aus Express,Düsseldorf
Düsseldorf
Busse, die sich verfahren und Unfälle bauen, ein Fahrplan, der das Papier, auf dem er steht, nicht wert ist, Fahrer, die sich überlastet fühlen – bei der Rheinbahn läuft es im Moment nicht rund. Jetzt wird intern nach den Verantwortlichen gesucht. Im Visier: Personalvorstand Peter Ackermann.
Rheinbahn-Chef Dirk Biesenbach hat sich sicher einen leichteren Wochen-Start gewünscht. Gerade aus dem Urlaub zurück, muss er sich mit dem großen Chaos beschäftigen. Montagmorgen bestellte er sich sofort Lars Asmus, Leiter Betrieb, und Klaus Klar, den designierten Vorstand für den Bereich Personal und Betrieb, zu sich ins Büro. Ein konstruktives Gespräch sei es gewesen, heißt es im Rheinbahn-Haus.
Das dürfte es Dienstag wohl nicht geben: Dann kommt Aufsichtsratsvorsitzender Andreas Hartnigk (CDU-Ratsherr) und bestellt den noch amtierenden Personalvorstand Peter Ackermann zum Rapport. „Wir müssen sehen, warum es mit einem geringeren Personalbestand im vergangenen Jahr keine Probleme gegeben hat, in diesem Jahr trotz 16 Neueinstellungen aber wohl“, sagt Hartnigk.
Damit ist die Schlacht um die Rheinbahn wieder neu eröffnet. Die Kontrahenten: Personaler wie Ackermann auf der einen und die Kaufleute wie Biesenbach und Hartnigk auf der anderen Seite.
Ackermann hat lange Jahre den Sparkurs bei der Rheinbahn kritisch begleitet, manche Sparrunde beim Personal verhindert. Sehr zum Unwillen seiner kaufmännischen Kollegen. Die würden die Rheinbahn gern noch schlanker machen – und Ackermann am liebsten noch vor seinem Vertragsende im Mai 2011 loswerden.
Doch wie lange geht der Sparkurs gut? In Meerbusch macht sich die Politik Gedanken, aus dem Vertrag mit der Rheinbahn auszusteigen – wegen Unpünktlichkeit! „Die Umsteigeverbindungen klappen immer seltener. Als Fahrgast kann man sich auf die Rheinbahn nicht verlassen“, wettert Jürgen Peters von den Grünen.