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ICE nach London - Gleis 1 in Köln Hbf soll Sicherheitsschleuse werden

in Fernverkehr 13.04.2011 21:31
von Andreas BeeckAdministrator |
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Zitat von http://www.ksta.de/html/artikel/1302525801048.shtml

Sicherheitsschleuse am Bahnhof

Für den geplanten ICE nach London muss am Kölner Hauptbahnhof ein neuer Kontrollbereich gebaut werden. Die Bahn sieht dafür Gleis 1 vor und will die entsprechenden Züge trotz möglicher Behinderungen dorthin verlegen.

KÖLN - Vom Jahr 2013 an will die Deutsche Bahn dreimal täglich einen ICE zwischen Frankfurt und London auf die Reise schicken – mit Zwischenstopp in Köln. Knapp vier Stunden soll die Reise vom Rhein bis an die Themse dann nur noch dauern. Damit das möglich wird, sind im Kölner Hauptbahnhof allerdings umfangreiche Umbauten nötig: Wegen der strengen Sicherheitsbestimmungen für die Durchfahrt des Eurotunnels unter dem Ärmelkanal müssen Fahrgäste und Gepäck ähnlich wie am Flughafen kontrolliert und durchleuchtet werden. Also muss ein entsprechender Kontroll- und Wartebereich geschaffen werden.

„Dafür kommt nur Gleis 1 in Frage“, sagt Bahn-Sprecher Udo Kampschulte. Dort befinden sich verschiedene DB-Einrichtungen, unter anderem die Lounge. „Wo, wie und was wir genau umbauen, steht noch nicht fest“, sagt Kampschulte. Die Entscheidung werde in den nächsten Monaten fallen. Es müsse auf jeden Fall sichergestellt sein, dass niemand unkontrolliert den Zug betreten könne. Für die Fahrgäste bedeutet das, dass sie sich dann früher am Bahnhof einfinden müssen als für andere Zugfahrten.

Zug quert alle Gleise

Die Grünen sehen die Planungen für die neue ICE-Verbindung durchaus kritisch. Grünen-Verkehrsexperte Manfred Waddey weist beispielsweise darauf hin, dass die ICE aus Richtung Frankfurt sowohl bei der Ein- als auch bei der Ausfahrt in den Kölner Hauptbahnhof alle Gleise queren müssten, um an Gleis 1 zu halten und dadurch „den übrigen Zugverkehr massiv behindern“. Das sieht Kampschulte anders. Da nur drei Verbindungen pro Tag geplant seien, „wird das die Betriebsqualität im Bahnhof nicht in großer Weise beeinträchtigen“.

Waddey kritisiert zudem, dass sich auch Fahrgäste, die nur bis Brüssel fahren wollten, der Sicherheitsprozedur unterziehen müssten. Und schließlich befürchtet er eine Verschlechterung des Angebots: Denn die neuen ICE-Züge sollen zumindest teilweise bestehende Verbindungen ersetzen. Das bedeute zum Beispiel, dass Städte wie Siegburg und Lüttich, die keine Haltepunkte der neuen Verbindung sein werden, seltener angefahren werden. Waddeys Vorschlag: Der ICE sollte nur bis Brüssel fahren, dort sollten alle Fahrgäste aussteigen, durch die dort bereits vorhandene Sicherheitsschleuse gehen und einen zweiten, bereit stehenden ICE Richtung London besteigen. Eine Idee, der Bahn-Sprecher Kampschulte nichts Positives abgewinnen kann.

Keine Kostenbeteiligung der Stadt

Frankfurt, Köln, Lille und Brüssel sind als Haltepunkte der neuen ICE-Verbindung gesetzt. Ob der Zug auch in Aachen Station macht, ist offen. „Die Frage ist, ob sich das für uns rechnet“, sagt Kampschulte. Das hänge von der zu erwartenden Fahrgastzahl ab, aber auch von der Frage, ob sich die Stadt Aachen an den Kosten beteilige. Die Verhandlungen dazu liefen. Für Köln sei eine Beteiligung der Stadt an den Umbau- und Betriebskosten nicht vorgesehen.



Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1302525801048.shtml


Gruß aus Mönchengladbach, der einzigen Stadt mit 2 Hauptbahnhöfen, wünscht
Andreas Beeck (Admin)

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