadt Wuppertal, die kein Geld hat, um den Bahnhofsvorplatz zu sanieren.
Das dürfte wohl der wahre und einzige Grund sein...
Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)



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