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#61

RE: HEX und Kalkzug stoßen zusammen - mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

in Allgemein 01.02.2011 14:46
von Lars N.
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Lieber Alex mit Sicherheit ziehe ich mir den Schuh nicht an, aber das tut nicht´s zur Sache. Dass es Tf´s gibt die besser nicht auf die Menschheit losgelassen gehören weiss ich wohl auch, aber dass ist eher selten und dass man deswegen alle Privatbahnen über einen Kamm scherrt ist ziemlich daneben. Im übrigen weiss ich recht genau wie die DB funktioniert, ich habe lange genug bei dem Verein gearbeitet. Es kann trotzdem nicht sein, dass auf der einen Seite Milliarden für Projekte wie Stuttgart 21 in den Wind geschossen werden, oder man Betriebszentralen baut, aus denen man über mehrere Hundert Kilometer Entfernung Signalanlagen bedienen kann und auf der anderen Seite ist nicht mal Geld und vorallem der Wille da das vorhandene Gleisnetz sicher zu machen. Ja soetwas passiert wenn man Unternehmen wie die DB wirtschaftlich führen möchte. Deswegen bin ich der Meinung dass, das Netz dringend abgespalten und verstaatlicht gehört.

zuletzt bearbeitet 01.02.2011 14:47 | nach oben scrollen

#62

RE: HEX und Kalkzug stoßen zusammen - mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

in Allgemein 01.02.2011 15:28
von Alexander Nass
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Und was Würde das Ändern Lars? Die Politik würde auch weiterhin das geld für Strassenbau oder Baudenkmäler wie S21 da raus ziehen. Solange es in Deutschland so ist das jeder Politiker sich mit solchen projekten (egal ob sinnvoll oder nicht) ungestraft Profilieren kann. Wird sich da nix dran ändern.
Und zu dem rest erspare ich mir jetzt weitere ausführungen weil ich nicht vor habe die nächsten Std tippenderweise vor dem rechner zu verbringen um einen Politik und Wirtschaftsgrundkurs abzuhalten.
Gebe auch zu das es alles nicht gerade einfach verstrickt ist in unserem land. Habe auch längere zeit gebraucht dafür. Alleine das Amtsdeutsch im AEG ist zum Wahnsinnig werden.
Gruß Alex

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#63

RE: HEX und Kalkzug stoßen zusammen - mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

in Allgemein 01.02.2011 15:39
von Alexander Nass
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Aso und bevor hier einer was in den falschen Hals bekommt. Das alles ist meine persönliche meinung. ich will niemanden persönlich beleidigen sondern höchstens zum nachdenken anregen.
Gruß Alex

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#64

RE: HEX und Kalkzug stoßen zusammen - mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

in Allgemein 01.02.2011 15:46
von Marcel HilgersAdministrator |
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Zitat von http://www.n-tv.de/panorama/Neue-Vorwuer...cle2499536.html
Unglücksstrecke wieder befahrbar
Neue Vorwürfe gegen Lokführer

Der Lokführer des Güterzugs steht nach dem Zusammenstoß mit einem Regionalzug in Sachsen-Anhalt immer mehr in der Kritik. Er soll zwei Haltesignale ignoriert haben. Bahnchef Grube sieht bei der Sicherheit "Handlungsbedarf". Inzwischen passieren die ersten Züge die Unglücksstelle.


Nach dem schweren Zugunfall in Sachsen-Anhalt mit zehn Toten verschärfen sich die Vorwürfe gegen den Lokführer des Güterzuges. Laut "Bild"-Zeitung steht fest, dass der 40-Jährige vor dem Zusammenstoß mit einem Regionalzug zwei Haltesignale missachtete. Das gehe aus einem Bericht von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) an den Verkehrsausschuss des Bundestages hervor, der dem Blatt nach eigenen Angaben vorliegt. Sprecher der Bundespolizei und der Magdeburger Polizei wollte dazu bisher nichts sagen.

Die Deutsche Bahn zieht derweil ihre Konsequenzen aus dem Unglück und will schnellstmöglich mehr eingleisige Strecken mit moderner Sicherungstechnik ausstatten. Drei Tage nach dem Unglück passieren wieder Züge die Unglücksstelle in Hordorf.

Bahnchef Grube sieht "Handlungsbedarf"

"Da ist Handlungsbedarf", sagte Bahnchef Rüdiger Grube in der ARD. Dies gelte vor allem für Ostdeutschland. Der Konzern wolle alle eingleisigen Strecken analysieren und wo nötig den Einbau eines automatischen Bremssystems aus eigenen Mitteln finanzieren. Er wolle nicht auf Bundesministerien warten, sagte Grube. Vom knapp 34.000 Kilometer langen Schienennetz, das die Bahn betreibt, sind etwa 15.000 Kilometer eingleisig. Der Fahrgastverband Pro Bahn hatte nach dem Unglück für alle Strecken Deutschlands Sicherheitssysteme gefordert, die beim Überfahren eines roten Signals eine sofortige Notbremsung auslösen.

Am Samstagabend war der Harz-Elbe-Express (HEX) auf eingleisiger Strecke frontal in den Güterzug gerast und von den Schienen geschleudert worden. Dabei starben zehn Menschen, 23 wurden schwer verletzt. Grube erläuterte, an der Unglücksstelle sei der Einbau der "Punktförmigen Zugbeeinflussung" (PZB) für März vorgesehen gewesen. Das Sicherungssystem, das Züge bei der Fahrt über ein Haltesignal automatisch stoppt, sei dort nicht vorgeschrieben.

Menschliches Versagen denkbar

Derweil gerät der 40 Jahre alte Lokführer des Güterzugs immer mehr in die Kritik. Laut Polizei und Staatsanwaltschaft wird gegen ihn ermittelt. Es gebe einen Anfangsverdacht wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Gefährdung des Bahnverkehrs. Schon am Wochenende hatte es Hinweise gegeben, der 40-Jährige sei möglicherweise nicht im Führerhaus gewesen.

Laut "Bild" standen die Weichen dem Ramsauer-Bericht zufolge für die Durchfahrt des HEX bereit. Entsprechend war das Signal für den Regionalzug "auf Fahrt" eingestellt. "Die Fahrstraße für den Güterzug war nicht eingestellt und das Einfahrsignal sowie das dazugehörige Hauptsignal zeigten Haltstellung."

Weiter heißt es: "Der Fahrdienstleiter im Stellwerk Hordorf hat ausgesagt, dass er darauf hin noch über Zugbahnfunk einen Nothaltauftrag abgegeben hat." Der HEX-Lokführer habe per Schnellbremsung die Geschwindigkeit von 98 auf 66 Kilometer pro Stunde gedrosselt. Vielleicht verhinderte der bei dem Unfall getötete 35 Jahre alte Mann so noch mehr Opfer. Ob auch der Güterzug gebremst habe, werde sich "aus der noch laufenden Fahrtverlaufsauswertung ergeben".

Bei der Aufklärung des Unglücks erwartet die Polizei Ergebnisse der Auswertung der beiden Fahrtenschreiber frühestens im Verlauf der Woche. Der Lokführer des Güterzugs soll in den nächsten Tagen befragt werden. Zum Gedenken an die Opfer wurden am Unglücksort ein Holzkreuz und Kerzen aufgestellt.

Den Angehörigen sagte das Bahnunternehmen Veolia Verkehr seine Unterstützung zu. Der verunglückte Harz-Elbe-Express ist ein Tochterbetrieb von Veolia Verkehr in Sachsen-Anhalt. Nach einem Besuch der Unglücksstelle sicherte die Geschäftsleitung zu, "den Angehörigen der Todesopfer unbürokratisch und kurzfristig Unterstützung zukommen zu lassen, um ihnen über die erste sehr schwere Zeit hinweg zu helfen".



Um erstmal auf eure erhitzte Diskussion zu sprechen zu kommen: Die Thesen von Alexander sind zwar provokant, beinhalten aber in soweit die unbeliebte Wahrheit, dass eine 7-monatige (oder wie viele Monate auch immer) Qualifizierung keinesfalls die 3-jährige Ausbildung als EiB L/T ersetzen kann. Weiterhin sind die Arbeitsbedingungen bei einigen Privatbahnen nicht wirklich das Gelbe vom Ei, wobei bei der DB da auch definitiv Nachbesserungsbedarf besteht. Die gesetzlichen Ruhezeiten sind auch von den privaten EVUs einzuhalten und werden genau wie bei der DB kontrolliert.
Das Problem sehe ich in der Tatsache, dass die Politik bei Schienenfahrzeugen eine PZB-Einrichtung vorschreibt (selbst 30 km/h "schnelle" Dampfloks müssen eine PZB90 haben!), im Osten aber auf die Aufrüstung der Strecken verzichtet hat. Dass man 100 km/h fahren kann, ohne eine entsprechende Überwachung von Bremsabläufen und Geschwindigkeiten vor Halt-zeigenden Signalen zu haben, ist für mich (auch wenn es das Gesetz erlaubt) einfach nicht nachzuvollziehen. Ich denke mal, dass als Schlussfolgerung auf dieses Unglück endlich eine induktive Zugsicherung auch für Strecken mit Geschwindigkeiten unter 100 km/h vom Gesetz her vorgeschrieben wird und der Betrieb bis zur Ausrüstung der Strecken auf den entsprechenden Abschnitten eingestellt wird.

Zum Thema der Schuldfrage sieht bisher alles so aus, als ob der Tf der Verkehrsbetriebe Peine-Salzgitter irgendwas falsch gemacht hat. Es gibt Quellen, die behaupten, dass er auf der 2. Lok gesessen hätte. Andere behaupten, dass er gar nicht im Führerraum war (Flucht vor Kollision?). Fest scheint allerdings zu stehen, dass er ein Halt-zeigendes Signal ohne Reaktion passiert hat und - nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen - anscheinend auch nicht auf den Nothaltauftrag reagiert hat, der immerhin seitens des HEX-Tfs für eine Reduktion der Geschwindigkeit gesorgt hat. So hat er wahrscheinlich noch ein paar Menschen das Leben gerettet, auch wenn er leider nichts mehr davon hat. Fest steht allerdings weitesgehend, dass er keine Schuld am Tot der Fahrgäste hatte.

Ich denke aber, dass man die Reaktion der Politik und Bahn sowie die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft abwarten muss. Selber etwas verändern kann man so oder so nicht...


Mit freundlichen Grüßen
Marcel Hilgers
(Admin)

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#65

RE: HEX und Kalkzug stoßen zusammen - mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

in Allgemein 01.02.2011 21:08
von Andreas BeeckAdministrator |
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In puncto Schuldfrage: Zustimmung!
In ouncto PZB: Zustimmung!

In puncto Tf-Ausbildung: da muss man die DB mit ins Boot setzen. Ich erwähne da nur die Aktion 1000 Tf, wo man 1000 Arbeislose von der Straße geholt hat und mal eben in nem halben Jahr zu Tfs gemacht hat. Und auch Leihfirmen (Tf-Herkunft also auch potentiell offen) werden DB-seitig angeheuert.
Eine 3-jährige Ausbildung ist aber in jedem Fall angebracht. Noch besser war früher die Beamten-Laufbahn, wo man eben erst was Technisches lernen musste, dann Heizer oder Beimann werden konnte und erst später Tf. Heute wird man ja am Tag 1 nach der Ausbildung schon losgelassen...


Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)

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#66

RE: HEX und Kalkzug stoßen zusammen - mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

in Allgemein 15.09.2011 16:06
von Andreas BeeckAdministrator |
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Mittlerweile ist der Untersuchungsbericht der EUB online: http://www.eisenbahn-unfalluntersuchung..../60_Hordorf.pdf


Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)

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#67

RE: HEX und Kalkzug stoßen zusammen - mindestens 10 Tote bei Zugunglück in Sachsen-Anhalt

in Allgemein 03.01.2012 18:51
von Justus P.
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Zugunglück bei Hordorf: Anklage gegen Lokführer erhoben

Zehn Menschen starben beim Zusammenprall eines Güterzuges mit einem Regionalzug. Nun hat die Justiz Anklage gegen den Lokführer erhoben.


http://www.abendblatt.de/vermischtes/art...er-erhoben.html




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