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[MVG] Fahrplanwechsel am 7. September
Die Maßnahmen:
Alle Busse bekommen zwischen Schloß Broich und Mülheim Hbf großzügigere Fahrzeiten, zwischen den Haltestellen jeweils 1-2 Minuten zusätzlich. Fast alle Linien, auch die Straßenbahnen (nicht 102 und 901), erhalten außerhalb des Stadtzentrums auch nochmal vereinzelt die ein oder andere Minute extra. Dadurch ergeben sich auf vielen Linien Fahrzeitverlängerungen von bis zu 5 Minuten.
Fahrzeitanpassen:
- 104: Abfahrt Abzw. Aktienstraße 4 Minuten früher
- 110: Abfahrt Friesenstraße 2 Minuten früher
- 131: Abfahrt Flurstraße 3 Minuten früher, dadurch Entschärfung der sehr knappen Anschlüsse zur 102, RE 1, S1 und S3; Gegenrichtung ebenfalls 3 Minuten früher (dadurch leider knapper Anschluss vom RE 6 aus Düsseldorf und RE 11 aus Hamm); mal sehen, ob der O16 seine Fahrzeiten anpasst, ansonsten wird das für die Breitscheider künftig teilweise langes Warten
- 151: Abfahrt Kettwiger Markt/Scharpenberg 2 bzw. 5 Minuten später; in Gegenrichtung Abfahrt 5 Minuten später
Bei den nicht genannten Linien ändern sich die Abfahrtszeiten um 0-1 Minuten. Die Hauptgründe für die Veränderungen sind die Verspätungsanfälligkeit und die Nachfrage.

Es kommt darauf an, welche Linie man betrachtet. Es gibt neben einigen Verbesserungen auch Verschlechterungen. Zur Zeit hat man vom 131er zur 104 Richtung Flughafen 2 Minuten Zeit. Nach dem Fahrplanwechsel sollen die Linien zeitgleich an der Stadtmitte ankommen. Tagsüber bedeutet das zwar nur 10-15 Minuten Wartezeit, wer aber die Bahn um 18:39 bzw. 19:09 Uhr verpasst, muss 30 Minuten warten.
Ich glaube, der Hintergrund für die längeren Fahrzeiten ist, dass man demnächst den Kunden einen Teil des Fahrpreises erstatten will, wenn die Verspätung hoch ist. Aus meiner Sicht sind die Reserven im Stadtkern übertrieben, die Linien 124 und 133 z.B. bekommen zwischen Hbf Nordeingang und Schloß Broich 4 Minuten mehr Zeit als jetzt. Mich würde es nicht wundern, wenn es öfter mal vorkommt, dass der Bus -3 oder sogar -4 hat und der Fahrer gezwungen ist, an einer Haltestelle länger zu stehen oder im Fahrradtempo zu fahren.

http://www.evag.de/323.html
Um das Beispiel von meiner Hauslinie zu nennen: Auf Grund der Verknüpfung mit der Linie 159 zur Schwimmbrücke wurden die Fahrzeiten so angepasst, dass man laut EVAG "Anschlussverbesserungen [...] (H) Werden S / Bus 180 ↔ S 6" hat.
Heute im 30-Munuten-Takt / Werktags
Ankunft Werden .20 + .50 => S6 nach Essen .01, .21, .41
Abfahrt Werden .10 + .40 => S6 von Essen .19, .39, .59
= 2 Anschlüsse die Stunde
Demnächst im 30-Munuten-Takt / Werktags
Ankunft Werden .25 + .55 => S6 nach Essen .01, .21, .41
Abfahrt Werden .06 + .36 => S6 von Essen .19, .39, .59
= 2 Anschlüsse die Stunde
Die Zahl der Anschlüsse bleibt gleich - durch die neuen Fahrzeugen resultieren aber deutliche Fahrzeitverlängerungen. Es ergeben sich Wartezeiten von bis zu 26 Minuten im Halbstundentakt. Und da denke ich dass das einfach nur "Vortäuschung falscher Tatsachen ist". Würde man für die 159 einen Wagen von der 166 abzwacken oder mehr Pause geben könnte man die Fahrzeiten so lassen und alles wäre besser als wie es kommen soll - aber so wird nur Geld sparen als tolle "Anschlussverbesserung" angepriesen.
Bei uns werden allerdings überwiegend im NachtNetz die Zeiten zwischen den Stationen angepasst.

Den Verkehrsbetrieben darf man leider nicht alles glauben. In einigen Fällen muss es wohl gut klingen und der Kunde sieht zunächst nur eine andere Fahrplanzeit und glaubt, dies würde sich positiv auswirken.
Inzwischen habe ich starke Zweifel, dass auf dem 131er die Nachfrage Hauptgrund für die Kürzung bis Flurstraße war. Wäre dort so wenig Bedarf, hätte man wahrscheinlich vor Jahren schon den Betrieb dort eingestellt oder alle 60 Minuten bis (H) Am Kessel verlängert. Ich glaube, dass die neuen Fahrzeitreserven ab 7.9. die Hauptursache für die Kürzung sind. Denn würde man mit dem neuen Fahrplan die alte Route fahren, hätte der Bus an den Endhaltestellen nur 5 bzw. 6 Minuten Pause und das ist wahrscheinlich gesetzlich nicht erlaubt. Womöglich würde sich ein Betrieb bis (H) Perkerhof lohnen, dort kann man aber nicht wenden.
Wie gesagt, auffällig ist, dass die längeren Fahrzeiten im Zusammenhang mit der angekündigten Fahrpreiserstattung kommen. Die Verspätungsanfälligkeit einiger Buslinien dürfte seit vielen Jahren bekannt sein, aber bisher wurde da nichts unternommen. Der diesjährige Fahrplanwechsel steht bei mir unter dem Motto "Von einem optimistischen zu einem pessimistischen Fahrplan". In meinen Augen wäre die beste Lösung die goldene Mitte gewesen.

Zitat von Markus Ü.
Denn würde man mit dem neuen Fahrplan die alte Route fahren, hätte der Bus an den Endhaltestellen nur 5 bzw. 6 Minuten Pause und das ist wahrscheinlich gesetzlich nicht erlaubt.
Du kannst einen Bus auch so lange durchfahren bis der Tank alle ist - nur nach einer gewissen Zeit muss ein Fahrerwechsel erfolgen.

Da man als VIA auftritt und die DVG das schon hat, Ihr scheinbar bekommt und bei uns auch schon so Andeutungen auftauchten gehe ich mal davon aus. Die Bedingungen sollen wohl die gleichen die in Duisburg sein. Ich warte erst mal was offizielles ab. Angekündigt für Essen war es vor Ruhr2010. Das ist jetzt auch schon ne Weile her.
Solange keine Garantie für zu frühes Fahren (wir nennen ja keine Namen Firma S. aus HAT auf der 169 / NE08) eingeführt wird fühle ich mich aber nicht wirklich sicher. Es gibt leider immer wieder zu viele Frühfahrten. Und wenn wie du sagst die Fahrzeitverlängerungen dazu gerade einladen, mache ich mir über Verfrühungen mehr Sorgen als Verspätungen. Und bei uns ist das auf einigen Linien leider Standard.

Bei der STOAG ist das mit der Pünktlichkeitsgarantie total bescheuert:
1. Ab 10 Minuten Verspätung wird gezahlt (und zwar ganze 1,40 €)
2. Jugendliche unter 14 Jahren dürfen so etwas nicht direkt in Anspruch nehmen sondern müssen ihre Eltern das erledigen lassen!!! (sehr praktisch für die STOAG weil Schüler ja am meisten unter Verspätungen leiden und die Eltern sicherlich keine Lust haben immer zum KundenCenter zu laufen)
3. Für zu frühe Abfahrten gibts kein Geld zurück (und das ist ein echtes Problem gewesen - bis zum Fahrplanwechsel, seitdem sind alle Busse zu spät)


RE: [MVG] Fahrplanwechsel am 7. September
in Ruhrgebiet 03.09.2011 20:10von Alexander Schmitz • Moderator |

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