Bonn –
Ene, mene, muh und raus bist Du. So ähnlich erging es jetzt den 18 Bonnern, die bei den Stadtwerken als Fahrgastbetreuer arbeiteten. Denn das Job-Center stoppte letzten Montag die eigentlich erfolgreiche Maßnahme völlig überraschend – weil die SWB bei der Übermittlung von Daten schlampte!
Die Fahrgastbetreuer wurden hauptsächlich im Service eingesetzt. Sie fuhren auf der Stadtbahn-Linie 66 und in Bussen mit oder erteilten am ZOB Auskünfte zu Fahrplan und Tickets. Aber seit letzten Montag ist Schluss damit.
Denn: Die SWB hatte die 18 Ein-Euro-Jobber in ihre Tochtergesellschaft SBG ausgegliedert, die Daten darüber aber nicht an das zuständige Job-Center weitergereicht.
„Aus terminlichen Gründen hat das nicht geklappt“, erklärt SWB-Sprecherin Veronika John. „Wir dachten, hierbei handele es sich nur um eine Formalität.“ Das sah man im Job-Center offensichtlich anders. Die Maßnahme wurde vorerst gestoppt.
Doch was sind terminliche Gründe überhaupt? EXPRESS erfuhr: Eine Betriebsvereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern über den Wechsel kam nicht zustande, weil die Gremien im alten Jahr nicht mehr rechtzeitig zusammentraten.
Die Betroffenen sind jetzt natürlich sauer: „Es bestand dort die Möglichkeit, eine feste Anstellung zu bekommen“, so ein enttäuschter Fahrgastbetreuer, der seit Anfang letzter Woche zu Hause sitzt.
Aber John macht den unfreiwillig Geschassten Hoffnung: „Wir führen Gespräche mit dem Job-Center und hoffen, dass wir die Kollegen so schnell wie möglich wieder an Bord holen können.“ Die SWB will die erfolgreiche Maßnahme so schnell wie möglich fortsetzen.
Quelle: http://www.express.de/regional/bonn/18-e...04/-/index.html