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Vestische testet innovative Hybridtechnologie

in Ruhrgebiet 02.09.2011 09:34
von Pascal S.
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Vestische testet innovative Hybridtechnologie – zwei Dieselhybrid-Großraumbusse gehen auf Linie

Sie sehen nicht nur gut aus. Sie sind vor allem Vorreiter in Sachen Technik und Umwelt – die zwei neuen Dieselhybrid-Großraumbusse der Vestischen. Ab September werden sie im Vest Recklinghausen unterwegs sein und einen nachhaltigen Beitrag zur Reduktion der Abgasemissionen leisten.

Die vom Hersteller Solaris aus Polen gelieferten 18 Meter langen Gelenkbusse werden im Vest vornehmlich auf den stark frequentierten SB-Linien eingesetzt und hier auf Herz und Nieren getestet. Der Praxiseinsatz der Solaris-Busse ist Teil eines Projektes zur Förderung alternativer Antriebstechnologie, das über den VRR koordiniert und finanziert wird. „Gerade der Stadtverkehr bietet ein ideales Einsatzfeld für Linienbusse mit Hybridtechnik, die an zahlreichen Punkten ihres Linienweges auf eine Geschwindigkeit von 40 bis 50 km/h beschleunigen und kurz darauf erneut abbremsen müssen“, erläuterte Betriebsleiter Thomas Krämer die Vorzüge des innovativen Antriebskonzepts.

Neben dem primären Dieselaggregat mit einer Leistung von 181 kW (246 PS) verfügen die Hybridbusse über einen zusätzlichen 85 kW (116 PS) starken Elektromotor, der vor allem Energie beim Anfahren und Beschleunigen liefert. Er wird von auf dem Dach befestigten Kondensatoren (sog. Ultracaps) gespeist, die insbesondere durch die Bremsenergie umweltschonend aufgeladen werden. „Hierdurch wird eine Kraftstoffersparnis von 15 % bis 20 % erwartet“, prognostiziert Thomas Krämer. „Pro Bus und Lebensdauer lassen sich damit 85.000 bis 100.000 Liter Diesel einsparen“.

Kraftstoffersparnis bedeutet natürlich auch weniger Schadstoffbelastung. „Der Öffentliche Personennahverkehr war schon immer eine besonders umweltschonende Form der Mobilität“, betonte der Aufsichtsratsvorsitzende Landrat Cay Süberkrüb. „Jetzt wird die positive Umweltbilanz nochmals gesteigert. Denn die Hybridbusse verursachen bis zu 30 % weniger CO2 und bis zu 40 % weniger an Stickoxiden gegenüber Linienbussen mit Euro-5-Motoren. Das ist gut für das Stadtklima“.

Die neuen Linienbusse sind echte Eye-Catcher und im Straßenraum der Emscher-Lippe-Region leicht auszumachen. So weist der höhere Dachaufbau für die Kondensatoren und das auffällige Design mit den schützenden Händen um die blaue Erdkugel bereits von weitem auf den Ressourcen schonenden Antrieb hin. Davon können sich die Fahrgäste während der Fahrt selbst überzeugen. Auf zwei zusätzlichen Monitoren im Fahrzeug werden der Energiefluss der Hybridaggregate und das Zusammenspiel von Elektroantrieb und Dieselmotor sichtbar dargestellt.

Selbstverständlich sind die Fahrzeuge mit Absenkmöglichkeit und Klapprampe vollständig barrierefrei. Sie verfügen über CO2-Klimaanlagen, Videoüberwachung und Flachbildmonitore für die Kundeninformation und bieten insgesamt rund 150 Fahrgästen Platz. Wie bei den neuesten konventionellen Dieselbussen erfüllt auch der Verbrennungsmotor des Hybridbusses den freiwilligen und über den gesetzlichen Anforderungen liegenden Abgasstandard EEV.

Mit rd. 540.000 € sind die Hybridbusse zurzeit noch deutlich teurer als ein vergleichbarer Linienbus ohne zusätzlichen Elektromotor. „Die Vestische trägt jedoch nur 15 % der Kosten. Zu 85 % wird das Projekt über den VRR von Bund und Land bezuschusst“, sagte abschließend Betriebsdirektor Lothar Braun.

Quelle:http://www.newstix.de/?session=4e72bd6b05d2800056105025d0361de1&site=technics&startentry=0&entmsg=true&mid=15848

zuletzt bearbeitet 02.09.2011 09:35 | nach oben scrollen


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