in Güterverkehr
28.11.2010 17:34
von
Andreas Beeck
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Betroffene Loks mit teils imensen Schäden: 285 111 der ITL und eine modernisierte V100 von Locon
Zitat von http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,731597,00.html Zwei Baugüterzüge sind am Sonntagmorgen bei Neustrelitz miteinander kollidiert. Die Strecke musste gesperrt werden, der Schaden geht in die Millionenhöhe. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar.
Neustrelitz - Zerbeultes Blech, zerstörte Betonschwellen, zerrissene Stromleitungen: Augenzeugen bot sich nördlich des Bahnhofs Neustrelitz in Richtung Kratzeburg ein Bild der Verwüstung. Am Sonntagmorgen sind zwei Arbeitszüge auf der Bahnstrecke Berlin-Rostock bei Neustrelitz frontal zusammengestoßen. Ein Lokführer und ein weiterer Bahnmitarbeiter wurden schwer verletzt. Der Sachschaden soll in die Millionenhöhe gehen.
"Wir wissen noch nichts über die Ursache", sagte Uta Bluhm, Sprecherin der Bundespolizei. Es werde wegen Gefährdung des Bahnbetriebs ermittelt.
Die Strecke wurde bis Montag gesperrt, Fernzüge über Schwerin umgeleitet. Gefahr für andere Züge habe aber nicht bestanden, hieß es bei der Bahn.
Laut Bluhm waren die beiden Baugüterzüge am frühen Morgen kollidiert. Einer der Züge bestand aus 20 mit Schotter beladenen Waggons. Durch den harten Aufprall stürzte eine schwere Lokomotive ganz um, eine zweite Lok stellte sich quer, mehrere Bauwaggons entgleisten und verkeilten sich. "Ein Wunder, dass die Lokführer da überhaupt noch heil rausgekommen sind", sagte ein Anwohner. Auch Dieselkraftstoff lief aus und musste von Feuerwehrleuten beseitigt werden.
Die Bahnstrecke hat auf dem Unfallabschnitt normalerweise zwei Gleise. Der Abschnitt bis Kratzeburg wird aber seit Wochen erneuert, weil die Bahn dort 160 Stundenkilometer schnell fahren will. Deshalb ist ein Gleis ständig für Bauarbeiten gesperrt. In der Unfallnacht waren sogar beide Gleise für Bauarbeiten gesperrt. Warum die beiden Züge aber auf dem gleichen Gleis, dem eigentlichen Betriebsgleis, zusammenstießen, ist noch nicht geklärt.