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[KVB] Barriefreiheit für 2 Haltestellen

in Kölner Bucht 27.01.2011 14:03
von Justus P.
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Zitat
Die KVB-Haltestellen Kalk-Post und Kuthstraße sollen barrierefrei zugänglich werden: Dort können Fahrgäste bald per Aufzug die Gleise erreichen. In Vingst fordern Bürger und Politik schon seit über zwölf Jahren einen Lift.

Vingst/Kalk - „Wir kriegen plötzlich mehr, als wir gedacht haben“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Oliver Krems sichtlich erfreut. Kurz vor der Sitzung der Kalker Bezirksvertretung war bekannt geworden, dass nicht nur an der U-Bahn-Haltestelle Kalk Post in Kürze zwei Aufzüge gebaut werden sollen, sondern dass auch die Bahnstation an der Kuthstraße in Vingst bald mit einem Aufzug nachgerüstet werden soll. „In Vingst gibt es keinen adäquaten Zugang für Rollstühle und Kinderwagen“, sagt Krems. „Daher hatte dieser Stadtteil für uns Bezirksvertreter oberste Priorität. Von der Verwaltung war Vingst aber bislang auf die lange Bank - und damit in die ferne Zukunft - geschoben worden.“

Im Paket mit dem Bau von Aufzügen am Stadtbahn-Knotenpunkt Friesenplatz hatten SPD und Grüne in einem gemeinsamen Antrag im Verkehrsausschuss auch durchgesetzt, den „barrierefreien Zugang zum Nahverkehr“ an der Kuthstraße schneller zu realisieren. „Vingst braucht an der stark frequentierten Schnittstelle zwischen Bus und Bahn dringend den Aufzug“, sagte SPD-Ratsfrau und Verkehrsexpertin Susana dos Santos Herrmann. Die Verwaltung hatte zugesagt, die Zuschüsse für den Aufzugbau in Vingst früher als vorgesehen abzurufen und schon in einigen Wochen eine detailliertere Maßnahmenliste vorzulegen. „Damit sind wir einen guten Schritt weiter“, freute sich Dos Santos Herrmann. „Das Engagement der Bevölkerung, der Bürgervereinigung und der örtlichen politischen Vertreter, die sich schon mehr als zwölf Jahre für den Aufzug einsetzen, hat sich gelohnt.“ Auch Seniorenvertretung und Kirchengemeinden hatten sich für den Aufzug ausgesprochen und auf die in den vergangen Jahren stark gestiegene Zahl von behindertengerechten Wohnungen im Veedel verwiesen. „Den Menschen, die dort leben, muss man auch einen barrierefreien Zugang zur Straßenbahn bieten“, sagte Seniorenvertreter Hans Dieter Kuhl.

Platanen-Fällung stößt auf Kritik

Mit der Aussicht auf den Aufzug in Vingst fiel es den Bezirksvertretern leichter, den Planungen der Verwaltung für den Einbau zweier Aufzüge an der Kalker Post zuzustimmen. Krems: „Darauf hätten wir sonst zugunsten von Vingst verzichtet. Nun werden beide Haltestellen ausgebaut.“ Ein Antrag der CDU, dass der Aufzug in Vingst auf jeden Fall dem Ausbau in Kalk vorgezogen werden solle, hatte zuvor keine Mehrheit gefunden.

In Kalk sind die Aufzüge gleich neben dem Eingang zu den „Köln Arcaden“ sowie an der nördlichen Seite des Postplatzes vorgesehen. Die Kosten für den Umbau der Haltestelle liegen derzeit nach einer groben Schätzung bei 2,2 Millionen Euro.

Nicht ganz einverstanden waren die Bezirksvertreter mit den Änderungen der Verkehrsführung, die die Verwaltung mit dem Aufzug-Bau rund um die Kalker Post plant. So soll die Fahrbahn im Bereich der Haltestelle eingeengt und eine Platane gefällt werden. Krems: „Das geht doch alles nicht losgelöst von der Gestaltung der gesamten Kalker Hauptstraße. Das Konzept dafür haben wir schon seit Jahren immer wieder angemahnt. Schließlich müssen Stadtplanung und Verkehr im Zusammenhang gesehen werden.“

Deshalb setzten sich SPD und Grüne in einem gemeinsamen Antrag dafür ein, „den Postplatz genauer unter die Lupe zu nehmen“, den schon lange geforderten Fahrradstreifen und weitere Plätze für das „Schräg-Parken“ zu beachten. Die Forderung der Bezirksvertreter, auch die Standorte der Aufzüge zu hinterfragen, wies die Verwaltung ab. „Das funktioniert nicht anders“, sagte Dirk Dreilich vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik. „Der Fahrstuhlstandort orientiert sich an der Situation unter der Erde.“

Wie die Situation über der Erde zukünftig gestaltet werden kann, wollen Bezirksvertreter und Verwaltungsmitarbeiter nun bei einem Ortstermin und einem Fachgespräch klären. Und das, obwohl der zuständige Dezernent Bernd Streitberger im Vorfeld betont hatte, dass „die Platzfläche nicht Bestandteil der Vorlage“ sei.



KSTA berichtete




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zuletzt bearbeitet 27.01.2011 14:03 | nach oben scrollen


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