Heute morgen habe ich folgendes in der Zeitung "Express" gelesen:
Jetzt fahren sogar schon die Praktikanten
Immer mehr Ärger über Rheinbahn
Praktikanten der Rheinbahn sitzen zurzeit zum Beispiel auf Bussen der Linie 721. Die Fahrer fühlen sich ungenügend auf ihren Job vorbereitet.
Was ist bloß bei der Rheinbahn los? Busse verfahren sich, der Fahrplan wird nicht mehr eingehalten. Jetzt müssen aus Personalnot sogar Praktikanten ans Steuer.
Die Pannenserie bei der Rheinbahn: Erst rauscht ein desorientierter Busfahrer mit seinem Gefährt an der Uni gegen eine Fußgängerbrücke und zerstört sie, dann verfährt sich ein anderer in der Innenstadt, verkeilt sich mit dem Gelenkbus am Carlsplatz, sorgt für Verkehrschaos.
Und die Fahrpläne in den Kästen – sie sind schon seit Wochen nicht mehr das Papier wert, auf dem sie stehen. Die Busse und Bahnen kommen irgendwann, nur nicht zu den planmäßigen Zeiten. Und oft kommen sie auch gar nicht.
Schuld daran ist die Personalnot bei der Rheinbahn. „Unser Krankenstand ist wieder gestiegen“, sagt Sprecher Georg Schumacher. Dazu kommen Zusatzbelastungen durch die vielen Baustellen: Am Nördlichen Zubringer und an der Ackerstraße musste zum Beispiel zuletzt Ausweichverkehr eingesetzt werden. Dadurch war auch der Fahrplan nur noch Makulatur.
Die Personalnot muss groß sein. EXPRESS erfuhr: Die Rheinbahn setzt sogar Praktikanten auf ihre Busse. Sie kommen von einer Fahrschule am Flughafen, haben dort auf Kosten der Arbeitsagentur eine Umschulung zum Kraftfahrer bekommen.
Einer der Teilnehmer zum EXPRESS: „Dann folgt ein zweimonatiges Betriebspraktikum bei der Rheinbahn. Für uns Absolventen gab es eine Fahrt auf der Linie 721 zur Orientierung, dann mussten wir selbst fahren. Wir hatten noch nicht mal eine vernünftige Einweisung für die Busse.“
Eine Darstellung, die Schumacher zurückweist: „Wenn die Leute dem Fahrlehrer nicht mitteilen, dass sie sich überfordert fühlen, können wir natürlich auch nichts machen.“ Nach Informationen des EXPRESS soll es am ersten Arbeitstag der Praktikanten bereits den ersten Unfall gegeben haben. Der Fahrer flüchtete aus Angst um seinen Job, wurde aber später von der Polizei ermittelt – er ist seinen gerade erst erworbenen Führerschein schon wieder los.
Doch auch bei den Festangestellten macht sich die angespannte Lage bemerkbar: „Wir fahren viele Überstunden, haben kaum noch Ruhepausen. Manchmal hat man an der Endhaltestelle nicht mal mehr Zeit, aufs Klo zu gehen“, berichtet ein Fahrer.
Die Stimmung sei schlecht, die Zahl der Unfälle steige, erklärt der Fahrer. „Das können wir nicht nachvollziehen, die Überstundenquote liegt zum Beispiel bei nur drei Prozent“, erklärt Schumacher. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Belegschaft der Rheinbahn fast halbiert. Bezahlt man jetzt für diesen Sparkurs?
Quelle:
http://www.express.de/regional/duesseldo...94/-/index.html
Ich habe es erst für unglaublich gehalten....